Ab sofort Filme einreichen
Bitfilm: Digitale Filmkunst von Amateuren und Profis
Fabian Parusel
Für Freunde von digitalen Kurzfilmen beginnt dieser Tage wieder die Saison. Im Rahmen des Bitfilm-Festivals können Amateure und Profis seit dem 15. Februar ihre digitalen Werke hochladen, um sie von der Internet-Gemeinde bewerten zu lassen. Ab August wird dann eine Vorauswahl im Netz zur Bewertung ausgestrahlt. Dann gilt es für alle Kurzfilmfans die Streifen in sechs Kategorien zu bewerten. Die Jury ist das Publikum.
Virales Voting
Entscheidend für die Bewertung ist die Verbreitung des Films. Dabei kann jeder, der Zugang zum Internet hat, an der Jury-Arbeit teilnehmen. Wichtig ist, dass der Film von möglichst vielen Menschen bewertet und gesehen wird. Der ansteckendste Film wird am Ende das Rennen machen. In sechs Kategorien können die Filme bis zum 15. Juni eingereicht werden.
Eine dieser Kategorien richtet sich ausschließlich an professionelle Produktionen: "Grand Prix". Filme, die in dieser Kategorie antreten wollen, müssen im Kino gespielt und digital produziert worden sein und außerdem eine Spielzeit von mindestens 60 Minuten vorweisen können. Im November 2006 wurde "Sin City" mit Bruce Willis in dieser Kategorie zum Sieger gekürt.
Für den "3D Space Award" werden alle komplett computergenerierten Filme zugelassen, die mit 3D-Software erschaffen wurden. Im letzten Jahr räumte "Versus" den Preis ab. Im "FX Mix Award" werden Filme bewertet, die in einem Mix aus verschiedenen Techniken entstanden sind, zum Beispiel aus Live-Aufnahmen und 2D-Animationen. Mit dieser Mischung holte sich "Travel Diary" beim letzten Festival den Sieg.
Sieger FX Mix: Travel Diary. Ein hübscher Mix aus realen Aufnahmen und gelungener 2D-Animation.
In einer weiteren Kategorie werden reine Flash-Filme prämiert. Dort konnte "Blow" gewinnen, eine bildgewaltige Schwarz-Weiß-Version von David gegen Goliath. Auch Filme, die mit Hilfe eines Game-Engines entstanden sind, erhalten ihre eigene Kategorie: "Machinima". Dort werden Filme vorgestellt, die innerhalb eines Computerspiels aufgenommen wurden, im letzten Jahr gewann "The Days After". Der Film zeigt ein Szenario, indem nur wenige Menschen eine weltweite Grippe-Epidemie überleben.
T40-X hat fast die gesamte Menschheit ausgelöscht, "The Days After" zeigt die Welt danach.
Das Spiel Second Life wird in diesem Jahr sicher die Grundlage für viele Beiträge in dieser Kategorie liefern. Die letzte Kategorie widmet sich dem neuen Trend, Fotos und Videos mit dem Handy zu erstellen. In der Länge dürfen die Filme 90 Sekunden nicht überschreiten. 2006 hat "Willy Pete" in dieser Kategorie gewonnen, eine satirische Aufarbeitung der Kampfhandlungen im Irak.
Kurzfilme satt
Alle Filme aus dem Vorjahr und natürlich auch die neu eingesandten Nominierungen gibt es auf der Webseite von Bitfilm zu sehen. Um die Filme zu betrachten, ist allerdings eine kurze Registrierung fällig. Wer eine eigene Kreation einreichen möchte, kann sein Werk ebenfalls auf Bitfilm.de hochladen. Die Gewinner werden am 15. Oktober in Hamburg mit der Roborella ausgezeichnet.
Die Preisträger des letzten Jahres:
3D Space: Versus
FX Mix: Travel Diary
Flash: Blow
Machinima: The Days After
Micromovies: Willy Pete
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