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04.03.2007
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Ohne Mobilfunkeinheit: Ein Freund des klassischen Couch-Potatoes

Nokia N800 im Test: Das Wohnzimmer-Daumenkino

Handy

Nokia N800 im Test: Das Wohnzimmer-Daumenkino

Der nur mäßige Erfolg des 770 Internet-Tablets hat Nokia nicht davon abgehalten, das Konzept erneut aufzunehmen, das Betriebsystem weiter zu verfeinern und der angegrauten Surf-Maschine nicht nur frische Farbe, sondern eine optische Radikal-Kur zu verpassen. Zahlreiche Assistenten greifen dem Nutzer unter die Arme und machen die Inbetriebnahme zu einem Kinderspiel.

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Metall findet sich zwar nicht mehr auf der Liste der verwendeten Werkstoffe, trotzdem ist das Nokia N800 gut verarbeitet und versprüht durch die klare Formgebung schlichte Eleganz. Dazu trägt der rundherum geführte verspiegelte Rahmen genauso viel bei wie die gekonnt in Szene gesetzte Lochmaske, unter der sich gut klingende Stereolautsprecher verbergen.

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Sobald der Blick hinter die Front schweift, ist es vorbei mit der Schwärmerei. Jetzt dominiert nur noch schwarzer Kunstoff. Der große Akkudeckel muss sich negative Kritik gefallen lassen: Er sitzt einen Tick zu locker und will so gar nicht zur sonst exzellenten und bombenfesten Gehäuseverarbeitung passen. Mit einem schönen Rücken zu entzücken ist aber auch nicht die Hauptaufgabe eines Internet-Tablets.

Gutes Display mit leichten Schwächen in der Helligkeitsverteilung

Das circa 51 Quadratzentimeter große und kontraststarke Display verwöhnt, dank einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln, mit einer gestochen scharfen Darstellung. Die Hintergrundbeleuchtung ist stark genug, um auch in hell beleuchteten Räumen die Oberhand zu behalten. Zum rechten Rand hin fällt die Helligkeit jedoch merklich ab. Dessen ungeachtet empfiehlt sich aus zwei Gründen eine Schutzfolie: Zum einen können entsprechende Folien das Display wohltuend entspiegeln. Zum anderen erhält die sehr dünne Displayschicht, die schon auf geringen Druck mit dunklen Verfärbungen reagiert, zusätzlich Stabilität.

Verantwortlich für die Menüoberfläche ist das auf Linux basierende Betriebssystem "Internet Tablet 2007". Oberstes erklärtes Ziel: Schneller Abruf der am häufigsten benötigten Applikationen und Einstellungen. Den Programmierern ist dieser Auftrag gut gelungen. Die obere Statusleiste zeigt insgesamt sieben Einträge, vom Wecker bis zum Verbindungsstatus. Alle lassen sich je nach Belieben frei anordnen, aktivieren oder deaktivieren.

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Aufgeräumter Startbildschirm, eingebettet in eine elegante Erscheinung.


Der links vertikal befindliche Task-Navigator verpflichtet sich den Haupttugenden Internet und E-Mail. Er enthält weiterhin den Task-Manager sowie den Hauptmenübutton. Letzterer öffnet, ähnlich wie bei einem PC, eine Kombination aus Registern und Drop-down-Menüs. Die einzelnen Einträge dürfen verschoben und in eigens kreierte Ordner umsortiert werden. Der Personalisierung sind also kaum Grenzen gesetzt.

Funktioneller und optisch attraktiver Startbildschirm

Auch optisch stellt sich das Nokia N800 ganz auf die Wünsche des Nutzers ein. Mit Hilfe von Themen und Hintergrundbildern schafft man sich seine ganz eigene Wohlfühlatmosphäre. Die von Apple-Usern schon lang geschätzten so genannten Widgets erfreuen sich steigender Beliebtheit. Grund genug, dass das N800 von Haus aus sechs dieser Widgets mitbringt und damit den Startbildschirm nicht nur optisch, sondern vor allem auch funktionell aufwertet.


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Zahlreiche Widgets liefern Informationen und Unterhaltung.

Getreu der scheinbar grenzenlosen Personalisierung lassen sich die kleinen Applikationen frei anordnen. So steht beispielsweise unten rechts eine kleine Eingabemaske bereit, die zu den besten Suchergebnissen von Google führt. Der unten links befindliche RSS-Reader zeigt auf einen Blick die neuesten Meldungen. Eine musikalische Begleitung ist nur ein Stifthieb auf das Web-Radio-Applet oben rechts entfernt. Was, wo und in welcher Fenstergröße erscheint, bleibt freilich dem Nutzer überlassen.

Nokia N800

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