Wie das Internet die Medien beeinflusst
Massenmedien im Wandel: Zeitungen und Zeitschriften
Internet & Netzwelt
Das Web wirbelt den Medienmarkt auf. Redaktionelle Inhalte und Nachrichten gibt es im Internet kostenlos und dank den Suchmaschinen findet jeder in Sekundenschnelle das, was er sucht. Damit steht das Web in Konkurrenz zu den herkömmlichen Printmedien. Löst das Internet die Zeitung und das Magazin ab? Oder ergänzen sich beide Medien lediglich? Der letzte Teil unserer dreiteiligen Serie geht diesen Fragen auf den Grund.
Inhalt
- Internet gegen Print
- Vorteile des Webs
- Internet als Werbeplattform immer wichtiger
- Werbers Liebling: Die Zielgruppe
- Analyse des Leserverhaltens
- Die Vorteile der Printmedien
- Internet muss kostenlos sein
- Die Zukunft ist digital
Im letzte Teil der Trilogie widmen wir uns dem klassischen Printmarkt. Zeitung, Magazine und Fachblätter sind seit jeher ein wichtiges, klassisches Informationsmedium. Laut der Studie "Timebudget12" von Forsa nutzen rund die Hälfte der Befragten die Zeitung täglich, ein Viertel liest täglich Zeitschriften. Damit liegen die Printmedien noch vor dem Internet, das von knapp über 40 Prozent jeden Tag konsultiert wird.
Doch stehen die beiden Medien überhaupt in direkter Konkurrenz zueinander? Kostet das Internet die Zeitungen Leser oder unterscheidet sich die Nutzung der Angebote so, dass beide ihre Existenzberechtigung haben? Wir sprachen mit Medienforscher Jesko Kaltenbaek von der FU Berlin: "Das Internet bietet für den interessierten Leser eine Fülle von Vorteilen: Die Nachrichten sind aktueller, internationaler, bieten mehr Bildmaterial und können selbst zusammengestellt werden."
Kaltenbaek unterscheidet zwischen drei Nutzergruppen: "Zum einen die traditionellen Leser, die dem Lesen von gedruckten Materialien eindeutig den Vorzug geben gegenüber Bildschirmtexten. Eine zweite Gruppe bilden die Netzleser. Sie sind es gewohnt, Texte am Bildschirm zu lesen und haben oft keine Tageszeitung abonniert. Eine dritte Gruppe bilden die flexiblen Leser, die sich ihre Informationen je nach Bedarf und Möglichkeit gedruckt oder virtuell zusammenstellen."
Im Netz hat der Leser die freie Auswahl. Die Inhalte sind nicht vorselektiert wie bei der Zeitung. Über die Suchmaschinen erscheint in Sekunden der gewünschte Inhalt auf dem Schirm. RSS-Reader laden automatisch die neuesten Artikel herunter. Onlinemagazine sind ähnlich angelegt wie die gedruckten Varianten. Sie versorgen den Leser mit Neuigkeiten aus den verschiedenen Ressorts, liefern Storys und Hintergrundinformationen zu beliebigen Themen.
Obwohl die Nachrichten- und Magazinmedien im Web und in gedruckter Form scheinbar das gleiche Publikum anvisieren, bedeutet das nicht automatisch, dass sie sich gegenseitig kannibalisieren. Zeitungsleser lesen anders als Onlineleser: "Eine Tageszeitung schlägt man am Küchentisch auf, faltet man neben der Marmelade und der Butter zusammen, lässt man in der U-Bahn oder im Bus liegen", sagt Kaltenbaek.
Entspannend und vielseitig: Lesen
Internet als Werbeplattform immer wichtiger
Während die Nutzer beide Formen der jeweiligen Medien je nach Bedarf anwenden, sind Web und Print auf einem anderen Sektor harte Konkurrenten: dem Werbemarkt. Die Gelder der werbenden Unternehmen sind hart umkämpft. Denn Werbung ist der finanzielle Stützpfeiler der kommerziellen Anbieter, im Web nicht weniger als im Printmarkt.
Jetzt sind Sie dran.
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