Alternative Treiber für Ati-Grafikkarten
Freeware der Woche: Omega Drivers
Manche Menschen haben einfach zu viel Zeit. Und das ist auch gut so, besonders wenn sie damit etwas Sinnvolles anfangen. Sonst hätte es die alternativen "Omega Drivers" von Angel Trinidad wahrscheinlich nie gegeben. Enthusiastischen Hardware-Freaks und Gamern mit Ati-Grafikkarten sind sie bereits seit Jahren ein fester Begriff. Einfacher Grund: Sie sind ressourcenschonender und bieten bedeutend mehr Möglichkeiten als die Originaltreiber vom Hersteller.
Seit geraumer Zeit bildet das "Catalyst Control Center" die wichtigste Schaltzentrale der Ati-Treiber. Um diese überhaupt nutzen zu können, muss allerdings vorher Microsofts Programmier-Plattform ".NET Framework" heruntergeladen und installiert werden. Im Vergleich zur vorherigen Lösung, als die erweiterten Grafikoptionen noch einen Bestandteil der Anzeige-Eigenschaften von Windows bildeten, laufen Teile der Software ständig im Hintergrund und verbrauchen mehr Arbeitsspeicher.
Freeware der Woche: Omega Drivers
Über ein Symbol im Windows-Systemtray stellen die so genannten Tray Tools, ein Bestandteil der Omega-Treiber, eine Menge zusätzlicher Funktionen bereit.
Über die Bild-in-Bild-Funktion erscheinen zusätzliche Informationen auf dem Schirm.
Wichtige Daten lassen sich jederzeit überwachen, über Tastenkürzel können die Taktfrequenzen sogar während dem Zocken justiert werden.
Wie früher sind die erweiterten Optionen von Ati-Grafikkarten in die Windows-Anzeige-Eigenschaften integriert.
Overclocker können entweder selber takten oder auf eine praktische Automatik mit Artefakt-Scanner zurückgreifen.
Nachträgliche Eingriffe in die Lüfter-Drehzahl können Ohren oder Hardware schonen.
Außerdem kommt es beim Aufruf des aktuellen Kontrollzentrums besonders auf langsamen Rechnern zu recht langen Ladezeiten. Die Omega Drivers basieren zwar auf den Original-Treibern von Ati, bringen jedoch die altbekannte Benutzeroberfläche zurück und kommen ohne .NET aus. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch RAM-Reserven. Erhöhte Aufmerksamkeit verdienen neben den Treibern selbst noch die so genannten "Tray Tools".
Ähnlich dem ATITool stellen sie über ein Symbol im Systemtray unten rechts auf dem Windows-Desktop eine beträchtliche Anzahl zusätzlicher Funktionen und Informationen bereit. Große Sympathie dürften diese vor allem bei der Fraktion der Overclocker ernten, die das letzte Quäntchen Leistung aus ihrem 3D-Beschleuniger herauskitzeln möchten. Das Spektrum reicht von manueller und automatischer Übertaktung über Lüftersteuerung und Temperaturkontrolle bis hin zum Auslesen der Mainboard-Sensoren.

Wer genau wissen möchte, wie viel das Anheben der GPU- und Speicherfrequenzen letztendlich bringt, kann sie sogar per Tastenkürzel mitten im Spiel justieren. Per Keyboardbefehl lässt sich zudem eine Vielzahl anderer Grafik-, Monitor- und Audio-Funktionen ansteuern. Mit ein paar Häkchen an der richtigen Stelle erscheinen während des Zockens mitunter wichtige Daten wie Bilder pro Sekunde, Temperaturen und Speicherbedarf auf dem Schirm.
Die Omega Drivers gibt es sowohl für Ati- und Nvidia- als auch betagte 3dfx-Karten, aber bislang noch nicht für Windows Vista. Selbst wenn es wieder einmal etwas länger dauern sollte, bis Angel Trinidad eine neue Treiber-Version veröffentlicht - das Warten lohnt sich. Den Link zur Website finden Sie wie immer in der Link-Box unter diesem Artikel.

