WDDM und CUDA: Ein Interview mit Andrew Fear

Interview: Nvidia über die Zukunft der Grafikkarte

Es kommt Bewegung in die Welt der Grafikbeschleuniger. Früher als reine Polygonschleudern bei Spielen benutzt, gibt es für die leistungsfähigen Rechenmonster jetzt auch ein Dasein jenseits des Gamings. Netzwelt sprach mit Andrew Fear, Nvidias Produktmanager im Bereich Software, über die neue Grafikarchitektur WDDM in Windows Vista und die Zukunft der Grafikkarten.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1WDDM wird bereits genutzt
  2. 2Welche Grafikkarten sind mit WDDM kompatibel?
  3. 3Home Basic hat kein WDDM
  4. 4Kein Leistungsverlust bei Spielen
  5. 5Echtzeiteffekte für Multimedia
  6. 6CUDA: Grafikpower für die Wissenschaft

WDDM wird bereits genutzt

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netzwelt: Welche Anwendungen profitieren bereits von der neuen Grafikarchitektur WDDM von Windows Vista?

Fear: Windows Vista ist gerade neu und während der jetzigen Übergangsphase ist es noch schwierig zu sagen, welche Programme von Drittanbietern davon profitieren. Wenn wir jetzt nur über Vista reden: Es ist eine der großartigen Eigenschaften von Windows Aero, dass es die gesamte Oberfläche beschleunigt und so alle Programme einen Nutzen vom Grafikprozessor haben.

Alle Spiele, die bei Vista dabei sind, nutzen die DirectX-Funktionen der GPU. Das merkt man sofort bei Spielen wie "Chess Titans" oder "Texas Hold´em", das bei der Ultimate Edition von Vista dabei ist. Wir können jetzt auch zum ersten Mal eine GPU-Beschleunigung für Arbeitsanwendungen wie Microsoft Office anbieten. Es ist eine aufregende Zeit für uns, jetzt wo die GPU ein wesentlicher Bestandteil von Vista geworden ist.

Welche Grafikkarten sind mit WDDM kompatibel?

netzwelt: Funktionieren nur Grafikkarten mit dem "Premium Ready"-Label mit der WDDM-Architektur? Was ist mit älteren Karten? Gibt es mit diesen keine Hardwarebeschleunigung der GUI?

Fear: Es gibt zwei "Premium"-Programme. Das Premium-Label für Einzelgeräte von Herstellern von Zubehörkarten und das Premium-Label für Komplettsysteme. Eine der Voraussetzungen für diese Logoprogramme ist, dass die Grafikkarte das Windows Display Driver Model WDDM unterstützen muss. Das ist die Grundlage für alle neuen Features, die man mit Vista bekommt, inklusive Aero, geschütztem Video, der Sidebar und noch mehr.

Das bedeutet aber nicht, dass ausschließlich Karten mit dem Vista-Premium-Aufdruck WDDM und damit Aero unterstützen. Es ist möglich, WDDM-Treiber für Grafikkarten zu schreiben, die nicht alle Voraussetzungen für das Label erfüllen und die dennoch Windows Aero-tauglich sind. Alle Nvidia GeForce-FX-Karten der Serien sechs, sieben und acht sind WDDM-fähig. Ältere Karten, die nicht mit WDDM kompatibel sind, sind nicht für Aero geeignet, und ohne geht es nicht.

netzwelt: Was passiert, wenn der Anwender einige Windows-Dienste manuell deaktiviert, um Ressourcen zu sparen? Kann man damit aus Versehen die neuen WDDM-Möglichkeiten komplett abschalten?

Fear: Microsoft war klug genug, Aero so zu entwickeln, dass der Nutzer die Möglichkeit hat, einige von Aeros Eigenschaften wie die transparenten Fenster zu deaktivieren, wenn das nötig ist.

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