Bittorrents Download-Store im Test

Gefangen im DRM-Wirrwarr

Nachdem der Download auf der Festplatte gelandet ist, muss der eigene Computer erst einmal zur Wiedergabe autorisiert werden. Im Test klappte dies wunderbar über die Lizenz-Funktion des Windows Media Players. Dennoch weigert sich das Programm, die gekaufte Serien-Folge wiederzugeben.

Werbung

Stattdessen wird man auf eine Microsoft-Webseite verwiesen, die einen kryptischen Fehler-Code mit einer Vielzahl von Ursachen zu erklären versucht. Sehr verwirrend. Also schnell eine E-Mail an Bittorrent schicken. Die Firma antwortet darauf mit einem Standard-Text: "Danke für ihr Feedback. Wir werden darauf möglicherweise antworten." Möglicherweise. Aha.

Zwei Stunden später findet sich dann im Bittorrent-Hilfebereich eine allgemein gehaltene Antwort zu dem Problem. Schuld sei das DRM-System, das bei älteren Video-Treibern seinen Dienst verweigere. Wer seinen gekauften Film dennoch abspielen wolle, müsse einfach nur einen Treiber installieren, der weniger als zwei Jahre alt sei. Gute Idee. Dummerweise ist der neueste Video-Treiber für das zugegebenermaßen schon etwas betagtere Testsystem knapp vier Jahre alt. Der Bildschirm bleibt damit schwarz.

Fazit: Nicht attraktiv genug

Natürlich könnte man solche Unzulänglichkeiten als Geburtswehen abtun. Doch restriktive Kopierschutz-Bestimmungen sorgen nicht eben dafür, P2P-Nutzer zum Zücken ihrer Kreditkarte zu bringen - selbst wenn das Abspielen der Filme irgendwann einmal klappen sollte.

Gleichzeitig ist das Angebot qualitativ auch nicht besser als die Download-Shops der Konkurrenz. Ein netter Bonus eines P2P-basierten Systems wär ein reichhaltiges HD-Repertoire. Doch Bittorrent hat gerade einmal drei kostenpflichtige Reise-Reportagen im Angebot. Filmfans werden der Plattform damit enttäuscht den Rücken zuwenden - und ihr Glück vermutlich doch lieber bei The Pirate Bay & Co. versuchen.

Forum

Eigenen Kommentar schreiben