Off-Board-Navigationssystem - 99 Cent pro Route
Navigation per Handy: Falk Activepilot im Test
Über 90 Prozent der Bevölkerung besitzen Mobiltelefone, beinahe genauso viele nennen ein Auto ihr Eigen und fast jeder hat sich schon einmal verfahren. Navigationssysteme auf dem Handy drängen sich da förmlich auf. Nach dem heutigen Stand der Technik brauchen diese sich kaum hinter TomTom und Co. zu verstecken. Die günstige Off-Board-Navigationslösung Activepilot von Falk zum Beispiel führt sicher und bequem an fast jedes Ziel in Europa. Und das für gerade einmal 99 Cent pro Route.
Inhaltsverzeichnis
- 1Den Weg weisen Pfeile in 3D-Optik
- 2Activepilot: Findet Kasinos, Golfplätze und Sportstätten
- 3Mehr Komfort kostet auch mehr
Off-Board-Lösungen belasten keine Handy-Speicher und sind deshalb auf fast jedem Handy einsetzbar. Die Kartendaten sind stets auf dem neuesten Stand und bei der Routenberechnung fließt die aktuelle Verkehrslage bereits mit ein. Beim Abruf der Daten fallen GPRS- oder UMTS-Gebühren an, die aber mit kleineren Datenpaketen leicht abzudecken sind.
Gegenüber dem kostenlosen Handy-Navigationssystem Nav4all verlangt Falk eine Gebühr pro abgerufener Route. 99 Cent kostet eine Führung. Für Power-User empfiehlt sich die Flatrate für 4,95 Euro im Monat. Für das Programm kommt eine einmalige Aufwendung von 19 Euro hinzu. Enthalten ist darin bereits ein Startguthaben von zehn Euro.
Wenn sich noch kein GPS-Empfänger im Besitz befindet, wird man entweder für circa 60 Euro bei eBay und Co. fündig, oder man ordert gleich das Komplettpaket von Falk. Kostenpunkt: 99 Euro. Neben einem modernen SIRF-III-Bluetooth-Empfänger umfasst das Paket auch eine Universal-Telefonhalterung mit Saugnapfbefestigung. Eine ausführliche Anleitung führt Schritt für Schritt durch die Installation am Handy. Zum Start spendiert Falk drei Freifahrten.
Das schnell durchschaubare Menü hinterlässt kaum Fragezeichen und stellt alle Auswahlmöglichkeiten in ausreichender Größe dar. So ist es ein Leichtes, das gewünschte Ziel einzugeben. Wenngleich diese Mühe in den meisten Fällen nicht nötig ist. So lässt sich der Heimatort und der Arbeitsplatz abspeichern. Daneben werden alle letzten Ziele aufgelistet und auf Wunsch entsteht eine Favoritenliste, die in verschiedene Kategorien, wie "Freunde" oder "Parkplatz", unterteilbar ist.
Den Weg weisen Pfeile in 3D-Optik
Von wo auch immer das Programm seine Zieladresse erhält, navigiert wird, wie bei Off-Board-Systemen üblich, im Pfeilmodus. Nur so bleibt die übertragene Datenmenge in einem erträglichen Rahmen. Dem Ergebnis - sicheres und komfortables Ankommen - tut dies keinen Abbruch. Die unmissverständlichen 3D-Pfeilsymbole werden durch die Anzeige der nächsten anstehenden Straße unterstützt.

Die schlichten Informationen verfehlen nicht ihre Wirkung.
Das Programm nennt mit dem Abbiegebefehl sogar den Straßennamen. Dieses Merkmal wird selbst von einigen teuren Navigationssystemen nicht unterstützt. Hierfür erhöht sich jedoch die abzurufende Datenmenge pro Route. In den Einstellungen können Preisbewusste dieses Merkmal daher deaktivieren.
Für die Routenberechnung nimmt das Programm Kontakt zu einem Server auf. Das Laden der Weganweisungen nimmt mehr Zeit in Anspruch als bei On-Board-Systemen. Die Wartezeit ist aber überschaubar und steht zum Gebotenen in einem gesunden Verhältnis. Übertragen werden nicht nur Wegpunkte, sondern ein ganzer Korridor, inklusive zugehörigem Kartenmaterial.

Sagen Sie Ihre Meinung!