Nokia N800 im Test: Das Wohnzimmer-Daumenkino

Elektronischer Briefverkehr inbegriffen

Was nützen alle Informationen dieser Welt, wenn persönliche Nachrichten von Freunden und Bekannten außen vor bleiben? Ebenso für den geschäftlichen Austausch kann das Nokia N800 mit einem E-Mail-Klienten dienen. Bei der Einrichtung eines E-Mail-Kontos steht der passend benannte "Kontoeinrichtungsassistent" zur Seite. So muss der Nutzer nur die entsprechenden Daten mitbingen, den Rest erledigt der freundliche Assistent.

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Das Postfach verwöhnt mit vielen Funktionen wie man sie auch vom heimischen Computer kennt. Auf Wunsch haftet jeder E-Mail eine persönliche Signatur an. Die Schriftart lässt sich von verspielt bis klassisch, je nach Empfänger, anpassen. Einem E-Mail-Archiv steht nichts im Wege - die praktische Such-Funktion fischt stets den abverlangten Schriftverkehr heraus. Das Programm empfängt Anhänge bis zu einer frei wählbaren Größe. Die Anzeige von Word- und Excel- Dokumenten beherrscht das N800 nicht, nur ein PDF-Reader ist im Auslieferungszustand mit an Bord.

Aufrüstbar: Maximal vier Gigabyte im preiswerten SD-Format

Mit gleich zwei Speicherkarteneinschüben, im preiswerten SD-Format, eignet sich das N800 auch als multimedialer Alleinunterhalter. Jeder Schacht verkraftet maximal zwei Gigabyte, hinzukommen 256 Megabyte interner Speicher. Bei voller Ausreizung ist genügend Platz für Musik, Fotos und Filme. Der Media-Player spielt alle gängigen Audio-Formate in Stereo und verfügt über einen erstaunlich ausgeglichenen Frequenzgang - obgleich kein Equalizer integriert ist.

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Die Qualität der Videodarstellung profitiert von der hohen Display-Auflösung.

Der Lautstärke-Regler landete im Test nur selten im Anschlag, so kräftig tönt es aus den Kopfhörern, die ohne Umwege per 3,5 Millimeter-Klinke Anschluss finden. Videos flimmern unter anderem im MPEG4 und AVI-Format über das Display. Das vorinstallierte Demo-Video im AVI-Format lieferte bis in die Ecken scharfe Bilder. Die Bildqualität kann locker mit dem Gros der erhältlichen Video-Player mithalten.

In WLAN-Netzen ist das N800 befähigt, Gespräche über VoIP abzusetzen. Jabber und Google Talk sind vorinstalliert und dienen auch als Chat-Tool. Die beiden Messenger sind allerdings nicht sonderlich verbreitet. Mit Spannung erwarten Nutzer die von Nokia versprochene Implementierung von Skype. Dank der versenkbaren VGA-Kamera sind selbst Videotelefonate nicht ausgeschlossen. Dabei muss das mit 209 Gramm schwer beladene Tablett nicht in der Hand gehalten werden. Ein rückseitiger Ständer stellt das N800 bequem und stabil auf eigene Beine.

Nokia N800 im Test: Das Wohnzimmer-Daumenkino
Von der Seite betrachtet: Schlank und standfest.

Das Betriebssystem erweist sich ähnlich standfest, es sind keine Hänger und keine Abstürze zu beklagen. Zudem arbeitet das Internet Tablet recht flott. In 30 Sekunden ist das System hochgefahren. Beim Abruf von Anwendungen bleiben einige Warten-Hinweise zwar nicht aus, die erforderliche Geduld bleibt aber in einem erträglichen Rahmen.

Erst Skype wird dem N800 zum Durchbruch verhelfen

Für circa 400 Euro erhält der geneigte Käufer ein hübsch anzusehendes Internet-Tablet, das sich, mittels eines Navigation-Kit von Nokia, auch zum Navigationssystem ausbauen lässt. Der komplette Lieferumfang mit Stereokopfhörer, Datenkabel und Tasche, stimmt ebenfalls gnädig. Nur das die Hintergrundbeleuchtung sich nicht zur dauernden Aktivität bewegen lässt, will nicht zu einem Mini-PC passen. Auf kurz oder lang können eventuell Programme helfen, die sich dank dem offenen Betriebssystem Linux problemlos nachinstallieren lassen.

Die dahingehenden Fähigkeiten zeigt bereits das nachinstallierte FM-Radio, welches gute Dienste leistet. Die Hardware ist zu vielem im Stande, ohne Software unterscheidet sie sich aber nur wenig von einem Briefbeschwerer. Erst das weit verbreitete Chat- und Internettelefonie-Tool Skype kann dem N800 zum Durchbruch verhelfen. Bis heute konnte Nokia keinen Veröffentlichungstermin nennen. Bleibt zu hoffen, dass der Marktführer keine leere Versprechungen gemacht hat und das beliebte Programm möglichst schnell hinterherschießt.

Nokia N800

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Nokia N800 - Per Druck springt die VGA-Webcam hervor.
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Per Druck springt die VGA-Webcam hervor.

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Nokia N800 - Der großflächige Akkudeckel sitzt zu locker.
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Der großflächige Akkudeckel sitzt zu locker.

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Nokia N800 - Unter dem Stift-Einschub befindet sich der 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss.
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Unter dem Stift-Einschub befindet sich der 3,5 Millimeter Kopfhöreranschluss.

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Nokia N800 - Die bequem bedienbaren Tasten führen bis in tiefste Menü-Ebenen.
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Die bequem bedienbaren Tasten führen bis in tiefste Menü-Ebenen.

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Nokia N800 - Hübsch anzusehen und einfach hingestellt.
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Hübsch anzusehen und einfach hingestellt.

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Nokia N800 - Die samtweiche Tasche schützt vor Schmutz und Kratzern.
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Die samtweiche Tasche schützt vor Schmutz und Kratzern.

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Nokia N800 - Der stabile Bügel gewährleistet einen sicheren Stand.
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Der stabile Bügel gewährleistet einen sicheren Stand.


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Nokia N800

Nokia N800

Nokia | 01/2007
Vorteile
  • zwei SD Slots (in voller Größe)
  • Einer der besten Bildschirme in dieser Klasse (Größe/Auflösung)
  • Kann mit Bluetooth GPS Empfänger verbunden werden
Nachteile
  • kein GPS innerhalb von Gebäuden
  • Für einige Softwareinstallationen ist der Anschluss an einen PC mit MS-Windows erforderlich.
  • keine Outlook Sychronisation