Test: Schnurlose Gamepads im Vergleich
Handhabung
Ihre Ausstattungsdefizite gegenüber den Mitbewerbern wollen das Cordless Rumblepad 2 und P2900 Wireless durch eine Programmier-Software wieder wettmachen - was dem einen besser, dem anderen weniger gut gelingt. Ausgerechnet das günstigste Gamepad im Vergleich besitzt die besten und benutzerfreundlichsten Konfigurationsmöglichkeiten. Wie schon beim Joystick-Vergleich von netzwelt wandert dieser Punkt eindeutig an Saiteks Adresse. Die Logitech "Gaming Software" ist in puncto Funktionsumfang und Übersichtlichkeit deutlich beschränkter.
Während die Spielgeräte von Logitech und Thrustmaster eher kleine bis mittelgroße Hände ansprechen, passt Speed-Links Controller auch zu etwas größeren Pranken. Den besten Kompromiss erzielt hingegen das P2900 von Saitek, das wie die verkabelten Werkskollegen P2600 und P990 jede Art von Gliedmaßen komfortabel unterbringt. Anders als bei der Konkurrenz gibt es beim Thrustmaster Rechargeable zwei Festhalte-Optionen: Entweder man lässt die Mittelfinger unter dem Gamepad liegen und hat die beiden Analog-Trigger in optimaler Griffbereitschaft, oder man legt die Mittelfinger auf die Analog-Trigger und erreicht auch die restlichen Schultertasten verkrampfungsfrei.
Die knackige Rückmeldung des Logitech-Gamepads gilt als Maßstab für sämtliche Mitbewerber. Dahinter folgen in absteigender Reihenfolge das Saitek P2900, Thrustmaster Rechargeable und als Schlusslicht das Speed-Link Independence. Störend bei den beiden Letzteren sind jedoch die schwammigen und locker sitzenden Schultertasten. Beim Steuerkreuz bekleckert sich leider kein Kandidat mit Ruhm: Bei Logitech wirkt es klapprig, bei Saitek ungünstig geformt, bei Speed-Link minderwertig und bei Thrustmaster gibt es für acht Positionen bloß acht Druckpunkte.
Da ein netzwelt-Redakteur nunmal nicht über die Fähigkeiten einer mutierten Comic-Figur verfügt, lassen wir über die Ergonomie mehrere verschiedene Hände entscheiden. Nachdem alle vier Gamepads bei den anwesenden Kollegen die Runde machten, kristallisieren sich das Logitech Rumblepad 2 und Saitek P2900 als Sieger heraus. Thrustmaster landet mit minimalem Rückstand auf dem zweiten Platz und Speed-Link abgeschlagen auf dem letzten.
Good vibrations
Im folgenden Abschnitt bleibt Saitek mangels Rumpel-Rückmeldung außen vor. Die Force-Feedback-Effekte der restlichen Vertreter stellen die drei Rennspiele "Need for Speed Carbon", "World Racing 2" und "GTR 2" auf die Probe. Im Arcade-Racer "Need for Speed" überquert der kräftige Thrustmaster-Controller als erster die Ziellinie, da er bei Unfällen und Fahrbahnunebenheiten die stärkste Rückmeldung gibt. Das Logitech-Pad bringt sich bei denselben Situationen ebenfalls aktiv ein, aber deutlich schwächer. An Speed-Link gehen selbst die heftigsten Chrashs spur- und spürlos vorbei.
Links zum Thema
- Roundup: Die beste Gamer-Hardware
- Speed-Link
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- Saitek P990 und P2600 im Test
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