So kommt die Tintenfülle in die Markenhülle
Druckfrische Druckreife: Leere Patronen selber auffüllen
Wer seine Dokumente nicht nur in digitaler Form vorliegen haben, sondern auch in der Hand halten will, sollte kalkulieren: Zwar bekommt man die Drucker mittlerweile fast schon geschenkt, die Preise für Patronen steigen dafür unaufhaltsam. Der Trend geht daher hin zum Selbertanken, Nachfüllsets zu weit günstigeren Konditionen werden immer attraktiver. Worauf beim Befüllen zu achten ist und welche Techniken Erfolg versprechen, hat netzwelt zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
- 1ReINKarnation: Neues Leben für alte Patronen
- 2Wie beim Zahnarzt: Erst bohren, dann Füllung rein
- 3Die Tintenkammer des Schreckens
- 4Druckausgleich für besseren Druck
- 5Markenfixiert: Firmenexklusives Patronendesign
- 6In der Tinte: Patronen-Chips überlisten
- 7Fazit: Anfangs mehr für Abenteurer als Sparfüchse
ReINKarnation: Neues Leben für alte Patronen
Anstatt immer wieder neue Markenpatronen zu kaufen, kann es lohnenswert sein, die vorhandenen einfach nachzufüllen. Viele Hersteller bieten dafür im Internet spezielle Refill-Sets an. In diesen Paketen enthalten sind neben der Tinte meist eine Spritze mitsamt Kanüle und Material zum Abdichten. Hochwertige Sets legen auch einen kleinen Handbohrer bei, der sich um ausreichend große Löcher kümmern soll.
Sparfüchse sollten dennoch nicht auf Universaltinte zurückgreifen, die langfristig dem Drucker mehr schadet als nützt - die nachgekaufte Tinte sollte explizit für die eigenen Patronen ausgelegt sein. Empfehlenswerte Hersteller von solchen Refill-Sets gibt es in der Linkbox am Ende des Artikels.
Wie beim Zahnarzt: Erst bohren, dann Füllung rein
Alle Methoden zum Nachfüllen erfordern auf einen Nenner gebracht Folgendes: Die leere Patrone wird an einer bestimmten Stelle angebohrt und die Nachfülltinte wird mit einer Spritze in die Tintenkammer befördert. Damit enden größtenteils allerdings auch die Gemeinsamkeiten, denn je nach Hersteller und Produktionsjahr unterscheiden sich die nötigen Handgriffe teilweise drastisch. Ein grundsätzlicher Rat: Wer versucht, mehr als die vorgegebene Menge an Tinte in die Patrone zu bekommen, macht langfristig den Drucker kaputt. Einzig bei komplett leergesaugtem Schwamm in der Patrone sind drei bis fünf Milliliter mehr Tinte möglich.
Es ist sinnvoll, die unterschiedlichen Arten des Patronenaufbaus in das ältere Zweikammersystem und das aktuelle Einkammersystem aufzuteilen. Während Erstere eine eigene Vorratskammer für die Tinte verwenden, die bei Bedarf in die zweite Kammer läuft und dort von einem Schwamm aufgenommen wird, ist beim Einkammersystem bereits die Tinte mitsamt Schwamm zusammengeführt. Der Schwamm saugt eine bestimmte Menge Tinte auf und gibt diese dann deutlich langsamer und kontrollierter an den Druckkopf ab, als eine normale Fließbewegung realisieren könnte.


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