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Stealth-Marketing: Das gefakte Netz Über die heimlichen Aktivitäten der Unternehmen im Netz

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Geringe Kosten locken PR-Strategen

Vor allem die vergleichsweise günstigen Kosten könnten viele PR-Strategen locken. Langner: "Eine vergleichbar große Zahl an Menschen zu erreichen, ist auf konventionellen Wegen viel teurer - beim Stealth Marketing entfallen schließlich die Verbreitungskosten, um etwa Anzeigen in Print-Medien zu schalten oder TV-Spots zu senden."

Beim Verbraucherportal Dooyoo, bei dem Internetnutzer Produkttests veröffentlichen können, ist man sich der Gefahr bewusst, sieht das Phänomen Stealth-Marketing aber gelassen: "Weil unsere Mitarbeiter alle bei Dooyoo veröffentlichten Texte innerhalb weniger Tag gegenlesen, würde es uns auffallen, wenn Unternehmen im großen Stil einseitig positive Bewertungen einstellen würden", sagt Unternehmenssprecher Tim Schäfer. "Komplett ausschließen können wir solche gefälschten Berichte aber nicht."

Eine eingehende Kontrolle der Texte erschwert es natürlich, Werbebotschaften zu platzieren. Genau das kann aber zum Problem werden, wenn jeder Internetnutzer anonym und jederzeit Texte verändern kann wie zum Beispiel bei Wikipedia. Dass auch bei der Web-Enzyklopädie unliebsame Autoren mitwirken, ist unbestritten. Übeltäter sind jedoch nicht immer nur PR-Firmen: "Dass Nutzer einseitige Ansichten vertreten, kommt nicht nur bei Artikeln über Unternehmen oder Produkte vor. Es gibt zum Beispiel auch Autoren, die erfolglos versuchen, gegen den Willen der Mehrheit eine spezielle Interpretation der Relativitätstheorie oder radikale politische Ansichten in Wikipedia-Artikel einzufügen," sagt Wikipedia-Sprecher Kurt Jansson.

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4 Kommentare

  • Jamahl schrieb Uhr
    AW: Stealth-Marketing: Das gefakte Netz

    Ja ich dachte bloß, dass man diese Marketing Strategie nach dem Film benannt hat, weil sie dort evtl. zum erstem mal richtig zum Einsatz kam. Jetzt bin ich schlauer;)
  • --Spatzenei-- schrieb Uhr
    AW: Stealth-Marketing: Das gefakte Netz

    Die Tarnkappenbomber, die unsichtbar für Radar sind

    Gehört zwar nicht hierher, aber ich möchte nur mal anmerken, dass ein "Tarnkappenbomber", wie ihn Freund Yankee (also die Amerikaner-Sippe) nennt, nicht zwangsläufig auch so "stealth" ist, wie die Jungens auf der anderen Seite des großen Teiches behaupten.

    Die Russen können diese fliegenden Blechklumpen sehr wohl auf ihrem Radar sehen.
  • DominikS schrieb Uhr
    AW: Stealth-Marketing: Das gefakte Netz

    Stealth heißt aus dem Englischen übersetzt Heimlichkeit. Stealth Marketing ist also einfach heimliches Marketing. Mit dem Film hat das Steahlth-Marketing also nichts zu tun: Die Tarnkappenbomber, die unsichtbar für Radar sind und in dem Film die Hauptrolle spielen, heißen auf Englisch stealth bomber.
  • Jamahl schrieb Uhr
    AW: Stealth-Marketing: Das gefakte Netz

    Kommt der Name "Steath" eigentlich vom gleichnamigen Film

    Unter "Amateur Videos" finden sich nämlich allem Anschein nach gefakte Videos, die Existenz der im Film gezeigten Flugzeuge beweisen soll.

    Edit: Leider bleibt auch Netzwelt nicht von Stealth-Marketing verschont (Ok schlechter Witz :))

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Dominik Schöneberg
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