Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz
Nur laut wenn es sein muss
Besonders gut gelang Asus die Gestaltung des Innenraums: Es beginnt beim Touchpad, dessen Tasten den Anschein erwecken, als seien sie einfach mit dem Laser herausgeschnitten worden. Auch die fünf Schnelltasten auf der rechten Seite liegen völlig plan und fügen sich nahtlos ins gebürstete Leichtmetall. Linker Hand geben vier schmale, blau beleuchtete Schlitze Aufschluss über Tastatur-Status und Festplattenaktivität.
Leider verfügt das Keyboard über keinen separaten Nummernblock, obwohl es die Platzverhältnisse bei geschickter Aufteilung sicherlich zugelassen hätten. Darüber befinden sich sieben unscheinbare Bedienelemente für die wichtigsten Aufnahme- und Wiedergabefunktionen, wobei die aufgebrachten Symbole aber nur äußerst schwer abzulesen sind. Selbst von unten betrachtet macht das W2PC eine gute Figur, denn dort umschließt ein chromfarbener Ring den Subwoofer und zwei silberne Standfüße stellen festen Kontakt mit dem Boden her.
Selbst beim Zubehör herrscht alles andere als Standard.
Bei normaler Umgebungslautstärke lässt der Desktop-Ersatz im Leerlauf nur wenig von sich hören und selbst bei konzentriertem Hinhorchen bloß ein leises, gleichmäßiges Grundrauschen erklingen. Unter starker Belastung, beim Spielen beispielsweise, steigt der Geräuschpegel deutlich hörbar an und erhält einen leicht hochfrequenten Unterton. Wirklich unangenehm werden die Lüfterrotationen jedoch nie. Nach dem Stresstest dauert es gerade einmal ein paar Sekunden, bis sich die Drehzahl wieder drastisch reduziert. Links neben der Tastatur sowie rechts neben dem Touchpad wird das Gehäuse lauwarm, während es sich unterhalb des Einschaltknopfs etwas stärker aufheizt.
Sofern gefordert, kann das W2PC auch einmal richtig laut werden. Dann nämlich, wenn die fünf Lautsprecher und der Subwoofer voll aufdrehen. Leider gilt hier: Je höher der Pegel, desto übersteuerter und schriller arbeiten die Klangkörper. Dafür klingen sie bei gemäßigter Lautstärke erheblich besser als bei den meisten Mittelklasse-Notebooks. Im optionalen Dolby-Modus "Pro Logic II" geht es leiser und weitgehend ohne unliebsame Untertöne zu, dafür schwankt die Lautstärke bei der Wiedergabe einer Audio-CD.
Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz
Zur umfangreichen Ausstattung gehören ein HDMI-Anschluss für HD-fähige Bildschirme, spieletaugliche Grafik aus dem Hause Ati und ein ganzes Arsenal brauchbarer Audio- und Video-Schnittstellen.
Digitalen Unterhaltungswert liefern neben einem eingebauten TV-Empfänger für DVB-T noch fünf Lautsprecher sowie ein Subwoofer für satte Bässe.
Mehr Sein als Schein: Der Desktop-Ersatz ist tatsächlich so edel wie er aussieht.
Wie die Testerfahrung zeigte, zählt Asus zu den Notebook-Herstellern mit den besten Touchpads. Der Mausersatz des W2PC bildet da keine Ausnahme, sondern bestätigt die Regel eindrucksvoll.
Für gepflegtes Schreiben bietet die geräuscharme Tastatur eine ideale Grundlage. Schade nur, dass das üppige Platzangebot nicht für einen separaten Nummernblock genutzt wurde.
in Blick auf die umfangreiche Zubehörliste zeigt, dass man Standard besser woanders suchen sollte: Kopfhörer, TV-Antenne, kabellose Bluetooth-Maus von Logitech, hochwertige Tragetasche, Fernbedienung und gut sortierter Kabelsalat.
Im Design ist das 17-Zoll-Notebook weder auffällig geschweige denn protzig, dafür ein wahrer Meister des Understatements.
Wie das auf der selben Grundlage basierende Asus W2000V besticht auch das W2PC mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität.
An der dicksten Stelle überhaupt von dick zu sprechen, wäre eigentlich vermessen, denn dort misst das Gehäuse gerade mal 3,25 Zentimeter, vorne sind es sogar bloß 2,55 Zentimeter.
Nicht überall, wo Multimedia draufsteht, ist auch wirklich Multimedia drin. Auf das Asus W2PC trifft dies aber definitiv nicht zu.
Ein komplett aus gebürstetem Aluminium gefertiger Display-Deckel sowie ein vor Leichtmetall nur so strotzender Innenraum machen das filigran wirkende Notebook zu einer echten Schönheit.
Brillantscharf, aber leuchtschwach
Besonders gut gelingt dem 17-Zoll-Display die Schwarzdarstellung, außerdem sehen die Farben ungefähr so aus, wie man es erwartet. Eine schlichtweg brillante Vorstellung liefert die Schärfe bei Bildern und Schrift. Bei der Video-Wiedergabe fungiert die hochglänzende Oberfläche wiederum wie eine Art Weichzeichner und kaschiert gekonnt den gröbsten Teil fehlerhafter Pixelhaufen. Über das so genannte "Splendid Utility" und eine Taste rechts neben dem Keyboard wechselt das Farbschema in Sekundenschnelle und kann je nach Anwendung sogar die Darstellung verbessern.
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