Wie Flash-Speicher PCs leiser, schneller und stromsparender macht
CeBIT 2007: Grandmaster Flash - Mehr Speed und Festplatten-Geflüster
Grafikkarten
Eigentlich passt eine normale Festplatte gar nicht mehr ins Digitalzeitalter. In einem PC ist sie neben dem DVD-Laufwerk die einzige Hardware-Komponente, die noch mechanisch arbeitet: Eine oder mehrere Magnetscheiben drehen sich mit bis zu 15.000 Umdrehungen pro Minute und ein Schreib-Lese-Kopf rast in atemberaubender Geschwindigkeit von einer Rille zur nächsten. Obwohl bereits flüsterleise Laufwerke auf dem Markt sind, völlig lautlos arbeitet keines, außerdem quittieren sie starke Erschütterungen gerne einmal mit Datenverlust. Nicht mehr lange, denn die Flash-Festplatte steht schon in den Startlöchern.
SSD lautet das Zauberwort, die Kurzform für die so genannte "Solid State Disk". Eine solche SSD besteht allein aus Speicherchips und besitzt keine mechanischen Teile, ist demnach weniger anfällig für Stöße oder Vibrationen, die eine gewöhnliche Festplatte ganz schön durcheinander bringen können. Außerdem verbrauchen sie um ein Vielfaches weniger Strom. Ein anderer Ansatz sind "Hybrid-Festplatten", welche die Vorteile beider Welten, sprich von Magnet- und Flash-Speicher, unter einen Hut bringen. Bei netzwelt erfahren Sie, was die Hardware-Hersteller in Sachen SSD so alles zu bieten haben.
Inhalt
- Adtron: 160 Gigabyte Flash-Speicher
- SuperTalent: PC-Festplatte mit 128 Gigabyte
- SanDisk: 350 Dollar für 32 Gigabyte
- Samsung: Doppelter Einsatz
- Seagate: Vorerst nur Hybrid-Festplatten
- Fujitsu-Siemens: Voll-Flash für Notebooks und Tablet-PCs
- Intel: Flash-Festplatten und Turbo Memory
- Fazit
Adtron: 160 Gigabyte Flash-Speicher
Aus dem Hause Adtron stammt die derzeit größte, ausschließlich aus Flash-Speicher bestehende Festplatte. Im gängigen Notebook-Format von 2,5 Zoll bringt sie es auf satte 160 Gigabyte und es gibt sie sowohl mit älterem IDE- als auch modernem Serial-ATA-Anschluss. Mit einer durchschnittlichen Transfergeschwindigkeit von 70 Megabyte pro Sekunde für den Lese- und Schreibvorgang markiert sie den derzeitigen Bestwert. Nach Angaben des US-Hersteller sind die eigenen "Flashpaks" ihren betagten Verwandten schon jetzt in puncto Zuverlässigkeit und Performance überlegen.

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Adtron: Flash-Festplatten bis 160 Gigabyte
Speicher und S-ATA-Anschluss (Klick vergrößert).![]()
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SuperTalent: PC-Festplatte mit 128 Gigabyte
Was die Kapazität angeht, ist SuperTalent seiner Konkurrenz dicht auf den Fersen. Im April diesen Jahres wird unter anderem eine SSD mit immerhin 128 Gigabyte Speicher für Computerhersteller und Wiederverkäufer verfügbar sein. Ausschließlich für die Serial-ATA-Schnittstelle, dafür in der für PCs üblichen 3,5-Zoll-Bauweise. Auch hier wird nicht mit Superlativen gegeizt: Im Leerlauf verbrauche eine Solid State Disk sage und schreibe 95 Prozent weniger Strom, im Betrieb immer noch etwa 85 Prozent. Das kommt zum einen der Akkulaufzeit von Notebooks zugute, andererseits sinkt gleichzeitig aber auch die Wärmeentwicklung und die Flash-Festplatte arbeitet absolut lautlos.

Im April bringt SuperTalent eine flash-basierte
PC-Festplatte mit 128 Gigabyte (Klick vergrößert).![]()
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SuperTalent bietet seine SSDs mit einem leichten Plastik- sowie einem stabilen Aluminium-Gehäuse an, wobei das Gewicht in beiden Fällen unter dem einer herkömmlichen Festplatte liegen soll. Trotz der klaren Vorzüge des Flash-Speichers lässt man es sich allerdings nicht nehmen, auch auf die Nachteile hinzuweisen. So reiche etwa die Schreib- und Lese-Leistung der SSD bei großen Datentransfers noch nicht an die der mechanischen Magnet-Laufwerke heran. Dieses Defizit ist jedoch keineswegs bauartbedingt, sondern in erster Linie auf den verwendeten Controller zurückzuführen, der noch einige Performance-Reserven in petto hat.
SanDisk: 350 Dollar für 32 Gigabyte
Als einer der Vorreiter in Sachen Flash-Speicher will SanDisk natürlich auch das ein oder andere Wörtchen mitreden, wenn es um die nächste Generation der Festplatte geht. Neben den Kapazitätsrekorden von Adtron und SuperTalent wirken die vorgestellten 32 Gigabyte zwar etwas mager, dürften dafür deutlich günstiger ausfallen. In großen Stückzahlen kostet eine einzelne SSD dennoch satte 350 US-Dollar. Umgerechnet ergibt das einen Preis von über acht Euro pro Gigabyte, während die preiswertesten Angebote an gewöhnlichem Festplattenspeicher bei derzeit nicht einmal 25 Cent liegen.
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