Joystick-Test: Saitek X52 Pro vs. Thrustmaster Hotas Cougar
Flugschule: Battlefield 2 und Flight Simulator X
Nicht umsonst liegt dem Hotas Cougar ein 186-seitiges Handbuch bei, denn hier sieht die Sache schon etwas komplizierter aus. Wer seine Englischkenntnisse lieber nicht auf die Probe stellen möchte, findet im Internet eine deutsche Übersetzung der flott geschriebenen Bedienungsanleitung. Hier darf der Begriff der "Programmierung", der sich bei normalen Eingabegeräten im Grunde nur auf ein paar Mausklicks beschränkt, durchaus wörtlich genommen werden. Im so genannten "Foxy Editor" werden Textbefehle zeilenweise angezeigt, ähnlich dem Quellcode einer Software.
Wer zum Selbermachen nicht die nötige Lust oder Zeit aufbringt, greift einfach auf vorgefertigte Profile zurück, die enthusiastische Cougar-Fans zum kostenlosen Download für aktuelle Spiele anbieten. Dank des internen Speichers lassen sich nicht nur Profile auf den Joystick laden, sondern sogar Firmware-Updates vornehmen. Doch glücklicherweise kann mit beiden Joysticks auch einfach nur gezockt werden: Spiel starten, Steuerung einstellen, fertig.
Joystick-Test: Saitek X52 Pro vs. Thrustmaster Hotas Cougar
Die so genannte Todeszone lässt sich sauber für jede einzelne Achse einstellen.
Durch den übersichtlichen Editor wird das Anlegen persönlicher Profile zum Kinderspiel.
Ohne Englischkenntnisse oder Wörterbuch kommt man bei der Konfiguration nicht weit.
Das LCD leuchtet ebenfalls nur bei Bedarf und zeigt außer Datum, Uhrzeit und Stoppuhr auch Flugdaten aus dem Microsoft Flight Simulator X.
Dank seiner höhenverstellbaren Handauflage eignet sich der Saitek-Knüppel auch für kleinere Gliedmaße.
Der Begriff der Programmierung darf wörtlich genommen werden. Doch glücklicherweise lassen sich auch vorgefertige Profile herunterladen.
Das Metall-Monster ist eine originalgetreue Replika der Steuerung des US-Kampfjets F16.
Vorgenomme Einstellungen lassen sich auf einem internen Speicher ablegen oder von dort auslesen.
In Sachen Verarbeitungsqualität ist das Thrustmaster-Modell absolut konkurrenzlos.
Auf ein modernes Design wurde bei der Cougar-Software wenig Wert gelegt.
Im Gegensatz zum X52 Pro besitzt der Cougar-Knüppel keine dritte Achse, nur einen Anschluss für optionale Fußpedale.
Die LEDs am Schubregler verändern je nach Position die Farbe, zudem lässt sich der Widerstand von bombenfest bis butterweich einstellen.
Wem es zu bunt wird, der kann das LED-Arsenal auch einfach abstellen.
Wer schon immer einmal den berühmten roten Knopf drücken wollte, .....
Außer zwei roten Schaltern am Griff dominieren schwarzer Lack und graue Bedienelemente.
Das Rädchen für die drei Profil-Modi sorgt sogar für eine optische Untermalung der getroffenen Auswahl.
Erst beim Anblick der Testoberfläche wird der volle Funktionsumfang deutlich.
Zu den Besonderheiten des Saitek-Joysticks zählt das große LC-Display.
Trotz fehlender Verstellmöglichkeiten ist die Ergonomie des Thrustmaster-Systems schlichtweg perfekt.
Für ein geschicktes Taktieren im beliebten MMOPRG-Titel "Battlefield 2" muss bisweilen auch einmal der Luftraum unsicher gemacht werden. Was mit Maus und Tastatur nur funktioniert, macht mit einem Joystick richtig Spaß. Selbst die unerfahrensten Piloten finden sich auf Anhieb zurecht und bringen Kampfjets wie Helikopter mit spielerischer Leichtigkeit in den Himmel. Denkbar einfach gestaltet sich auch das anschließende Herunterkommen - ohne ausreichende Übung endet es allerdings schnell in einem rauchenden Schrotthaufen.
Mindestens ebenso unterhaltsam verlaufen auch die ersten Flugstunden im Flight Simulator X von Microsoft. Mit dem X52 Pro gelingt das Zusammenspiel von Höhen-, Seiten- und Querruder aufgrund der dritten Joystick-Achse etwas besser als mit dem Hotas Cougar, der erst mit den optionalen Fußpedalen sein volles Potenzial entfalten dürfte. Obwohl beide Systeme eine exzellente Präzision und Rückmeldung vermitteln, wirkt der Hotas Cougar stets eine Prise exakter.

Fazit
Beim direkten Vergleich zwischen Saitek X52 Pro und Thrustmaster Hotas Cougar wird die Luft dünn am oberen Ende des Siegertreppchens. In puncto Ausstattung und Benutzerfreundlichkeit dominiert eindeutig der X52 Pro, während der Hotas Cougar mit einer absolut konkurrenzlosen Verarbeitungsqualität punktet, die selbst echte Berufspiloten glücklich machen dürfte. Doch letztendlich entscheidet ein Preisvorteil von mindestens 50 Euro zugunsten des Saitek X52 Pro. Für den realistischeren Spielspaß sorgt dennoch der Thrustmaster Hotas Cougar.

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nochmal zu force feedback und IL2: ich denke da ist es wirklich mehr als nur Effekthascherei... ich kann z.B. am Stick fühlen wenn ein Stall naht, dann ist einfach kein Widerstand mehr drauf. Ich bekommen auch über...
Welche Simulatoren (nicht FSX oder FS2004 sondern mehr wie Lock On - Air Combat) lassen sich mit dem Saitek X52 gut spielen bzw. welche gibt es?
Hallo erstmal, da mich da IL2 Fieber jetzt auch erwischt hat bin ich auf der Suche nach nem vernünftigen Joystick um in den vollen Genuß zu kommen und, um mal bei der Debatte zu bleiben ;-)...
Der X52 hat die Drehfunktion fürs Seitenruder. Das gieren beim Start hängt mit dem Motordrehmoment und dem Propellerstromeffekt zusammen. Die Maschine giert immer gegen Motordrehrichtung. Das merkt man auch im Flug...
Ich liebe den X52 auch wenn man lieber Pedale dazunehmnen sollte, macht einfach mehr spass und ist für den geneigten Piloten realistischer (vor allem wenn man den Stick verlängert und um 15Grad neigt. Für mich ist...