Joystick-Test: Saitek X52 Pro vs. Thrustmaster Hotas Cougar
Handhabung: Alles im Griff
Beleuchtung? Fehlanzeige. Schwarzer Lack und graue Knöpfe dominieren, Abwechslung bieten lediglich zwei rote Schalter im Steuerknüppel. Ein echtes Männerspielzeug eben, ohne überflüssigen Schnickschnack. Die Verarbeitungsqualität ist schlichtweg überragend und selbst wer noch nie selbst ein Düsenjet pilotierte, glaubt bereits nach dem ersten Griff genau zu wissen, wie es sich anfühlen muss.
Laut Thrustmaster fliegt der typische Hotas Cougar-Besitzer meist mit stilechten Handschuhen und bastelt gerne an seinem Joystick herum. Inzwischen hat sich sogar eine echte Tuner-Szene entwickelt. Beliebt ist beispielsweise der Umtausch der Standardpotientometer gegen Präzisionsregler zu einem Stückpreis von rund 30 Euro. Gerne wird der Knüppel auch nachträglich mit Gummiauflagen versehen, um ihn der Steuerung eines F/A-18-Kampfbombers nachzubilden.

Nachträgliche Einstellungen am Griff besitzt nur der Saitek X52 Pro, hier lässt sich die Handauflage für kleinere Gliedmaße anpassen. Dadurch erzielt er zwar eine wirklich erstklassige Ergonomie, die allerdings nicht an die perfekte Passform des Thrustmaster Hotas Cougar heranreicht. Bei beiden Modellen verfügt der Schubregler über einen justierbaren Widerstand, wobei Saitek einen deutlich breiteren Spielraum zwischen bombenfest und butterweich gestattet. An gut erreichbaren Knöpfen und Drehschaltern mangelt es keinem der Kontrahenten, auch wenn der X52 Pro eindeutig das größere Arsenal auffährt.
Einen klaren Pluspunkt heimst er mit seiner dritten Joystick-Achse ein, die sich sehr gut als virtuelles Seitenruder eignet und bei Bedarf sogar über einen kleinen Schieber blockieren lässt. Beim Hotas Cougar muss diese Funktion entweder auf einen der vielen Mehrweg-Schalter oder die separat erhältlichen Fußpedale gelegt werden. Grundlegende Differenzen herrschen auch beim Gegendruck des Steuerknüppels, der beim Hotas Cougar recht fest, beim X52 Pro eher gering ausfällt.
Joystick-Test: Saitek X52 Pro vs. Thrustmaster Hotas Cougar
Die so genannte Todeszone lässt sich sauber für jede einzelne Achse einstellen.
Durch den übersichtlichen Editor wird das Anlegen persönlicher Profile zum Kinderspiel.
Ohne Englischkenntnisse oder Wörterbuch kommt man bei der Konfiguration nicht weit.
Das LCD leuchtet ebenfalls nur bei Bedarf und zeigt außer Datum, Uhrzeit und Stoppuhr auch Flugdaten aus dem Microsoft Flight Simulator X.
Dank seiner höhenverstellbaren Handauflage eignet sich der Saitek-Knüppel auch für kleinere Gliedmaße.
Der Begriff der Programmierung darf wörtlich genommen werden. Doch glücklicherweise lassen sich auch vorgefertige Profile herunterladen.
Das Metall-Monster ist eine originalgetreue Replika der Steuerung des US-Kampfjets F16.
Vorgenomme Einstellungen lassen sich auf einem internen Speicher ablegen oder von dort auslesen.
In Sachen Verarbeitungsqualität ist das Thrustmaster-Modell absolut konkurrenzlos.
Auf ein modernes Design wurde bei der Cougar-Software wenig Wert gelegt.
Im Gegensatz zum X52 Pro besitzt der Cougar-Knüppel keine dritte Achse, nur einen Anschluss für optionale Fußpedale.
Die LEDs am Schubregler verändern je nach Position die Farbe, zudem lässt sich der Widerstand von bombenfest bis butterweich einstellen.
Wem es zu bunt wird, der kann das LED-Arsenal auch einfach abstellen.
Wer schon immer einmal den berühmten roten Knopf drücken wollte, .....
Außer zwei roten Schaltern am Griff dominieren schwarzer Lack und graue Bedienelemente.
Das Rädchen für die drei Profil-Modi sorgt sogar für eine optische Untermalung der getroffenen Auswahl.
Erst beim Anblick der Testoberfläche wird der volle Funktionsumfang deutlich.
Zu den Besonderheiten des Saitek-Joysticks zählt das große LC-Display.
Trotz fehlender Verstellmöglichkeiten ist die Ergonomie des Thrustmaster-Systems schlichtweg perfekt.
In ihre Nullstellung finden wiederum beide einwandfrei zurück. Das Navigieren mit der Kampfjet-Replika fühlt sich rein subjektiv zwar präziser an, kostet aufgrund des hohen Gewichts jedoch erheblich mehr Kraft. Während der Schubregler des X52 Pro fast lautlos arbeitet und bloß an den Enden kurz einrastet, hakt der Hotas Cougar gleich mehrmals mit deutlich hörbarer Akustik. Haftungsreserven sind reichlich vorhanden, beim Saitek-Modell auf Wunsch auch mit acht abnehmbaren Saugnäpfen.
Programmierfreuden: Software-Vergleich
Für das individuelle Belegen des X52 Pro sind keine besonderen Kenntnisse nötig. Über eine drehbare, originalgetreue 3D-Abbildung von Joystick und Schubregler mit einzeln anwählbaren Schaltern lassen sich Tastenkombinationen, Makros und Wiederholungsoptionen völlig problemlos auf dem Spielgerät verteilen. Dabei zeigt das hellgrüne Display stets den gerade aktiven der drei verfügbaren Modi, zudem lassen sich spezielle Spielprofile einfach abspeichern und in Sekundenschnelle über ein Systemtray-Symbol abrufen.
Links zum Thema
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