Evolution des Windows-Explorers
Windows Vista: Stärken und Schwächen des Datei-Explorers
Fabian Parusel
Die Evolution zieht auch am Datei-Explorer von Windows nicht vorbei. So erfreut der Vista-Explorer mit innovativen Neuerungen, zeigt aber auch Schwächen. Netzwelt erklärt, was sich seit Windows 95 getan hat und wie der Datei-Explorer effektiv genutzt wird.
Evolution
Seit Windows 95 hat sich der Windows-Explorer entscheidend weiterentwickelt. Während zwischen Windows 95 und XP kaum optische Veränderungen auszumachen sind, ist der Sprung von XP auf Vista deutlicher zu sehen. Nicht nur durch die Glas-Effekte wirkt der Dateimanager erwachsener, besonders die neue Favoritenleiste bietet Vorteile im Gegensatz zu den Vorgängern.
Von links oben nach rechts unten: Win95-Explorer; Win98-Explorer; WinXP-Explorer und der neue Vista Explorer (Klick vergrößert).
Neue Adresszeile
Beim neuen Explorer fällt zuerst die neue Pfadangabe in der Adresszeile auf. Darin wird der Pfad nicht mehr mit der aus DOS bekannten Schreibweise angezeigt. Statt der Trennung durch einen Backslash sind die einzelnen Teile der Pfadangabe durch Pfeile getrennt. Das hat nicht etwa nur optische, sondern auch praktische Gründe. Es ist jederzeit möglich, sich alle Unterordner eines Ordners anzeigen zu lassen, indem man auf einen der Pfeile zwischen den einzelnen Stationen klickt.
Jeder Unterordner innerhalb der aktuellen Pfadangabe kann jederzeit geöffnet werden.
Alle Knöpfe sind verschwunden
Weiter fällt auf, dass der Vista-Explorer beinahe alle sein Knöpfe eingebüßt hat. Geblieben sind die "Vor"- und "Zurück"-Buttons sowie ein Knopf zur Aktualisierung eines Fensters. Darunter befinden sich einige Drop-Down-Menüs, die je nach Situation auftauchen und verschwinden. Zwei sind jedoch immer sichtbar: Unter "Organisieren" verbergen sich die Optionen, die in der vorherigen Generation im Datei-Menü zu finden waren. Daneben lässt sich die Ordneransicht verändern.
Im Ansichten-Menü stehen die gewohnten Ansichtsoptionen zur Wahl: Details, Kacheln, Liste und Symbole. Neu daran ist, dass die Größe der Symbole stufenlos verändert werden kann. So lässt sich die Symbolgröße genau an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Werden in dem aktuellen Fenster Bilder angezeigt, so erscheint ein Vorschau-Button, werden gerade Musikdateien angezeigt, so erscheint der Knopf "Alle wiedergeben". Windows denkt mit und zeigt nur die Optionen, die auch gerade möglich sind. "Kontextsensitive Einblendungen" nennt Microsoft dieses Prinzip.
Suchmaske integriert
Neu ist auch die Suchmaske rechts neben der Adressleiste. Wird diese mit Begriffen oder Dateiendungen gefüttert, so zeigt der Explorer die Suchergebnisse im aktuellen Fenster. Dabei lässt sich genau einstellen, welche Ordner in den Such-Index aufgenommen werden und somit in den Ergebnissen auftauchen sollen.
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