Druckfrische Druckreife: Leere Patronen selber auffüllen

Die Tintenkammer des Schreckens

Manche Firmen bauen noch eine Art Schutzdeckel auf die Patrone, die dem Nachfüllen im Wege steht. Dieser muss im Fall von HP oder Lexmark daher meistens mit Schraubstock, Zange oder Messer abgelöst werden, bevor die Patrone angebohrt werden kann. Nach dem Auffüllen ist es dann essentiell, dass der Deckel nur leicht aufgesetzt und mit einem Klebeband fixiert wird - Luft muss nachströmen können, damit sich kein zu großer Unterdruck aufbaut.

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Zweikammersysteme kommen hauptsächlich bei Canon vor und haben zudem den Vorteil, so gut wie immer transparent zu sein. Die gängige Technik ist hier, die Tintenkammer anzubohren und die Tinte einzufüllen. Jetzt ist Wartezeit gefragt, bis sich die Tinte in den Schwamm gesaugt hat. Der Rest der Tintenkammer kann jetzt endgültig aufgefüllt werden. Problem an der Sache: Das Bohrloch muss abgedichtet werden, damit die Tinte nicht ausläuft. Heißkleber oder Klebeband erweisen sich hier nicht immer als zuverlässig und geben der Patrone zudem eine gehörige Portion Heimwerker-Charme.

Die bessere, wenn auch schwierigere Methode ist daher, auf der Seite der Schwammkammer ein Loch zu bohren - und zwar möglichst tief unten. Beim Bohrvorgang sollte der Schwamm allerdings besser nicht beschädigt werden, Vorsicht ist also geboten. In das Loch kann jetzt die Kanüle eingeführt und durch die Öffnung zwischen beiden Kammern bis in die Tintenkammer geführt werden, wo die Tinte wie im anderen Beispiel eingefüllt wird. So muss das Loch später nicht geschlossen werden, weil der Schwamm die Tinte zuverlässig aufsaugt, bevor diese austreten kann.

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Spritze
Bei Refills sollte die Spritze vorsichtig verwendet werden.

Einziger Nachteil: Die Kanülen der Refill-Sets sind für diese Technik oft zu kurz. Ein Verkaufsgespräch mit dem Apotheker des Vertrauens sollte aber helfen - 50 Millimeter Länge genügen vollkommen, bei der Gelegenheit sind vielleicht auch noch ein paar Ersatzspritzen drin. Der Füllvorgang sollte mindestens eine halbe Minute pro Kammer dauern, um Luftblasen zu vermeiden. Danach sollte die Patrone vor dem ersten Ausdruck ohne Bodenkontakt in Druckposition platziert werden, damit sich die Tinte gleichmäßig verteilen kann und eventuell austropfende Tinte nicht den Drucker beschädigt.

Druckausgleich für besseren Druck

Einkammersysteme sind relativ einfach nachzufüllen: Der Großteil von Patronen hat bereits eine kleine Öffnung, die dem Druckausgleich dient und verhindert, dass beim Austreten von Tinte nach und nach ein Vakuum in der Patrone entsteht. Solche Öffnungen können weiter aufgebohrt und dann mit der Tinte befüllt werden. Wichtig: Handelt es sich um eine Farbpatrone, sollte jede Farbe mit einer eigenen Spritze befüllt werden, um Farbmischungen und schlechte Ausdrucke zu vermeiden. Alternativ sollte die Spritze für die nächste Farbe mit warmem Wasser ohne Seife gereinigt werden.

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