Proxys to go: XeroBank, PrivacyDongle, Privatix, Pollipix und TAILS
Anonym.OS und Torpark: Unerkannt im Netz unterwegs
Für immer mehr Nutzer ist das Surfen im Internet längst Teil des Alltags geworden. Doch oftmals fallen dabei sensible Nutzerdaten an, welche Rückschlüsse auf die Identität und den Standort der eigenen Person zulassen. Fest steht: Wer sich ungeschützt im Internet bewegt, verrät viel über die eigene Person. Doch das muss man nicht hinnehmen. Längst gibt es Software die dabei hilft, die eigene digitale Spur zu verwischen. Doch was ist, wenn man auch unterwegs von fremden Rechnern aus anonym surfen möchte?
Inhaltsverzeichnis
- 1Mit Proxys surfen - Buch mit sieben Siegeln?
- 2Torpark, XeroBank und PrivacyDongle: Mobiler Schleier für die Internet-Identität
- 3Firefox und TOR als unschlagbares Team für unterwegs
- 4Privatix, JonDo und Polippix: Mehr Schutz durch Betriebssysteme auf CD und USB-Stick
- 5Mit Privatix anonym ins Netz
- 6JonDo als Alternative zu TOR
- 7Anonym.OS, Polippix und TAILS: Alte Hasen und Junge Wilde
- 8Eine Frage der Priorität: Anonymität vs. Geschwindigkeit
Im Internet bieten zahlreiche Seiten die Zuordnung von IP-Adressen zu Standortdaten an. Denn die Adressblöcke der IP-Adresse können leicht mithilfe von Einträgen bei der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) dem jeweiligen Standort zugeordnet werden. Wenn der eigene Internet Service Provider (ISP) IP-Adressen zu Rechnungszwecken oder aufgrund gesetzlicher Vorgaben wie etwa der Vorratsdatenspeicherung erfasst, ist es um die eigene Anonymität denkbar schlecht bestellt. Zusätzlich interessiert sich die Wirtschaft brennend für Internetnutzer als potentielle Kunden und erfasst daher viele ihrer Aktivitäten mitsamt der IP-Adresse. Die Annahme, man sei im Internet anonym, erweist sich somit leider als Trugschluss.
Doch die IP-Adresse ist nicht das einzige, was wir Netz über uns preisgeben. Bei aktiviertem JavaScript verrät unser Browser auch, welches Betriebssystem und welcher Browser verwendet wird, unsere Bildschirmauflösung und welche Plugins vorhanden sind. Seitenbetreiber erfahren auch, welche Cookies wir zulassen, von welcher Seite wir kommen und wohin wir danach weiter surfen. Mithilfe von JavaScript-Code lassen sich all diese Informationen problemlos auslesen.
Dabei ergibt sich aus den gesammelten Daten oft ein sehr individuelles und damit auch zurückverfolgbares Profil - eine Art digitaler Fingerabdruck entsteht. Für Werber, Kriminelle und auch Strafverfolgungsbehörden bieten diese Daten viele Ansatzpunkte, um die Identität des Surfers festzustellen. Zwar kann man mithilfe einiger Erweiterungen und veränderten Browsereinstellungen einige dieser Daten einfach unterdrücken. Die IP-Adresse kann auf diesem Wege jedoch nicht verschleiert werden, da sie für die Datenübertragung von zentraler Bedeutung ist. Um seine IP zu verschleiern werden die Daten hinter einem Netzwerk aus Proxys vor neugierigen Blicken versteckt. Doch was ist eigentlich ein Proxy?


Proxys sind ein exzellentes Mittel, um auch hierzulande auf Websites für US-Surfer zuzugreifen. Mit der Erweiterung FoxyProxy ist die Installation und Konfiguration eines Proxy-Servers im Firefox äußerst einfach.
Seit Dezember 2009 gibt es einen eigenen DNS-Dienst von dem Suchgiganten Google. Mittlerweile hat das Angebot die Testphase überstanden und ist für alle Nutzer interessant, die Google DNS kostenlos nutzen können.
Wer großen Wert auf das Thema Datenschutz legt oder einfach nur ein in Deutschland gesperrtes YouTube-Video abrufen will, erhält mit HideMyAss ein einfach zu bedienendes Werkzeug inklusive Browser-Plug-ins.
Wer sichergehen will, dass seine Online-Banking-Daten nicht gestohlen werden, sollte sich die Live-CD Ubuntu Privacy Remix ansehen: Sie bietet ein Betriebssystem, das ganz auf Sicherheit getrimmt wurde.
Die Meta-Suchmaschine Ixquick bietet ihren Besuchern nicht nur die Möglichkeit anonym zu surfen, sondern auch strenge Datenschutzrichtlinien. Der Betreiber speichert nämlich nach eigenen Angaben keine privaten Daten seiner Besucher.
Jeder Besucher hinterlässt unfreiwillig Spuren auf einer Website. Um diese zu verwischen, gibt es zahlreiche Anonymisierungsdienste im Web. Diese helfen auch dabei, Schranken im Web zu umgehen. Netzwelt hat sich die besten Dienste angesehen.
Netzwelt präsentiert die besten Tipps, Tricks und Tools, um ihre Privatsphäre im Netz zu schützen.




