CeBIT 2007: HTPC - Edel-Hardware für zu Hause
HFX: Lautlos ohne Lüfter
Abgerundet wird das Funktionspaket von einem praktischen Speicherkartenleser. Damit kann das High-End-Chassis "HD160XT" nicht bloß mithalten, es setzt noch einen obendrauf - einen siebenzölligen Touchscreen mit 1024 x 768 Punkten, um genau zu sein. Leider sorgt der berührungsempfindliche Bildschirm für deutlich höhere Anschaffungskosten von gleich über 500 Euro.
Auch der Stand des österreichisch-deutschen Unternehmens mCubed ist für HTPC-Interessierte allemal einen Besuch wert. Unter der Bezeichnung HFX, kurz für "Hi-Fi-ATX", fertigt es mit die leisesten Gehäuse für Wohnzimmer-PCs überhaupt: aus dickem Aluminium und ganz ohne Lüfter, zum Teil sogar mit gedämmtem DVD-Laufwerk. Ganz im Stil einer hochwertigen Hi-Fi-Komponente gehalten ist etwa der nur neun Zentimeter hohe und sechs Kilogramm schwere HFX "mini", der sich mit Standard-Hardware und den entsprechenden Bauteilen in ein völlig passiv gekühltes System verwandeln lässt, das seinen Dienst so gut wie unhörbar verrichtet. Mit dem kleinsten "micro" tritt mCubed sogar beim weltweiten, mit einer Million Dollar dotierten Design-Wettbewerb von Intel an.
CeBIT 2007: HTPC - Edel-Hardware fürs Heim
Lüfterloser HFX mini oben, separates gummi-gedämmtes Gehäuse für vier Festplatten unten. Letzteres unterstützt auch den RAID-Verbund.
Im kleineren HD160, das ab etwa 250 Euro erhältlich ist, steckt ein zweizweiliges Display, das mittels Software wichtige Informationen ausgibt.
Edel-Understatement: Besonders gelungen wirken die abgerundeten Kanten des OrigenAE S16V.
.... ein motorisiert ausfahrbares 12-Zoll-Display mit 1.280 x 800 Pixeln und ein Kaufpreis von etwa 1.000 Euro.
Der cw-Wert des SilverStone CW02 entspricht in etwa dem eines Steinklotzes, dafür sieht es bedeutend besser aus.
Das S21T von OrigenAE ist das derzeit wahrscheinlich exklusivste HTPC-Gehäuse. Seine Besonderheit: ....
Abgerundet wird das Funktionspaket von einem praktischen Speicherkartenleser.
In der schwarz-grünen Farbvariante weckt er gewisse Assoziationen zu Microsofts Spielkonsole Xbox, ....
Zalmans High-End-Chassis HD160XT wird von einem herrlich altmodischen Drehknopf für die Lautstärke dominiert.
Ein fertiger Wohnzimmer-PC von ichbinleise.de auf Basis des SilverStone LC18
HFX micro: Mit seinem kleinsten tritt mCubed sogar beim weltweiten, mit einer Million Dollar dotierten Design-Wettbewerb von Intel an. Dabei wird der eleganteste und schlankste Rechner für die nächste Generation von Heim-PCs gesucht.
Mindestens 500 Euro werden für das Gehäuse im Stile eines besseren A/V-Receivers fällig.
Trotz der kompakten Bauweise bleibt Platz für einen TV-Empfänger, einen CI-Slot für Pay-TV sowie eine eingebaute WLAN-Antenne.
Der HFX classic ist deutlich größer als der mini, lässt sich aber besser erweiterern und mit schnellerer Gamer-Hardware ausstatten.
Der geräumige Innenraum bietet genügend Platz für normalgroße PC-Hardware.
Neben dem LC18 zeigt SilverStone das wahrscheinlich erste Wasserkühl-System fürs Wohnzimmer.
Dabei wird der eleganteste und schlankste Rechner für die nächste Generation von Heim-PCs gesucht, auf Grundlage der eigenen CPUs versteht sich. Im vorliegenden Prototyp leistet ein Notebook-Prozessor auf Basis des Core 2 Duo mit satten 2,33 Gigahertz für mächtig Vortrieb. Gute Chancen auf den Sieg oder einen der vorderen Plätze hätte der Winzling zweifellos. Trotz des komplett lüfterlosen Konzepts ist er nicht viel größer als ein Mac mini und bringt gerade einmal 3,5 Kilogramm auf die Waage. In der schwarz-grünen Farbvariante weckt er gewisse Assoziationen zu Microsofts Spielkonsole Xbox, alternativ gibt es ihn aber auch in Schwarz-Orange. Trotz der sehr kompakten Ausmaße bleibt noch Platz für einen TV-Tuner und eine WLAN-Antenne. Wie der HFX micro im Konkurrenzvergleich abgeschnitten hat, wird im April entschieden.
Ichbinleise.de: HTPC-Hersteller im Interview
Auf dem Messe-Sofa von HFX treffen wir Michael Ruoff, den Geschäftsführer vom baden-württembergischen Unternehmen MR Computertechnik, das Komplettsysteme und Wohnzimmer-PCs nicht nur über den Online-Shop ichbinleise.de anbietet, sondern auch selbst herstellt. Im großen HTPC-Vergleich von netzwelt konnte sich der HFX PC C30 aus dem eigenen Sortiment sogar den Testsieg sichern. Neuerdings liefert ichbinleise.de sogar Systeme mit der vorinstallierten Open-Source-Software MediaPortal wie den im November 2006 getesteten PC MP 5.
netzwelt: Was unterscheidet einen HTPC von einem normalen PC?
Michael Ruoff: In der Regel die Desktop-Bauform. Dass er sich in die Hi-Fi-Landschaft integriert. Er muss lautlos sein, weil kein Mensch Geräusche im Wohnzimmer haben möchte. Das würde ja den Fernseh- oder Radioton stören. Außerdem ist er meistens den ganzen Tag oder zumindest häufig an. Lüfterlos ist da natürlich das einfachste Argument dem Kunden gegenüber, weil lüfterlos automatisch lautlos ist. Es geht aber auch mit Lüftern, so gesehen beim MP 5.
Es ist technisch leichter mit Lüfter, aber vom grundlegenden Design her sind die lüfterlosen Gehäuse schöner. Weil sie mehr hermachen, mehr Gewicht haben, viel mehr Alu verwendet wird. Sind aber auch wesentlich komplizierter zu bauen, die Arbeitszeit dafür muss man ungefähr um das Fünffache steigern im Vergleich zu einem luftgekühlten PC. Außerdem hat der Media PC normalerweise eine Fernbedienung, mit der sich auch alles bedienen lassen sollte. Maus und Tastatur sind dabei nur im Notfall notwendig, um Einrichtungen oder Sortierungen vorzunehmen.

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