Markante Gebäude aus allen vier Himmelsrichtungen betrachten
Aus der Vogelperspektive: Eine neue Sicht auf Microsofts Virtual Earth
Eine neue Funktion in Microsofts Online-Globus Virtual Earth ermöglicht den hochauflösenden Blick aus der Vogelperspektive auf insgesamt 160 Städte, darunter 58 deutsche. Im Gegensatz zu den Satelliten-Bildern von Google Earth setzt Microsoft dabei auf echte Luftbildaufnahmen, die von einem Flugzeug aus aufgenommen wurden.
Der Blick aus dem All auf unsere Erde ist eng mit dem Begriff Google Earth verknüpft. Ein neues Feature in Microsofts Konkurrenz-Angebot Virtual Earth könnte dem Platzhirsch aber weitere Online-Reisende abluchsen. Betrachter der Google-Welt nehmen größere Städte nämlich bislang hauptsächlich als rotes Dächer-Meer war. Die nun in Virtual Earth verfügbare Option "Bird's-Eye-View" ermöglicht eine im wahrsten Wortsinn schräge Perspektive.
Im 45-Grad-Winkel können Entdecker nun einen Blick auf interessante Immobilien, Straßenzüge und Sehenswürdigkeiten werfen. Die Qualität der Luftbilder liegt dabei deutlich über der der Satelliten-Aufnahmen. In der höchsten Zoom-Stufe lassen sich sogar einzelne Automodelle voneinander unterscheiden.
Markante Gebäude aus allen vier Himmelsrichtungen betrachten
Mit Hilfe eines Menüs kann zusätzlich der Blickwinkel verändert werden. Der Blick auf ein Gebäude ist so aus allen vier Himmelsrichtungen möglich. Innerhalb Deutschlands ist dies zur Zeit in folgenden Städten möglich:
Aalen, Aschaffenburg, Augsburg, Baden-Baden, Bamberg, Bayreuth, Binz, Brandenburg, Chemnitz, Cottbus, Dessau, Dresden, Erfurt, Erlangen, Freiburg im Breisgau, Gera, Göppingen, Görlitz, Halle, Hanau, Heilbronn, Ingolstadt, Jena, Karlsruhe, Kempten (Allgäu), Konstanz, Landshut, Leipzig, Lübeck, Ludwigsburg, Magdeburg, Mannheim, München, Neumünster, Nürnberg und Fürth, Offenburg, Pforzheim, Plauen, Potsdam, Reutlingen, Rosenheim, Rostock, Saarbrücken, Sassnitz, Schwäbisch Gmünd, Sindelfingen, Speyer, Stralsund, Stuttgart, Trier, Tübingen, Ulm, Villingen-Schwenningen, Waiblingen, Weimar, Wolfsburg und Würzburg.
Ewiger Sommer: Public-Viewing und Fanmeilen in Virtual Earth
Beim 45-Grad-Blick über diese Städte stolpert der Betrachter öfter über markante Überbleibsel der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft, insbesondere Public-Viewing-Plätze oder riesige Plastik-Fußbälle. Microsoft hat dafür eine einfache Erklärung: "Da das Wetter schön und das Laub an den Bäumen zur besseren optischen Erkennung grün sein muss, steht für diese aufwändigen Fotos nur ein begrenzter Zeitabschnitt zur Verfügung. Die jetzt online abrufbaren Bilder deutscher Städte stammen aus dem Sommer 2006: WM-Symbole wie Public-Viewing-Plätze und Riesen-Fußbälle sind daher deutlich zu sehen."
Microsoft Virtual Earth
Die Welt von oben: Von hier aus können sich Online-Reisende Stück für Stück heranzoomen. In manchen Gebieten ist dies ab sofort, dank echten Luftbildaufnahmen, mit beeindruckendem Tiefgang möglich.
So lässt sich beispielsweise die Münchner Frauenkirche aus allen vier Himmelsrichtungen betrachten.
Die Aufnahmen wurden von einem mit fünf Kameras ausgestatteten Flugzeug angefertigt, welches die entsprechende Region nach vorgegebenen Abschnitten überflog. Eine Kamera war dabei direkt nach unten, die restlichen vier in jeweils eine Himmelsrichtung ausgerichtet. Demnächst wird noch eine 3D-Darstellung von Gebäuden folgen, wie sie derzeit bereits für 15 US-amerikanische Städte angeboten wird.
