Übertaktetes Quad-Core-Monster mit Hybrid-Kühlung
Dell XPS 710 H2C im Test: Wo die obere Messlatte endet
Dieser Komplettrechner ist so etwas wie der Bugatti Veyron unter den PCs: Mehr Leistung, als man im Alltag jemals ausnutzen könnte, absolute High-Tech-Bauteile und ein Preis jenseits aller Vernunft. Statt 1.001 Pferde und einer Spitzengeschwindigkeit von über 400 Stundenkilometern mobilisiert der Dell XPS 710 H2C einen übertakteten Quad-Core-Prozessor mit 3,2 Gigahertz, zwei GeForce 8800 GTX mit beachtlichen 1,5 Gigabyte Grafikspeicher und eine ausgefeilte Hybrid-Kühlung.
Inhaltsverzeichnis
- 1Schwarze Space-Shuttle-Technik
- 2Nicht nur vom Feinsten
- 3Zu viel des Guten
- 4Nervtötender Klima-Killer
- 5Fazit
- 6Alle Daten auf einen Blick
Was darf von einem PC erwartet werden, dessen Grundpreis sich bereits auf sage und schreibe 4.700 Euro beläuft? Alles, wäre hierauf wohl die korrekte Antwort. Außer vielleicht, es geht um den Klimaschutz, denn den dürfte das 1.000 Watt starke Netzteil, das nicht einmal überdimensioniert erscheint, herzlich wenig interessieren. Dells Beitrag für ein besseres Klima beschränkt sich lediglich auf das Innere des PCs. Statt eines gewöhnlichen CPU-Kühlers arbeitet dort ein Zwei-Phasen-System: Zunächst fließt Flüssigkeit am Vier-Kern-Prozessor vorbei, anschließend geht es dem Rest der Wärme mit thermoelektrischen Kühlmodulen aus Keramik an den Kragen.
Inhalt
Schwarze Space-Shuttle-Technik
Schwarze Space-Shuttle-Technik
Selbst die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA soll eine vergleichbare Kühltechnologie in ihrem Space Shuttle einsetzen. Farblich entspricht der XPS 710 H2C zumindest der Unterseite der Raumfähre oder einem anderen Flugobjekt, das den Eintritt in die Erdatmosphäre weniger gut überstanden hat. Massive, pechschwarze Aluminium-Platten halten das gesamte Chassis fest umschlossen. Außerdem sind die nach vorn geneigte Front sowie die Rückseite schwarz vergittert.
Trotz der klobigen Erscheinung ist der High-End-Bolide rein äußerlich ein Meister des Understatements. So etwas wie optische Rasanz kommt allenfalls mit einer beleuchteten Vorderseite in Rot auf, eine von insgesamt sieben Farbvarianten. Hinten deutet eine goldene Steckblende, charakteristisch für einen Creative Sound Blaster der X-Fi-Serie, auf die eingebaute Soundkarte hin. Eine Stufe darunter verspricht der "PhysX"-Aufdruck physikalisch korrekte Spieldetails.
Kenner erkennen die Extrem-Versiondes XPS an der schwarzen Außenhülle.
Bei der serienmäßig enthaltenen PCI-Karte handelt es sich nicht um eine Grafikkarte im herkömmlichen Sinne, sondern um einen reinen Physik-Beschleuniger. Davon profitieren derzeit jedoch nur wenige Titel, zu den prominentesten zählen der synthetische Games-Benchmark 3DMark06 sowie die im kommenden Multiplayer-Shooter "Unreal Tournament 3" eingesetzte 3D-Engine. Aber selbst wenn PhysX nicht unterstützt werden sollte, warten immer noch zwei der derzeit schnellsten Grafikkarten mit Nvidias GeForce 8800 GTX sehnsüchtig darauf, ihre Halbleiter-Muckis richtig spielen zu lassen.
Nicht nur vom Feinsten
Vereinfacht ausgedrückt steckt in Dells Vorzeige-Protz das Beste, was man momentan für Geld bekommen kann. Da wäre zum einen der Intel Core 2 Extreme QX6700: ein Quad-Core-Prozessor mit der Kraft der vier Kerne und beachtlichen acht Megabyte L2-Cache, der einmal eben von 2,666 auf 3,2 Gigahertz übertaktet wurde. Ein Festplattenspeicher von nur 320 Gigabyte klingt bei einem derart saftigen Kaufpreis zwar etwas unterdimensioniert, hat es allerdings in sich. Denn es kommen keine gewöhnlichen Festplatten zum Einsatz, sondern zwei Western Digital "Raptor" mit jeweils 10.000 Umdrehungen pro Minute und einem Cache von insgesamt 32 Megabyte - im geschwindigkeitsoptimierten RAID-0-Verbund versteht sich.
Dell XPS 710 H2C im Test: Wo die obere Messlatte endet
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Bild vergrößern Kenner erkennen die Extrem-Version des normalen XPS-PCs an der schwarzen Außenhülle, die ebenfalls komplett aus massiven Aluminium besteht. - Bild 3 von 16
Bild vergrößern Dieser Komplettrechner ist so etwas wie der Bugatti Veyron unter den PCs: Mehr Leistung, als man im Alltag jemals ausnutzen könnte, absolute High-Tech-Bauteile und ein Preis jenseits aller Vernunft. - Bild 4 von 16
Bild vergrößern Der Dell XPS 710 H2C mobilisiert einen übertakteten Quad-Core-Prozessor mit 3,2 Gigahertz, zwei GeForce 8800 GTX mit beachtlichen 1,5 Gigabyte Grafikspeicher und eine ausgefeilte Hybrid-Kühlung. - Bild 5 von 16
Bild vergrößern Die klapprige Front aus vergittertem Plastik will so gar nicht zum horrenden Kaufpreis passen. - Bild 6 von 16
Bild vergrößern Selbst die US-Luft- und Raumfahrtbehörde NASA soll eine vergleichbare Kühltechnologie in ihrem Space Shuttle einsetzen. - Bild 7 von 16
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Bild vergrößern Als ob zwei der derzeit schnellsten Grafikkarten nicht genug wäre, verfügt das Sondermodell über einen zusätzliche Spielphysik-Beschleuniger. Den guten Ton besorgt ein Creative Sound Blaster der X-Fi-Serie. - Bild 9 von 16
Bild vergrößern Bei der Beleuchtung kann der H2C-Besitzer zwischen sieben verschiedenen Farben wählen oder sie einfach abschalten. - Bild 10 von 16
Bild vergrößern Trotz der klobigen Erscheinung ist der High-End-Bolide rein äußerlich ein Meister des Understatements. - Bild 11 von 16
Bild vergrößern Vereinfacht ausgedrückt steckt in Dells Vorzeige-Protz das Beste, was man momentan für Geld bekommen kann. - Bild 12 von 16
Bild vergrößern DVD-ROM, DVD-Brenner, Speicherkartenleser und Diskettenlaufwerk verstecken sich hinter schmalen Klappen. - Bild 13 von 16
Bild vergrößern Im Innenraum befindet sich nur absolute High-End-Hardware. - Bild 14 von 16
Bild vergrößern Statt eines normalen CPU-Kühlers kommt ein Zwei-Phasen-System zum Einsatz: Zunächst fließt Flüssigkeit am Vier-Kern-Prozessor vorbei, anschließend geht es dem Rest der Wärme mit thermoelektrischen Kühlmodulen aus Keramik an den Kragen. - Bild 15 von 16
Bild vergrößern Dells Beitrag für ein besseres Klima beschränkt sich lediglich auf das Innere des PCs. - Bild 16 von 16
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Angesichts der vielen Superlative wirken die beiden Gigabyte Arbeitsspeicher geradezu mickrig, doch die doppelte Kapazität kostet die Dreistigkeit von 856,80 Euro Aufpreis. Immerhin ist eine umfangreiche Grundausstattung serienmäßig, bestehend aus DVD-ROM, DVD-Brenner, Speicherkartenleser und Diskettenlaufwerk, jeweils hinter schmalen Frontblenden versteckt. Allerdings wollen einige andere Dinge nicht so recht zu den horrenden Anschaffungskosten passen, worüber sich wohl kaum ein Käufer des kraftstrotzenden Bugatti Veyron beklagen dürfte. Zwar mutet die Verarbeitung der hochglänzenden Alu-Profile teuer und qualitativ hochwertig an, dafür hapert es dazwischen.







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insgesamt 1 BeitragIch habe mir den XPS gekauft; was mir aber am besten gefällt, sind die beiden Grafikkarten im SLI-Verbund. Mit CUDA NVidia macht Rendering da erst richtig Spass.