Bessere Druckergebnisse durch das richtige Papier

Fotopapier für hochwertige Bildausdrucke

Leichte Abstriche muss man bei Recycling-Papier unter Umständen jedoch bei der Qualität machen. Bei Tintendruckern hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass wiederverwertetes Papier etwas saugfähiger ist und die Tinte darauf schneller zerfließt. Moderne Tinte trocknet jedoch schneller und dringt nicht mehr so tief in das Papier ein, was diesen Effekt etwas mindert. Für besonders hochwertige Ausdrucke sollte als Alternative zum Recycling-Papier umweltbewusst hergestelltes, neues Papier benutzt werden. Durch den Verzicht auf Chlor beim Bleichen ist auch bei einigen Nicht-Recycling-Papiersorten die Umweltbelastung deutlich gesunken.

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Für hochwertige Ausdrucke von Bildern bieten viele Hersteller von Druckern spezielles Fotopapier, genau abgestimmt auf ihre Druckerpatronen und Toner an. Fotopapier besitzt eine spezielle Schutzschicht, die den ausgedruckten Bildern ein edles Aussehen (matt oder hochglanz) und vor allem einen Schutz vor dem Ausbleichen der Farben bieten soll. Auf normalem Papier ausgedruckte Bilder und Grafiken verbleichen nach einer Weile durch chemische Reaktionen der getrockneten Tinte mit Ozon sowie UV-Strahlen. Grundsätzlich kann man bei Fotopapier zwei Arten von Papiersorten unterscheiden: Zum einen Papier mit einer porösen Beschichtung, zum anderen Papier mit einer quellenden Oberfläche.

Fotopapier mit einer porösen Beschichtung besitzt eine mikroporöse Schicht auf der zu bedruckenden Seite, welche die Tinte sofort aufnimmt und "einschließt". Beim Drucken verschwindet die Tinte sofort von der Papieroberfläche, ein Verschmieren der Farben beim Ausdruck oder danach ist damit ausgeschlossen. Leider kann die Druckertinte durch Ozon immer noch angegriffen werden, auch wenn sie in der Schutzschicht eingebettet ist. Die Folge: Das gedruckte Bild verblasst im Vergleich mit quellendem Fotopapier schneller.

Dieses ist nämlich wesentlich resistenter gegen das Gas aus unserer Erdatmosphäre. Bei quellendem Fotopapier wird die Tinte beim Druck zunächst auf die Papieroberfläche aufgetragen und bleibt (anders als bei einer porösen Beschichtung) auch noch einige Stunden oder gar Tage dort. In dieser Zeit quillt die hauchdünne Oberfläche des Fotopapiers auf und schließt erst nach und nach die Tinte darauf ein. Wird während dieser Zeit versehentlich die Oberfläche des Papiers berührt, kann das darauf gedruckte Bild schnell verwischen. Der Vorteil an quellendem Fotopapier: Ist die Quellschicht erst einmal getrocknet, bietet sie einen wesentlich besseren Schutz vor dem Ausbleichen als die oben beschriebene poröse Beschichtung.

Ob das gekaufte Fotopapier von der einen oder anderen Art ist, steht meist nicht direkt auf der Verpackung geschrieben. Fotopapier mit dem Aufdruck "instant dry" oder "sofort trocken" hat jedoch meist eine poröse Beschichtung. Mit einem einfachen Trick kann man mit seinem Daumen feststellen, um welche Papiersorte es sich handelt: Gleitet der Daumen bei etwas Druck ohne Widerstand über die Oberfläche des Papiers, handelt es sich meist um quellendes Papier. Bremst das Papier den Daumen stark ab, besitzt es eine poröse Beschichtung.

Druckerpapier richtig lagern

Egal ob Foto-, Recycling-, Billig- oder Qualitätspapier: Nach Möglichkeit sollte man beim Lagern von Papier ein paar grundlegende Regeln beachten. Denn falsch gelagertes Papier kann verstaubt, zu feucht oder zu trocken sein. Richtig gelagertes Papier erhöht die Druckqualität und beugt Papierstau und Verschleiß bei Druckern und Kopierern vor. Deshalb: Papier nach Möglichkeit in kühlen Räumen bis maximal Zimmertemperatur lagern, immer im geschlossenen Karton und nicht im Freien aufbewahren und den Papiervorrat der nächsten Tage nach Möglichkeit neben den Drucker oder Kopierer legen.

So hat das Papier die Möglichkeit, die Temperatur und vor allem die Luftfeuchtigkeit der späteren Verarbeitungsumgebung anzunehmen. Bei zu niedriger Papierfeuchtigkeit kann es zu einer unvollständigen Tonerübertragung kommen und das Papier wellt sich nach der Tintenauftragung. Bei zu niedriger Papierfeuchtigkeit kommt es hingegen zu einer statischen Aufladung des Papiers, was die einzelnen Blätter zusammenhaften lässt - Papierstau ist dabei vorprogrammiert. Zudem kann es zu einer unscharfen Bildqualität kommen.

Mit wenigen Handgriffen kann man so auch bei weniger hochwertigem Papier zeitraubende Papierstaus und teils teure Wartungsarbeiten zumindest eindämmen - und vor allem nicht immer dem Drucker oder Kopierer die Schuld an misslungenen Ausdrucken geben.

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