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Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz
Flaches 17-Zoll-Notebook unter 3,4 Kilogramm

von Benjamin Schnitzler Uhr veröffentlicht

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Leicht ist relativ. Ein 3,3 Kilogramm schweres Notebook lässt zunächst sicherlich auf ein gewichtiges Mittelklasse-Modell schließen, das etwas zu viel angesetzt hat. Doch weit gefehlt. In Wirklichkeit handelt es sich um einen vollwertigen PC-Ersatz mit großem 17-Zoll-Display. Das neue Asus W2PC zählt zu den leichtesten Exemplaren seiner Klasse. Und, um eines vorweg zu nehmen, auch zu den bestaussehendsten.

Leicht ist relativ. Ein 3,3 Kilogramm schweres Notebook lässt zunächst sicherlich auf ein gewichtiges Mittelklasse-Modell schließen, das etwas zu viel angesetzt hat. Weit gefehlt. In Wirklichkeit handelt es sich um einen vollwertigen PC-Ersatz mit großem 17-Zoll-Display. Das Asus W2PC zählt zu den leichtesten und flachsten Exemplaren seiner Klasse. Und, um eines vorweg zu nehmen, auch zu den bestaussehendsten.

An der dicksten Stelle überhaupt von "dick" zu sprechen, wäre eigentlich vermessen, denn dort misst das Gehäuse gerade einmal 3,25 Zentimeter, vorne sind es sogar bloß 2,55 Zentimeter. Ein komplett aus gebürstetem Aluminium gefertiger Display-Deckel sowie ein vor Leichtmetall nur so strotzender Innenraum machen das filigran wirkende Notebook zu einer echten Schönheit. Im Design ist es weder auffällig geschweige denn protzig, dafür ein wahrer Meister des Understatements.

Asus W2PC im TestInhalt

Gut abgekürzt: HDMI, DVB-T & Co.

Schmuckstück

Nur laut wenn es sein muss

Brillantscharf, aber leuchtschwach

Perfektionisten-Touchpad und Qualitäts-Keyboard

Starke Leistung mit Vista-Problemen

Fazit

Technische Daten

Gut abgekürzt: HDMI, DVB-T & Co.

Nicht überall, wo Multimedia draufsteht, ist auch wirklich Multimedia drin. Auf das Asus W2PC trifft dies aber definitiv nicht zu. In Sachen digitaler Unterhaltung bietet es neben einem eingebauten TV-Empfänger für DVB-T noch fünf Lautsprecher sowie einen Subwoofer für satte Bässe. Doch damit nicht genug, hinzu kommen noch ein HDMI-Anschluss für HD-fähige Bildschirme und spieletaugliche Grafik aus dem Hause Ati. Als Sahnehäubchen gibt es ein ganzes Arsenal brauchbarer Audio- und Video-Schnittstellen.

Mehr Sein als Schein: Der Desktop-Ersatzist tatsächlich so edel wie er aussieht.

Ein Blick auf die umfangreiche Zubehörliste zeigt, dass man Standard besser woanders suchen sollte: Kopfhörer, TV-Antenne, kabellose Bluetooth-Maus von Logitech, hochwertige Tragetasche, Fernbedienung und gut sortierter Kabelsalat. Als Betriebssystem dient das effektvolle Windows Vista, als leistungsfähige Hardware-Grundlage ein Intel Core 2 Duo mit satten zwei Gigahertz. Zwar nicht offen für alles, aber zumindest für die wichtigsten Speichermedien ist der integrierte Kartenleser für SD, MMC und Memory Stick. Ein Brenner mit LightScribe versieht bei Bedarf die Oberseite von CDs und DVDs mit Text oder Grafik.

Schmuckstück

Wie das auf derselben Grundlage basierende Asus W2000V besticht auch das W2PC mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität. Geringe, absolut gleichmäßige Spaltmaße und hochwertig wirkende Materialien leisten dazu den entscheidenden Beitrag. Um das gesamte Chassis verläuft ein mattsilberner Rahmen, die Anschlüsse im unteren Teil werden dabei durch weiße Blenden hervorgehoben. Vier kreisrunde Nieten zieren das dunkle, anthrazitfarbene Interieur und zwischen den beiden Lautsprechergittern am vorderen Rand sitzt eine schwarz glänzende Leiste mit A/V-Schnittstellen und blauen Status-LED.

Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz

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Zur umfangreichen Ausstattung gehören ein HDMI-Anschluss für HD-fähige Bildschirme, spieletaugliche Grafik aus dem Hause Ati und ein ganzes Arsenal brauchbarer Audio- und Video-Schnittstellen.

Besonders gut gelang Asus die Gestaltung des Innenraums: Es beginnt beim Touchpad, dessen Tasten den Anschein erwecken, als seien sie einfach mit dem Laser herausgeschnitten worden. Auch die fünf Schnelltasten auf der rechten Seite liegen völlig plan und fügen sich nahtlos ins gebürstete Leichtmetall. Linker Hand geben vier schmale, blau beleuchtete Schlitze Aufschluss über Tastatur-Status und Festplattenaktivität.

Leider verfügt das Keyboard über keinen separaten Nummernblock, obwohl es die Platzverhältnisse bei geschickter Aufteilung sicherlich zugelassen hätten. Darüber befinden sich sieben unscheinbare Bedienelemente für die wichtigsten Aufnahme- und Wiedergabefunktionen, wobei die aufgebrachten Symbole aber nur äußerst schwer abzulesen sind. Selbst von unten betrachtet macht das W2PC eine gute Figur, denn dort umschließt ein chromfarbener Ring den Subwoofer und zwei silberne Standfüße stellen festen Kontakt mit dem Boden her.

Selbst beim Zubehör herrscht alles andere als Standard.

Nur laut wenn es sein muss

Bei normaler Umgebungslautstärke lässt der Desktop-Ersatz im Leerlauf nur wenig von sich hören und selbst bei konzentriertem Hinhorchen bloß ein leises, gleichmäßiges Grundrauschen erklingen. Unter starker Belastung, beim Spielen beispielsweise, steigt der Geräuschpegel deutlich hörbar an und erhält einen leicht hochfrequenten Unterton. Wirklich unangenehm werden die Lüfterrotationen jedoch nie. Nach dem Stresstest dauert es gerade einmal ein paar Sekunden, bis sich die Drehzahl wieder drastisch reduziert. Links neben der Tastatur sowie rechts neben dem Touchpad wird das Gehäuse lauwarm, während es sich unterhalb des Einschaltknopfs etwas stärker aufheizt.

Sofern gefordert, kann das W2PC auch einmal richtig laut werden. Dann nämlich, wenn die fünf Lautsprecher und der Subwoofer voll aufdrehen. Leider gilt hier: Je höher der Pegel, desto übersteuerter und schriller arbeiten die Klangkörper. Dafür klingen sie bei gemäßigter Lautstärke erheblich besser als bei den meisten Mittelklasse-Notebooks. Im optionalen Dolby-Modus "Pro Logic II" geht es leiser und weitgehend ohne unliebsame Untertöne zu, dafür schwankt die Lautstärke bei der Wiedergabe einer Audio-CD.

Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz

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Zur umfangreichen Ausstattung gehören ein HDMI-Anschluss für HD-fähige Bildschirme, spieletaugliche Grafik aus dem Hause Ati und ein ganzes Arsenal brauchbarer Audio- und Video-Schnittstellen.

Brillantscharf, aber leuchtschwach

Besonders gut gelingt dem 17-Zoll-Display die Schwarzdarstellung, außerdem sehen die Farben ungefähr so aus, wie man es erwartet. Eine schlichtweg brillante Vorstellung liefert die Schärfe bei Bildern und Schrift. Bei der Video-Wiedergabe fungiert die hochglänzende Oberfläche wiederum wie eine Art Weichzeichner und kaschiert gekonnt den gröbsten Teil fehlerhafter Pixelhaufen. Über das so genannte "Splendid Utility" und eine Taste rechts neben dem Keyboard wechselt das Farbschema in Sekundenschnelle und kann je nach Anwendung sogar die Darstellung verbessern.

Was den guten Eindruck noch stärker schmälert als die spiegelnde Oberfläche ist die geringe Helligkeit. Diese mag im Normalfall zwar noch ausreichen, doch ungünstige Lichtverhältnisse bringen sie schnell an die eng gesteckten Grenzen. Klar am Optimum vorbei schlittern die Farben, deren Homogenität zu den Rändern hin leidet, zudem erinnert Weiß mehr ein sehr helles Grau. Außerdem treffen dunkle Graustufen gerne ungewollt ins Schwarze, woran die geringen Helligkeitsreserven nicht ganz unschuldig sein dürften.

Perfektionisten-Touchpad und Qualitäts-Keyboard

Wie die Testerfahrung zeigte, zählt Asus zu den Notebook-Herstellern mit den besten Touchpads. Der Mausersatz des W2PC bildet da keine Ausnahme, sondern bestätigt die Regel eindrucksvoll: Enorm hochwertig und leise klicken die beiden Alu-Tasten. Das schwarz gepunktete Fingerfeld besticht durch einen nahezu perfekten Reibungswiderstand, anzusiedeln genau in der Mitte zwischen Geschwindigkeit und Präzision. Dabei lässt sich der vertikale Scrollbereich fast ebenso gut handhaben wie das radförmige Pendant einer normalen Computermaus.

Für gepflegtes Schreiben bietet die geräuscharme Tastatur eine ideale Grundlage, die Druckpunkte liegen weit oben an und punkten mit exakter Rückmeldung. Abgesehen von den im Vergleich zu einem gewöhnlichen PC-Keyboard etwas klein geratenen "Strg"- und "Alt"-Tasten sind die wichtigsten Funktionstasten schön groß dimensioniert. Schade nur, dass das üppige Platzangebot nicht für einen separaten Nummernblock genutzt wurde.

Der Mausersatz aus Alu arbeitet wertig und prägnant.

Starke Leistung mit Vista-Problemen

An der Leistungsentfaltung des W2PC gibt es herzlich wenig auszusetzen, dem Intel Core 2 Duo mit zwei Gigahertz sei dank. Zusammen mit einem Gigabyte Arbeitsspeicher und einer flotten Festplatte lässt es sich unter Windows Vista nie sonderlich lange bitten. In Sachen Prozessorleistung kann es locker mit dem fast eineinhalb Kilogramm schwereren Toshiba Qosmio G30 mithalten. Allerdings sind die ermittelten Messwerte der Spiele-Benchmarks unter Vorbehalt zu betrachten.

Zum Testzeitpunkt standen leider keine Ati-Treiber mit lauffähigem "Control Center" zur Verfügung, weshalb wir mit den standardmäßigen Windows-Treibern Vorlieb nehmen mussten. Daher war es nicht möglich, die sonst üblichen Einstellungen vorzunehmen, außerdem dürften daraus Geschwindigkeitsunterschiede resultieren. Dennoch reicht die damit erzielte 3D-Performance durchaus für einen aktuellen Ego-Shooter.

Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz

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Zur umfangreichen Ausstattung gehören ein HDMI-Anschluss für HD-fähige Bildschirme, spieletaugliche Grafik aus dem Hause Ati und ein ganzes Arsenal brauchbarer Audio- und Video-Schnittstellen.

Fazit

Genau genommen legt das Asus W2PC die Messlatte für andere Notebook-Hersteller nicht höher, sondern niedriger. Denn an dem geringen Gewicht und der flachen Bauweise können sich die meisten anderen 17-Zoll-Modelle getrost ein Beispiel nehmen. Materialanmutung und Verarbeitungsqualität lassen sich in nur einem Wort zusammenfassen - edel. Leider wird die Display-Helligkeit weder dem hohen Preis von mindestens 2.100 Euro noch dem verdienten Anspruch eines mobilen Alleinunterhalters wirklich gerecht. Bei der Akku-Laufzeit mimt das Leichtgewicht wieder ganz den Desktop-Ersatz: Bei gerade noch vertretbarer Helligkeit sind gerade einmal zwei Stunden drin. Wer weitere 500 Euro locker machen kann, bekommt auch eine bessere Ausstattungsvariante des W2PC inklusive HD DVD-Laufwerk.

Award: Asus W2PC im Test

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Kommentare zu diesem Artikel

Leicht ist relativ. Ein 3,3 Kilogramm schweres Notebook lässt zunächst sicherlich auf ein gewichtiges Mittelklasse-Modell schließen, das etwas zu viel angesetzt hat. Doch weit gefehlt. In Wirklichkeit handelt es sich um einen vollwertigen PC-Ersatz mit großem 17-Zoll-Display. Das neue Asus W2PC zählt zu den leichtesten Exemplaren seiner Klasse. Und, um eines vorweg zu nehmen, auch zu den bestaussehendsten.

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Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz
Leicht ist relativ. Ein 3,3 Kilogramm schweres Notebook lässt zunächst sicherlich auf ein gewichtiges Mittelklasse-Modell schließen, das etwas zu viel angesetzt hat. Doch weit gefehlt. In Wirklichkeit handelt es sich um einen vollwertigen PC-Ersatz mit großem 17-Zoll-Display. Das neue Asus W2PC zählt zu den leichtesten Exemplaren seiner Klasse. Und, um eines vorweg zu nehmen, auch zu den bestaussehendsten.
http://www.netzwelt.de/news/75260-asus-w2pc-test-leichtgewichtiger-pc-ersatz.html
2007-03-13 17:10:00
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Asus W2PC im Test: Leichtgewichtiger PC-Ersatz