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22.03.2007
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Wie Flash-Speicher PCs leiser, schneller und stromsparender macht

CeBIT 2007: Grandmaster Flash - Mehr Speed und Festplatten-Geflüster

Grafikkarten

Im so genannten "Non-Volatile-Cache" oder "NV-Cache", sprich dem Flash-Speicher, werden die Festplatten-Sektoren abgelegt, die für das Booten oder "Wecken" des Betriebssystems notwendig sind. Da die Festplatte deshalb nicht erst ihre Magnetscheiben auf Drehzahl bringen sowie ihre Lese- und Schreibköpfe ausrichten muss, fährt der Rechner schneller hoch und erwacht früher aus seinem Ruhezustand. Gleichzeitig spart der NV-Cache auch Strom und sorgt somit für höhere Notebook-Laufzeiten, da der mechanische Teil länger in den niedrigeren Energie-Zuständen verweilen kann.

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Seagate sieht erste Hybrid-Festplatten in PCs bereits Ende 2007.
Das erste eigene Notebook-Laufwerk heißt Momentus 5400 PSD.

Fujitsu-Siemens: Voll-Flash für Notebooks und Tablet-PCs

In den USA hat Computer-Hersteller Fujitsu-Siemens bereits erste Geräte mit reinen Flash-Festplatten vorgestellt. Hierzulande sollen zunächst das nur ein Kilogramm leichte Business-Notebook LifeBook Q2010 sowie die Tablet-PCs der Stylistic-Serie eine entsprechende Option erhalten. Genau Preise nannte das Unternehmen gegenüber netzwelt nicht, aber ein Schnäppchen werden die schnelleren und sichereren SSDs aus dem Hause Fujitsu mit Sicherheit nicht. Noch befinden sich die Mobilrechner für den deutschen Markt in der Testphase. Dabei ist es jedoch keineswegs auszuschließen, dass später auch weitere Geräte folgen werden.

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Fujitsu-Siemens: Neben dem LifeBook Q2010 soll
auch die Stylistic-Serie eine Flash-Option erhalten.

Intel: Flash-Festplatten und Turbo Memory

Inzwischen hat sogar Chip-Gigant Intel das Potenzial der Flash-Festplatten für sich entdeckt: "Wenn wir nicht glauben würden, dass sie bezahlbar sein können, würden wir nicht einsteigen. Wir wissen, dass wir spät sind, dennoch sind wir der Meinung, dass unsere Produktionskapazität und auch unsere Technologie es uns erlauben wird, in dem stark wachsenden Markt zu bestehen", sagt Hans-Jürgen Werner, Intels Leiter für Unternehmenskommunikation.

Allerdings hat man noch eine andere Flash-Lösung auf Lager, und zwar in Form einer kleinen Steckkarte für Notebooks: "Diese Produkte sind nicht zu verwechseln mit Intel Turbo Memory, das wir hier auf der CeBIT vorstellten. Dabei handelt es sich um eine Lösung für Notebooks, die zwar auch auf Flash-Technologie basiert, aber dennoch ganz anders genutzt wird. Hier geht es darum Anwendungen, die der Nutzer oft nutzt schnell zu laden und ablaufen zu lassen ohne dabei mehr, sondern sogar weniger Energie zu verbrauchen."

"Daneben beschleunigt Turbo Memory den Weg vom Ruhezustand zurück zur Arbeitsumgebung, auch das Booten wird um circa 20 Prozent schneller. Da die Daten im Flashspeicher liegen, wird die Festplatte seltener genutzt. Als Resultat geht es schneller, Anwendungen stehen bei Mausklick zur Verfügung und doch spart man dabei Energie. Die Batterie lebt länger. Es wird von Readyboost und Readydrive für Windows Vista unterstützt. Die Intelligenz für Intel Turbo Memory liegt in einer kleinen Schaltung, die Teil der Mini-PCI-Karte ist, und im Treiber. Er analysiert das Verhalten des Nutzers und passt sich dessen Verhalten an, damit sichergestellt wird, dass immer die vielgenutzten Anwendungen bereitstehen."

Fazit

Im Grunde sind die hohen Preise das Einzige, was die Solid State Disk noch von ihrem Siegeszug abhält. Sie ist stromsparender, härter im Nehmen und in bestimmten Bereichen deutlich schneller als eine gewöhnliche Festplatte. Leistungsmäßig ist die Flash-Festplatte aber noch lange nicht an ihren Grenzen angelangt. Speziell für SSDs angepasste Schnittstellen wären hier der nächste logische Schritt, da sich die derzeitige Nutzung gängiger Festplatten-Elektronik irgendwann als Flaschenhals erweisen dürfte. Bis reine Flash-Geräte mit ausreichend Speicherplatz endlich bezahlbar sind, versprechen Hybrid-Festplatten bereits jetzt echte Vorteile für nur eine Handvoll mehr Euro.


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