iTunes-Alternative vorgestellt
aTunes: Durchdachte Musikplayer-Alternative im Test
Christoph Scholl
Es muss nicht immer iTunes, Winamp oder der erst halb aus dem Ei geschlüpfte Songbird sein: Wer Musik auf dem PC abspielen und verwalten will, kann dies genauso gut mit einigen eher exotischen Freewareprogrammen machen, die ihren beliebten und verbreiteten Kollegen jedoch in nichts nachstehen. Seit August letzten Jahres ist mit aTunes ein ambitionierter Open Source-Player im Netz verfügbar, der uns im netzwelt-Kurztest mit soliden Basisfunktionen, einer netten Oberfläche und vor allem zahlreichen pfiffigen Features rund um das Abspielen und Verwalten von Musikdateien überrascht hat.
Die relativ junge Software, die erst seit wenigen Monaten zum Download im Internet bereit steht, ist mittlerweile in der Version 1.5 für die Betriebssysteme Windows und Linux erhältlich. Voraussetzung für die Installation des gut sieben Megabyte kleinen Players ist die Java Runtime Engine, welche zuvor auf dem Rechner aufgespielt werden muss. Ist dies geschehen, geht die Installation der Musik-Software schnell von der Hand. Nach wenigen Mausklicks ist das Programm installiert und eingerichtet.
Insgesamt fünf Sprachen, darunter auch Deutsch, werden von aTunes unterstützt, weshalb sich auch weniger erfahrene PC-Nutzer schnell in der Software zurechtfinden. Die Oberfläche ist logisch und übersichtlich aufgeteilt und kann über verschiedene Themes in ihrem Aussehen angepasst werden. In der linken Bildschirmhälfte befindet sich eine Übersicht aller Künstler und Titel der Songs auf der Festplatte. Diese können auf verschiedene Art und Weise sortiert und gefiltert werden.
Durchdachte Oberfläche und spartanischer Player
Eine Suchfunktion fehlt dabei ebenso wenig wie ein kleines, internes Bewertungssystem, mit dem sich besonders gute Songs, Alben und Künstler hervorheben lassen. Tags werden selbstverständlich auch unterstützt und können mit aTunes ergänzt oder verändert werden. Dabei unterstützt die Software ID3-Tags in den Versionen 1, 1.1 und 2 sowie Reads Ogg bei Ogg Vorbis-Dateien.

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Aufgeräumt und übersichtlich: aTunes (Klick vergrößert)
Der eigentliche Musikplayer der Software ist verhältnismäßig unspektakulär und eher spartanisch ausgestattet: Lediglich MP3- und Ogg Vorbis-Dateien können mit dem Player abgespielt werden. Multitalente wie Winamp oder foobar2000 leisten da wesentlich mehr. Recht gut gelungen ist dagegen die große und übersichtliche Playlist, welche sich zentral in der Bildschirmmitte ausbreitet und durch verschiedene Sortieroptionen auch bei ellenlangen Listen für Übersicht sorgt.
Nette Features für bequeme Bedienung
Am rechten Bildschirmrand gesellt sich zu der zentral angeordneten Playlist ein Infobereich, der zu jedem einzelnen Song, Album und Künstler spezielle Informationen anzeigen kann. Basierend auf den Daten von Audioscrobbler (bekannt durch das Last.fm-Projekt) werden dort das aktuelle Album-Cover, eine Trackliste sowie weitere Alben des Künstlers angezeigt. Weiteres nettes Feature: Zum aktuell abgespielten Song beziehungsweise Künstler können auch Musikempfehlungen angezeigt werden. Dabei werden ähnliche Künstler in der Audioscrobbler-Datenbank gesucht und ausgegeben. Mit einem Klick gelangt man dann auf eine Detailseite bei Last.fm mit weiteren Infos. Auch können schnell und einfach Informationen zu Künstlern bei Youtube, Wikipedia und Google aus aTunes heraus abgerufen werden.
Ebenfalls durchdacht: Auf Wunsch kann die Software in die System-Tray verkleinert und von dort aus auch gesteuert werden. Wen das große Programmfenster stört, hat so eine prima Möglichkeit Platz auf dem Desktop zu schaffen und kann trotzdem auf die wichtigsten Funktionen seines Musikplayers zugreifen.
Abgerundet wird aTunes durch eine ausführliche Statistik, in der man nochmal nachschauen kann, welche Songs und Künstler man in der letzten Zeit besonders häufig abgespielt hat, sowie einer einfachen und gut funktionierenden CD-Ripping-Funktion. Beim Umwandlen einer CD in das Ogg Vorbis- oder MP3-Format kann sich aTunes bequemerweise Titelinformationen von Amazon holen - ein lästiges Eintippen von ID3-Tags entfällt so.
Fazit: Musikverwaltung mal anders
Sieht man einmal von der eher spartanischen Unterstützung des Musik-Players ab, bietet aTunes eine Menge durchdachter Features, die sich vor der Funktionsvielfalt eines iTunes oder Winamps nicht zu verstecken brauchen. Die leicht zu bedienende Software kann besonders mit der übersichtlichen und einfachen Oberfläche, einer guten Musikverwaltung und netten Features zur Musiksteuerung punkten. Auch die Anbindung an die Audioscrobbler-Datenbank ist gelungen und sorgt für einen Mehrwert beim Musikhören. Wenn der Entwickler oder die Open Source-Gemeinde der Software noch ein paar mehr unterstützte Formate spendiert, könnte sich aTunes zu einer echten Alternative zu Winamp, iTunes und Songbird entwickeln.
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Hi,
also ich habe mit dem Prog nen Problem ...
Habe die neuste Java Version installiert. Trotzdem startet weder der Installer noch kann ich die EXE aus der .tar (Fertig Installation) öffnen.
Es startret der Prozess javaw.exe und verschwindet auch gleich wieder!
Habe Java auch komplett deinstalliert gehabt. Neu runtergeladen und wieder installaiert ..
Danke für Tipps
Mfg
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