Dateien im Netz umwandeln
Media-Convert: Praktischer Datei-Umwandler im Test
WMA-Dateien in MP3s umwandeln, aus OpenOffice-Dokumenten eine Word-Datei erstellen, ein TIFF-Bild als platzsparendes JPG speichern - mit der richtigen Software auf der Festplatte kein Problem. Sind die entsprechenden Programme jedoch nicht installiert, kann es ziemlich aufwändig werden: (Gratis-)Software im Internet suchen, Programm installieren, Einarbeiten in das Tool - und am Ende klappt es doch irgendwie nicht. Wer Dateien in andere Formate umwandeln möchte, kann dies jedoch auch im Internet tun.
Inhaltsverzeichnis
- 1Oberfläche und Bedienung: Nicht schön aber praktisch
- 2Musikdateien umwandeln: Online-Transkodierer mit gutem Klang
- 3Filmdateien umwandeln: Viele Optionen für das perfekte Bild
- 4Grafikdateien umwandeln: Bilder schrumpfen leicht gemacht
- 5Office-Dokumente umwandeln: Zahlreiche Formate ineinander konvertieren
- 6Weitere Funktionen: Vektor-Dokumente und Archive umwandeln
- 7Zusammenfassung und Fazit: Praktisches Tool mit breiter Unterstützung
Der Online-Dienst Media-Convert wandelt dutzende Text-, Musik-, Video- und Fotoformate ineinander um - einfach, gratis und ohne Registrierung. Beim netzwelt-Test stellten wir den Formatumwandler auf die Probe.
Oberfläche und Bedienung: Nicht schön aber praktisch
Beim Aufruf von Media-Convert wird der Nutzer von einer unspektakulären Webseite empfangen, welche zwar nicht gerade als schön bezeichnet werden kann, ihren Zweck jedoch erfüllt: Schnell findet man sich zurecht, die sich auf das Wesentliche beschränkt. Einem kurzen Einleitungstext folgt gleich ein Eingabefeld, in welchem entweder eine URL eingetragen werden kann, um beispielsweise eine Bilddatei von einer Webseite umzuwandeln, oder über das sich eine Datei hochladen lässt.

Nicht schön aber praktisch: Media-Convert
Auf Wunsch erkennt Media-Convert das Format der umzuwandelnden Datei von selbst. In speziellen Fällen lässt sich das Eingangsformat jedoch auch von Hand einstellen. Die Datei, welche hochgeladen werden soll, darf eine maximale Größe von 150 Megabyte haben. Dies gilt auch für Videodateien - komplette Kinofilme können mit dem Online-Dienst also nicht umgewandelt werden. Ebenso ist die Transkodierung von DRM (Digital Rights Management)-geschützten Musik- und Videodateien nicht möglich.
Je nach gewähltem oder automatisch erkanntem Eingangsformat hat der Nutzer die Möglichkeit, zahlreiche Ausgangsformate zu bestimmen. Nach einer kurzen Bestätigung der Geschäftsbedingungen und einem Klick auf den "Umwandeln"-Button steht nach kurzer Zeit die verwandelte Datei zum Download bereit. Möchte man das File noch nicht sofort herunterladen, kann man mit dem Download auch bis zu sechs Tage lang warten. So lange hält Media-Convert die Datei zum Download bereit. Einzig ein angezeigter Link muss dazu kopiert werden.
Musikdateien umwandeln: Online-Transkodierer mit gutem Klang
Sehr flexibel zeigt sich Media-Convert beim Umwandlen von Musikdateien. Ganze 20 Formate, die alle ineinander umgewandelt werden können, unterstützt das Tool. Darunter sind gängige Formate wie MP3, WAV, OggVorbis und AAC ebenso zu finden wie die Exoten Amiga Sound File, Psion oder SoundTool. Auch viele Handyklingeltonformate lassen sich mit Media-Convert erzeugen. Bei der Umwandlung können, je nach Format, noch optionale Einstellungen vorgenommen werden. Wählt man beispielsweise MP3 als Ausgangsformat, kann die Art der Enkodierung (VBR, CBR) sowie die Bitrate eingestellt werden.
Beim netzwelt-Test konnte sich Media-Convert recht gut schlagen. Obwohl die Transkodierung einer Audiodatei immer mit klanglichen Verlusten verbunden ist, machte das Online-Tool seine Sache gut und sorgte auch nach mehrmaligem Transkodieren von OggVorbis- und MP3-Dateien dafür, dass sich die hörbaren Verluste in Grenzen hielten. Die eigentliche Umwandlung der gut zwei Megabyte großen Testdateien dauerte dabei nur wenige Sekunden.
