Luftiges WLAN-Sharing von FON

Netzwerk: WiFi-Router La Fonera im Test

Vorbei ist es mit der Suche nach Internetcafés in der fremden Stadt. Auch das Geld für den kommerziellen Hotspot-Betreiber kann sich der technisch gut ausgestattete Reisende sparen: Während anderswo drei Euro für einige Minuten fällig werden, bietet FON ganze 24 Stunden Nutzungszeit für den gleichen Betrag. Gratis geht es auch - mit entsprechender Gegenleistung. Um die Sicherheit muss sich jeder Fonero aber selbst kümmern.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1 Netzwerk- und Geschäftsmodell: Zahlen, Teilen und Herrschen
  2. 2FON-Hotspots in der Kölner Innenstadt (Klick vergrößert)
  3. 3Installation: Ein bisschen Hardware
  4. 4Einrichtung: Offene Persönlichkeit
  5. 5Sicherheitsbedenken
  6. 6Angreifer vor Ort: Verschlüsselung und DMZ
  7. 7Externe Angreifer
  8. 8Fazit: Für die eigene Sicherheit sorgen

Um das FON-Netzwerk nutzen zu können, muss sich der Interessent erst einmal als Fonero registrieren - so betitelt FON seine Nutzer. Danach darf er sich als Mitglied der größten WLAN-Community fühlen, denn weltweit gibt es laut Auskunft von FON etwa 320.000 Foneros. Über 100.000 Hotspots stehen der Gemeinschaft zur Verfügung, davon mehr als 15.000 in Deutschland. Betreiber der Hotspots sind die Foneros selbst.

Inhalt

Netzwerk- und Geschäftsmodell: Zahlen, Teilen und Herrschen

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Der frisch gebackene Fonero hat nach Festlegung seines Standortes die Wahl zwischen drei Nutzerprofilen: Alien, Bill und Linus. Das Alien betreibt keinen eigenen Hotspot und zahlt für jeden Nutzungstag drei Euro via PayPal. Innerhalb dieses Zeitraumes kann das Alien jeden beliebigen Zugangspunkt des Netzwerkes nutzen. Die Zugangspunkte sind kleine WLAN-Geräte mit dem Namen La Fonera, die Bill und Linus an ihre Breitband-Anschlüsse anstöpseln.

Sowohl Bill als auch Linus betreiben ihren Hotspot nicht uneigennützig: Bill spielt den Geldvorteil aus und lässt sich einen Anteil des Betrages auszahlen, den Aliens an seinem Gerät buchen. Das sind derzeit 50 Prozent abzüglich Steuern. Linus kümmert sich nicht um Geld: Er erhält für die Bereitstellung von Bandbreite und WLAN kostenlosen Zugriff auf alle FON-Hotspots. Bill dagegen wird unterwegs zu einem zahlenden Alien.

FON-Hotspots in der Kölner Innenstadt (Klick vergrößert)

Der Vierte im Bunde ist FON: Für Entwicklung sowie Bereitstellung von Plattform und Infrastruktur kassiert der Betreiber erst einmal alle von den Aliens verursachten Umsätze. Hat das Alien am Bill-Hotspots gebucht, gibt FON den entsprechenden Anteil an den jeweiligen Bill weiter. Sobald das Nutzerkonto ein Guthaben von mehr als 30 Euro oder Dollar aufweist, wird Bill via PayPal ausbezahlt. Linus geht leer aus, surft als Gegenleistung aber gratis. Auf gut neudeutsch: Ein finanzielles Win-Win-Szenario für alle Beteiligten.

Installation: Ein bisschen Hardware

Eine La Fonera lässt sich das von Google und eBay finanzierte Unternehmen rund 40 Euro kosten. Über gelegentliche Sonderangebote oder Freundschaftswerbung kann das wie ein typischer Access-Point aussehende Gerät auch günstiger oder sogar gratis bezogen werden. Sobald Bill oder Linus die La Fonera nach derzeit zwei- bis vierwöchiger Wartezeit erhalten hat, braucht er diese nur noch hinter Breitband-Modem oder Router zu klemmen. Eine mehrsprachige, nicht immer sauber formulierte Kurzanleitung sowie das nötige Zubehör liegt bei.

Das Gerät verhält sich bei der Installation recht unkompliziert: Wenn Strom und Netzwerk angeschlossen sind, kommuniziert La Fonera sofort mit der Zentrale, um die Verfügbarkeit von Netz, FON-Service und Firmware-Updates zu checken. Dieses Spiel wird stündlich wiederholt, damit FON den Betrieb der Hotspots sicherstellen kann: Offiziell sind Linus und Bill dazu verpflichtet, den Hotspot betriebsbereit zu halten, 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche.

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