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Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen
OperaTor verbindet Browser und Proxy-Netzwerk

von Moritz Zielenkewitz Uhr veröffentlicht

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Anonymität im Netz ist wichtig. Schließlich will der User trotz grassierendem Social Networking nicht bei jedem Seitenaufruf seine Identität preisgeben. Die Freeeware OperaTor greift deshalb jetzt Opera-Nutzern unter die Arme: Der Browser wurde um das Anonymisierungs-Netzwerk Tor erweitert und funktioniert zudem als Standalone ohne Installation - perfekt für den USB-Stick.

Anonymität im Netz ist wichtig. Schließlich will der User trotz grassierendem Social Networking nicht bei jedem Seitenaufruf seine Identität preisgeben. Die Freeware OperaTor greift deshalb jetzt Opera-Nutzern unter die Arme: Der Browser wurde um das Anonymisierungs-Netzwerk Tor erweitert und funktioniert zudem als Standalone ohne Installation - perfekt für den USB-Stick.

Nach dem Download befindet sich OperaTor als Ordner auf der Festplatte. Darin versteckt sind neben dem Browser Opera auch noch der Anonymisierer Tor und das Sicherheitstool Privoxy. Alle drei Programme sind miteinander kombiniert, sodass OperaTor beim Surfen standardmäßig die Identität schützt. Wird die Freeware auf einen Stick kopiert oder auf CD gebrannt, kann sie zudem auf Reisen oder an fremden Computern verwendet werden, um spurenarm ins Internet gehen zu können. Wer das schon kennt - das Ganze funktioniert ähnlich wie beim Firefox mit Torpark. Wie das geht, steht in einem netzwelt-Tutorial.

Opera plus Tor: Die Oper schließt ihre Pforten

Nach einem Doppelklick auf die exe-Datei startet der Browser ohne Installation. Die Oberfläche ähnelt dem normalen Opera - schließlich arbeitet Version 9.1 unter der Haube. Der größte Unterschied der Freeware OperaTor ist die zusätzliche Leiste am unteren Browserrand: Hier wird angezeigt, welche Arten der Anonymisierung derzeit aktiv sind. Java und JavaScript können deaktiviert werden, damit möglicherweise sicherheitsgefährdende Skripte und Applets beim Seitenaufbau nicht ausgeführt werden.

OperaTor LeisteAlle Elemente der Anonymisierung können per Klick gesteuert werden.

Plug-ins verhindert oder erlaubt das Benutzen von nachgerüsteten Anwendungen wie dem Flash Player. So kann das Plugin zwar installiert und auf vertrauenswürdigen Seiten aktiviert werden, ein schnelles Abschalten ist aber genauso möglich. Wenn andere Seiten keine personalisierten Informationen über den User auf dessen PC ablegen sollen, können mit einem Klick Cookies deaktiviert werden. Und damit ein Webserver beim Seitenaufruf nicht erfährt, von welcher Seite der Nutzer kommt, kann der Referrer abgeschaltet werden.

OperaTor

OperaTor: Optisch wie das normale Opera (Klick vergrößert)

Der wichtigste Punkt ist allerdings Enable Proxy Servers: Ist dieser aktiviert, werden sämtliche Seitenaufrufe über das Proxy-Netzwerk Tor umgeleitet. Der Browser kontaktiert zufällig einen der knapp tausend Tor-Server, danach wird die Anfrage über mehrere Router im Tor-Netz verschlüsselt durchgeschleust und nimmt erst vom Austritts-Server mit der eigentlichen Website Kontakt auf. Der Vorteil: Der Server, auf dem die Seite liegt, erfährt IP-Adresse und sonstige Informationen nicht vom eigenen PC, sondern vom letzten Tor-Server. Und da diesen viele User gleichzeitig als Ausgang nutzen, bleibt die Anonymität gewahrt. Mehr Informationen zu Proxy-Diensten gibt es in einem netzwelt-Vergleichstest.

"Operator?" - "Ja." - "Bleib unerkannt!"

OperaTor ist eine komfortable und mit knapp fünf Megabyte auch enorm kleine Möglichkeit, unerkannt im Netz zu surfen. Die Standalone-Variante ermöglicht zudem den Proxy zum Mitnehmen, ähnlich wie Torpark und Anonym.OS es anstreben. Der große Nachteil der Anonymität: Die Geschwindigkeit bei der Internetnutzung sinkt rapide, von einem gutsituierten DSL bleibt oft nur eine ISDN-Übertragungsrate übrig. Wer bereit ist, dieses Opfer zu bringen, wird mit einem Opera belohnt, dass die eigene Identität schützt und dank zusätzlicher Leiste praktisch zu steuern ist.

OperaTor Award

Kommentare zu diesem Artikel

Anonymität im Netz ist wichtig. Schließlich will der User trotz grassierendem Social Networking nicht bei jedem Seitenaufruf seine Identität preisgeben. Die Freeeware OperaTor greift deshalb jetzt Opera-Nutzern unter die Arme: Der Browser wurde um das Anonymisierungs-Netzwerk Tor erweitert und funktioniert zudem als Standalone ohne Installation - perfekt für den USB-Stick.

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  • r.a. schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    Ich hatte die Version, die in dem Artikel angeboten wurde, runtergeladen. Dieser Download funzt aber scheinbar nicht mehr. Dann, nach Ausführen der exe auf "Tools" - "Preferences" - "Language" - "Deutsch" auswählen. Eine extra Sprachdatei habe ich nicht einfügen müssen - denke ich. Ist schon ne Weile her. :rolleyes:
  • thetrueholly schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    @ r.a.: wo finde ich denn die deutsche Sprachdatei speziell für OperaTor- ich habe sie nämlich trotz längerer Suche leider nicht im Netz gefunden. Ich hatte lediglich die Sprachdatei für das normale Opera gefunden und da bekam ich dann nur eine Fehlermeldung, daß das nicht die richtige Sprachdatei sei und weiter passierte nichts :-( ...Danke schonmal!!!
  • r.a. schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    operas, ich kann deine Frage zwar im Moment nicht beantworten, moechte aber sagen, dass ich das Programm z.Z. recht erfolgreich in Asien einsetze. Nochmals besten Dank an die Redaktion. Gruz ra
  • operas schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    Hallo, gibt es im aktuellen OperaTor auch eine Möglichkeit, die Browserkennung zu ändern? Andernfalls bringt dieses Tool leider nicht wirklich viel. All the best
  • r.a. schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    Was lange waehrt ... ;) Vielen Dank fuer deine Hilfe. Das kopieren der Daten mache ich erst nach meinem Urlaub. Wichtiger war fuer mich die Frage nach den Daten, die vielleicht im Rechner (I-Net-Cafe) bleiben. Irgendwie ist es immer eine Nutzen-Risiko-Frage. Der Fehler mit dem Firefox ist schon laenger nicht mehr aufgetreten. War wohl nur temporaer. :rolleyes: Gruz ra
  • MozZz schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    Hallo r.a., gut, dass du den Thread nochmal nach oben bringst - ich hatte ihn nämlich übersehen. Hier die Antworten, wobei ich die Begriffe OperaTor und Standalone jetzt mal gleichgesetzt habe, denn OperaTor ist ja eine Standalone-Version:
    Und, werden beim surfen mit der Standalone-Version keinerlei Daten auf dem (Fremd)Rechner gespeichert?
    Zitat: r.a.
    Grundsätzlich nicht, der Cache landet ja auf dem USB-Stick. Aber auf jeden Fall landen die Daten zwischendurch im Arbeitsspeicher des PCs und werden höchstwahrscheinlich auch temporär auf der Festplatte abgelegt - deshalb ist es auch wichtig, Cookies, Java (und eigentlich auch Flash) zu unterbinden, um das Risiko zu minimieren. Davon abgesehen: An die Beta-Version einer Freeware, die privat entwickelt wurde, würde ich nicht den Anspruch stellen, dass absolut gar keine Spuren auf dem Fremdrechner hinterlassen werden. Vorrangig zielt OperaTor darauf ab, dich über TOR dem Internet gegenüber zu verstecken, und das funktioniert gut. Dass es zudem schwieriger wird, auf dem benutzten Rechner Informationen von dir zu erschnüffeln, sollte als Bonus betrachtet werden. Hmm, wenn ich mit OperaTor im Netz war und den Browser schliesse, klappt Firefox nicht mehr. Erst nachdem ich die LAN-Verbindung deaktiviert und dann wieder aktiviert habe klappt das surfen wieder. :confused: Leider konnte ich das Problem nicht nachvollziehen, bei mir laufen sowohl OperaTor und Firefox/Opera nacheinander als auch gleichzeitig einwandfrei. Die einzige Idee wäre, mal zu prüfen, ob nach dem Beenden von OperaTor Privoxy oder TOR noch aktiv sind - entweder anhand des blauen P im System Tray oder als noch laufender Prozess im Task Manager. Das würde erklären, warum der normale Browser dann nicht funktioniert, weil er ja keine Proxy-Einstellungen verpasst bekommen hat. Ich hoffe, ich konnte ein wenig helfen. Falls es dir nur um einen portablen anonymen Browser geht und du nicht zwingend Opera benutzen willst, würde ich dir Torpark empfehlen - also der Firefox mit TOR. Ist schon länger in der Entwicklung und daher benutzerfreundlicher. Vielleicht einen Versuch wert, da du ja eh privat den Firefox benutzt. Gruß
  • r.a. schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    Wie bekomme ich das Flash-PlugIn in OperaTor bzw in die Standalone-Version? Und, werden beim surfen mit der Standalone-Version keinerlei Daten auf dem (Fremd)Rechner gespeichert??? Sorry, wenn ich den Thread noch mal nach oben bringe, ich braeuchte aber eine Antwort - zumindest auf die 2te Frage - bis Freitag. Es waere schoen, wenn zumindest der zustaendige Redakteur mir helfen koennte. :rolleyes: Gruz ra
  • r.a. schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    Hmm, wenn ich mit OperaTor im Netz war und den Browser schliesse, klappt Firefox nicht mehr. Erst nachdem ich die LAN-Verbindung deaktiviert und dann wieder aktiviert habe klappt das surfen wieder. :confused: Fragen ueber Fragen, hat denn keiner von euch OperaTor mal getestet? Gruz ra
  • r.a. schrieb Uhr
    AW: Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen

    Hallo. Grade angemeldet - und schon die ersten Fragen. :D Ich surfe mit dem Firefox. Da ich diesen Artikel gelesen habe, dachte ich mir, dass OperaTor keine schlechte Idee sei. Runtergeladen war es schnell und auch die deutsche Sprachdatei habe ich ohne fremde Hilfe gefunden. :rolleyes: Nun stehe ich aber vor folgendem Problem: Wie bekomme ich das Flash-PlugIn in OperaTor bzw in die Standalone-Version? Und, werden beim surfen mit der Standalone-Version keinerlei Daten auf dem (Fremd)Rechner gespeichert? Gruz ra

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Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen
Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen
Anonymität im Netz ist wichtig. Schließlich will der User trotz grassierendem Social Networking nicht bei jedem Seitenaufruf seine Identität preisgeben. Die Freeeware OperaTor greift deshalb jetzt Opera-Nutzern unter die Arme: Der Browser wurde um das Anonymisierungs-Netzwerk Tor erweitert und funktioniert zudem als Standalone ohne Installation - perfekt für den USB-Stick.
http://www.netzwelt.de/news/75212-freeware-woche-anonym-opera-surfen.html
2007-02-22 12:33:00
News
Freeware der Woche: Anonym mit Opera surfen