Zattoo: Internetfernsehen mit P2P-Hilfe
Vorteilsfernsehen für Menschenmassen
Die große Senderauswahl und bequeme Handhabung des herkömmlichen Fernsehens mit den Vorteilen eines Computers verbinden - das war der Plan von Beat Knecht und Sugih Jamin, als sie im Mai 2005 Zattoo gründeten. Seitdem wird an dem schweizerisch-amerikanischen Projekt gewerkelt, bis zum aktuellen Betatest waren mehr als 40 Sender zu empfangen. Und allesamt sind sie Internet-Streams normaler Fernsehsender, die am PC angeschaut werden können.
Alle großen deutschen Kanäle sind vertreten: ARD, ZDF, RTL und RTL 2, Sat.1, Pro 7, Kabel eins, VIVA, DSF, n-tv, VOX, arte - die Liste ist lang und beinahe vollständig. Erweitert wird das Angebot um mehrere Sender des schweizerischen, italienischen und französischen Fernsehens; BBC, CNN und Bloomberg runden die Palette ab. Laut Zattoo ist damit das Ende der Fahnenstange allerdings noch nicht erreicht: Mehr als 50 Kanäle sollen am Ende dem Nutzer kostenlos zur Verfügung stehen.
Zattoo - das ist japanisch und bedeutet nichts anderes als "Menschenmenge". Denn das Projekt präsentiert sich als Ablösung für den herkömmlichen Fernsehapparat: Zurzeit nutzen bereits weit über 100.000 Fernsehfreunde Zattoo, laut firmeneigenen Umfragen besitzt etwa ein Drittel kein TV-Gerät.
Von Zappingkultur und Grundversorgung
Ähnlich wie Joost und die asiatischen Streamer setzt auch Zattoo auf die Vorteile der P2P-Technologie, um möglichst stabile Streams gewährleisten zu können. Hierbei kontaktieren nur vergleichsweise wenige User die Server, der Löwenanteil an Streaming-Daten wird untereinander weitergegeben. Wer also per Zattoo einen Sender anschaut, sorgt mit seinem Upload zugleich dafür, dass andere ebenfalls die Datenpakete bekommen. Das sorgt für Unabhängigkeit gegenüber den Servern und eine konstant hohe Bandbreite - die entsprechend große Community vorausgesetzt.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.
