Auch DSL-Weiterverkäufer betroffen

Filesharing: Telekom löscht Verbindungsdaten nach einer Woche

Die Telekom speichert die IP-Adressen von DSL-Nutzern mit Flatrate-Verträgen in Zukunft nur noch für sieben Tage. Von dieser Praxis sind auch alle Kunden betroffen, die ihren DSL-Zugang von Telekom-Weiterverkäufern bekommen. Klagen gegen Tauschbörsen-Nutzer dürften damit in Zukunft deutlich schwieriger werden.

Die Telekom-Tochter T-Com hat jetzt gegenüber dem Onlinedienst heise.de erklärt, IP-Adressen von Flatrate-DSL-Nutzern nicht mehr wie bisher 80 Tage lang zu speichern.

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Der Konzern arbeitet demnach daran, alle Zugänge auf eine siebentägige Speicherung umzustellen. Diese Umstellung soll in einigen Monaten abgeschlossen sein. Dann werden auch die Daten von Providern wie Freenet, Congster und Lidl nach nur einer Woche gelöscht, da diese als Weiterverkäufer der T-Com-Netzzugänge auftreten.

Auch QSC und Arcor löschen Daten

T-Com reagiert mit diesem Schritt auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs, das die Speicherung derartiger Verbindungsdaten nur für Abrechnungszwecke erlaubt. Dem Urteil war ein Rechtsstreit zwischen der Telekom und einem Münsteraner Internet-Nutzer vorangegangen, der gegen die langen Speicherungs-Fristen geklagt hatte.

T-Com und seine Vertragspartner sind nicht die einzigen, die mit der Löschung von Verbindungsdaten begonnen haben. Der Netzanbieter QSC bestätigte bereits vor knapp einem Jahr gegenüber netzwelt, keine IP-Adressen von Flatrate-Nutzern mehr zu speichern.

Arcor hat nach Angaben von heise.de ebenfalls mit der Löschung derartiger Daten nach dem Ablauf einer Woche begonnen. Der Onlinedienst beruft sich dabei auf Erfahrungen von Ermittlungsbehörden, da Arcor eine derartige Löschung offenbar nicht bestätigen wollte.

Bremsblock für Massenklagen?

Die kürzeren Speicherfristen dürften den Vertretern der Musikindustrie gar nicht gefallen. Plattenfirmen nutzen derartige Verbindungsdaten, um Nutzer von Tauschbörsen zu identifizieren. Die Industrie muss dazu jedoch bisher in jedem Fall eine Anzeige gegen Unbekannt stellen. Die Anfrage an den Internet-Anbieter geht dann von der zuständigen Staatsanwaltschaft aus.

Staatsanwälte aus ganz Deutschland haben sich in der Vergangenheit mehrfach über massive Anzeigewellen beklagt, die zu monatelangen Verzögerungen geführt haben. In Zukunft dürften derartige Verfahren in vielen Fällen eingestellt werden.

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Im Forum diskutierenBeiträgeinsgesamt 28 Beiträge

Zitat: Das bedeutet, dass Tele2 eine schriftliche Bestätigung einfach annullieren darf? Ohne irgendwelche rechtliche konsequenzen? um es zu...

@waldibrieffreund Das bedeutet, dass Tele2 eine schriftliche Bestätigung einfach annullieren darf? Ohne irgendwelche rechtliche konsequenzen? Gruß Sycron

Zitat: Meinst Du, ist es eine Lüge? Du solltest mal die Antworten der Provider auf Anfragen nach BSDG anschauen (und Tele2 ist da keine Ausnahme): Da wird oft genug (und entgegen den...

@waldibrieffreund Tele2 hast es mir schriftlich bestätigt! Meinst Du, ist es eine Lüge? Gruß Sycron

Zitat: ich möchte meinen Internet Provider T-Com zu Tele2 wechseln. Tele2 hat mir schriftlich bestätigt, dass "eine Speicherung der IP findet bei Tele2 nicht statt!" "Und morgen hol...

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