Zattoo: Internetfernsehen mit P2P-Hilfe
Zattoo: Die Oberfläche bleibt übersichtlich (Klick vergrößert).
Den knapp zwölf Megabyte großen Player gibt es momentan für XP, Vista und Mac OS X. Die Hardware-Anforderungen halten sich dabei in Grenzen: Neben einer DSL-Flatrate sollte der Rechner mit mindestens 1,5 GHz takten und 512 Megabyte Arbeitsspeicher unter der Haube haben. Zudem setzt Zattoo auf das NET-Framework 2.0, die Arbeitsbelastung während des laufenden Streams fällt mit knapp 15 Megabyte RAM dezent aus.
Bei diesen Angaben dürfen daher auch keine Wunder erwartet werden: Die Zattoo-Oberfläche besteht aus einem Video-Fenster und der Senderleiste am rechten Rand, wirkt also wie ein gewöhnlicher Media Player. Der Stream kann gestoppt und wieder gestartet werden, auch Lautstärkeregelung und Vollbild haben eigene Icons verpasst bekommen. Eine Pause- oder gar Aufnahme-Funktion ist aus rechtlichen Gründen nicht mit an Bord.
Im Gegensatz zu anderen P2P-Streamern kommt beim Senderwechsel dafür fast schon das am Fernseher bekannte Zapping-Gefühl rüber: Nicht einmal zehn Sekunden dauert der Kanalwechsel, zwei Sekunden davon entfallen für das Buffering. Wahrscheinlich ist das aber noch Beta-Luxus: Später sollen bei jedem Senderwechsel Werbeeinblendungen das kostenlose Zattoo-Angebot ermöglichen. Unterbrecher-Spots wie im normalen TV sollen dafür ebenso wenig zu sehen sein wie Banner.
Qualität: Kein Bild für die Götter
Maximal als akzeptabel ist allerdings die Bildqualität zu bezeichnen: Der Stream wirkt senderunabhängig leicht verwaschen, bei schnellen Bildbewegung ist eine ausgiebige Blockdarstellung zu beobachten. Bei Sportübertragungen machen Spielfeldlinien der Software das Leben schwer: Starke Treppenbildung trübt das Fernsehvergnügen. Obgleich das Bild recht konstant über den Äther kommt, patzt der Ton des Öfteren durch Stocken oder den plötzlichen Ausfall eines Kanals. Was davon auf den Betastatus geschoben werden kann, bleibt abzuwarten.
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