WiFi-Router La Fonera im Test
Fazit: Für die eigene Sicherheit sorgen
Grenzen des FON-Modells
Das Alien sollte es eigentlich besonders einfach haben: Vor der Reise FON-Hotspots heraussuchen, ankommen, einloggen, zahlen, glücklich sein. Das mag bei Bill auch meistens funktionieren. Wenn Bill ein eigenes Café oder ähnliches betreibt, wird es auch kaum an Sitz- oder Parkmöglichkeiten mangeln. Linus dagegen ist ein potentieller Wackelkandidat, der seine La Fonera an unmöglichen Orten aufstellen könnte, sodass Bills und Aliens reihenweise beim Login-Versuch verzweifeln.
Dieses Phänomen könnte zum Beispiel auftreten, wenn Linus ein ängstlicher Mensch ist, der schlechte Erfahrungen mit Bandbreitenblockierern, Angreifern oder illegalen Filesharern gemacht hat oder befürchtet. Ein anderer Typ Linus könnte seinem Namensgeber nicht gerecht werden und wenig vom Teilen halten. Weiterhin könnten sowohl Bill als auch Linus Probleme mit ihren Internet-Anbietern bekommen. Besonders Bill muss sich als kommerzieller Hotspot-Betreiber in Acht nehmen.
La Fonera
Selbst verschuldet: Eine falsch eingegebene URL verursachte diese nette Fehlermeldung.
Die Konfigurationsoberfläche der La Fonera. Sämtliche Sicherheitseinstellungen sollten lieber hier als per Fernwartung vorgenommen werden. Uneingeschränkten Zugriff hat der FON-Server dennoch.
Oops - Fehlermeldung beim Ansurfen der User-Zone auf der FON-Seite über Firefox (Kein Problem für Opera).
Per Fernadministration auf fon.com können Bill und Linus steuern, wieviel Bandbreite sie den Foneros überlassen wollen.
Äußerlich scheint La Fonera kaum mehr als ein kleiner Access-Point zu sein. Mit integrierter Firewall und der Möglichkeit, selbstständig eine Verbindung über ein DSL-Modem aufzubauen, läuft sie auch als Mini-Router.
Ein Teil der Startseite der La Fonera. Hier können Bill und Linus eingeschränkt eigene Inhalte zur Verfügung stellen. Die Webadresse ist bis auf Downloads und externe Links für jedermann nutzbar.
Kein Stern im Walk of Fame, sondern ein Aufkleber von etwa 15 Zentimetern Durchmesser, mit dem der Fonero seinen Hotspot kennzeichnen kann.
Die Rückseite der La Fonera: Neben Strom- und LAN-Anschluss findet sich noch eine kleine abnehmbare Antenne an der Rückseite des Geräts.
Für Internet-Provider 1&1 ist die Sache klar: Linus und Bill bekommen keine Rückendeckung. "Eine Nutzungsüberlassung des DSL-Anschlusses an fremde und gegebenenfalls anonyme Dritte ist im Rahmen von Geschäftsmodellen wie fon.com für die 1&1 DSL-Flatrate nicht zulässig," weiß Senft. "Die Bereitsteller eines WiFi Spots dürften sich rechtlich als Telediensteanbieter betätigen, was gravierende rechtliche Konsequenzen für eine Privatperson hat."
Die Idee des privat-kommerziellen WLAN-Netzwerks liegt ganz im Sinne von freier Information und Internet-Zugang für jedermann. Preise und Hotspot-Abdeckung sprechen für sich. Dass jemand mit der Bereitstellung der Community-Plattform Geld verdient, ist ebenso in Ordnung. In puncto Sicherheit ist das FON-Netzwerk aber noch ausbaufähig. In den genannten Einzelfällen scheinen die FON-Macher sich auf das Reagieren zu beschränken, anstatt frühzeitig auf Vorwarnungen und Ankündigungen einzugehen.

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