Die Multi-SIM Angebote der Netzbetreiber

Multi-SIM: Mit nur einem Vertrag drei Handys nutzen

Multi-SIM: Mit nur einem Vertrag drei Handys nutzen Sie besitzen ein Business-Telefon ohne Kamera, ein nicht zu dick auftragendes Disco-Telefon und vielleicht noch ein Autotelefon? Aber nur eine SIM-Karte? Entweder Ihre Fingernägel haben sich mittlerweile auf das ständige Wechseln selbiger eingestellt oder Ihre hauchdünnen Nerven haben die Oberhand übernommen und beschlossen, für jedes Kommunikationstool einen eigenen Vertrag abzuschließen. Keine der beiden Lösungen darf als elegant bezeichnet werden. Die Lösung lautet Twin- oder Multi-Cards. Zu einem Vertrag bekommt man mehrere SIM-Karten.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1T-Mobile: Macht Multifunker wunschlos glücklich
  2. 2Vodafone: Nichts für zerstreute Professoren
  3. 3E-Plus: Komfort nur gegen drei Euro monatlich
  4. 4O2-Germany: Viel Komfort
  5. 5Mehrere SIM-Karten können Geld sparen

Im Preis und in der Handhabung unterscheiden sich die Angebote der einzelnen Netzbetreiber erheblich. E-Plus verlangt neben einer einmaligen Gebühr zusätzlich eine monatliche Aufwendung. Bei den drei restlichen Netzbetreibern ist die Nutzung kostenlos. Im Anrufmanagment gibt es eklatante Unterschiede und auch Komfortmerkmale gewichten die Netzbetreiber sehr unterschiedlich. Im Folgenden lesen Sie, wie die einzelnen Netzbetreiber verfahren und welche Möglichkeiten Ihnen offen stehen.

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T-Mobile: Macht Multifunker wunschlos glücklich

Bis zu zwei SIM-Karten lassen sich bei T-Mobile zusätzlich zu einem Vertrag hinzubuchen. Insgesamt sind also bis zu drei Geräte unter ein und derselben Mobilfunknummer erreichbar. Das "Multi-SIM" getaufte Angebot verlangt pro zusätzlich beauftragter SIM-Karte eine Freischaltgebühr von 30 Euro. Monatliche Zusatzbelastungen gibt es nicht.

Alle drei SIM-Karten dürfen gleichzeitig im Netz eingebucht sein und klingeln bei eingehendem Anruf simultan, bis an einem Handy der Wahl das Gespräch angenommen wird. Sobald die Verbindung steht, ist die Mobilfunknummer auf den anderen SIM-Karten nicht mehr erreichbar. Umgekehrt verhält es sich bei abgehenden Anrufen. Wenn Papa im Auto telefoniert, hält das den Sohnemann auf der Rücksitzbank nicht davon ab, mit Papas Zweit-Telefon parallel einen Anruf abzusetzen. Telefonate zwischen den Multi-SIM-Karten sind aber ausgeschlossen. Datenabrufe dürfen ebenfalls parallel ausgeführt werden, jedoch nur zu einer Sprachverbindung. Die gleichzeitige Nutzung von Datendiensten über gleiche APNs ist nicht zulässig.

Das Versenden und Empfangen von Kurznachrichten ist nur mit der Hauptkarte möglich. Dies soll sicherstellen, dass für den Empfänger bestimmte Nachrichten nicht in die Hände von Freunden oder Bekannten gelangen, die leihweise über eine Multi-SIM-Karte verfügen. In der Standard-Einstellung ist die Hauptkarte befähigt Nachrichten zu versenden und zu empfangen. Über die Eingabe eines einfachen Codes lässt sich die präferierte Karte auf Wunsch neu definieren. "Multi-SIM" ist nicht mit "T-Mobile@Home" kombinierbar.

Vodafone: Nichts für zerstreute Professoren

Vodafone war einer der ersten Anbieter von mehreren identischen SIM-Karten. Der Netzbetreiber tritt seitdem jedoch auf der Stelle und bietet nur ein technisch überholtes Angebot an. Die erhältliche "Twincard" oder auch "Tricard" ermöglicht nur eine gleichzeitige eingebuchte SIM-Karte. Vodafone sagt: "Sie können nicht alle Mobiltelefone gleichzeitig zum Telefonieren benutzen, da es sonst zu unerwünschten Gesprächsabbrüchen kommen kann. Schalten Sie daher nur jeweils ein Telefon ein und lassen Sie das beziehungsweise die andere(n) ausgeschaltet."

Gegenüber T-Mobile ist das natürlich ein gehöriger Einschnitt in die komfortable Nutzung von mehreren SIM-Karten. Das Ein- und Ausschalten von bis zu drei Endgeräten ist wohl weit einfacher zu bewerkstelligen als der rege Tausch von SIM-Karten. Für zerstreute Professoren birgt diese Realisierung jedoch eine Gefahr. Vergisst unsere Beispiel-Person beispielsweise Telefon zwei, welches sich im Büro befindet, auszuschalten wird ihm der Betrieb von Telefon eins, an einem entfernten Ort, arge Probleme bereiten.

Nichtsdestotrotz verspricht Vodafones Twin- und Tricard eine Erleichterung, wenn sich diese auch nur auf die Hinfälligkeit eines SIM-Karten-Tauschs beschränkt. Jedes betriebene Handy ist unter der gleichen Rufnummer erreichbar und Gebühren tauchen auf ein und derselben Rechnung auf. Monatliche Extra-Kosten müssen Vodafone Kunden nicht befürchten. Für die Umstellung auf eine Twincard berechnet Vodafone einmalig 40,93 Euro. Für insgesamt drei Karten wird der Kunde mit einmalig 61,45 Euro in die Pflicht genommen.

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