Grafisches Tool macht Mashups zum Kinderspiel
RSS-Feeds remixen mit Yahoo Pipes
Internet & Netzwelt
Mashup-Programmierer sind so etwas wie Rockstars des Web 2.0. Sie mischen Kleinanzeigen mit Google-Karten, Amateur-Fotos mit professionellen Nachrichtenangeboten und Weblogs mit Video-Plattformen. Jetzt hat Yahoo ein Angebot veröffentlicht, mit dem man auch ganz ohne Programmier-Kenntnisse kreativ Datenquellen remixen kann.
Die Yahoo Pipes genannte Plattform bedient sich dazu einer Art interaktivem Flussdiagramm. Nutzer können auf einer Arbeitsoberfläche einzelne Module anordnen und diese über grafisch stilisierte Rohre miteinander verbinden. Diese Module können zum Beispiel RSS-Feeds von anderen Webseiten laden und diese dann nach bestimmten Kriterien verarbeiten.
Pipes hatte in den ersten Tagen wegen des überwältigenden Interesses der Netzgemeinde mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Trotzdem gibt es nur ein paar Tage nach dem Start schon einige sehr spannende Beispiele auf der Pipes-Webseite zu bestaunen. So schuf ein Pipes-Nutzer eine Anwendung, um Flickr-Bilder eines bestimmten Gegenstands in der Nähe eines bestimmten Orts zu finden. Ein anderer kombinierte die Schlagzeilen der New York Times-Titelseite mit thematisch passenden Flickr-Fotos.
Pipes in der Praxis: RSS-Feeds filtern
Pipes macht jedoch auch für Nutzer Sinn, die sich einfach nur ihren Netz-Alltag erleichtern wollen. So eignet sich die Oberfläche wunderbar, um RSS-Feeds nach spezifischen Kriterien zu filtern. Nehmen wir zum Beispiel an, dass jemand stets alle aktuellen netzwelt-Artikel über Windows Vista lesen will.
Für solch einen Filter muss Pipes zuerst mit allen aktuellen netzwelt-Meldungen versorgt werden. Dazu fügt man einfach die Adresse des netzwelt-RSS-Feeds in das Fetch-Modul ein. Wer die korrekte Funktionsweise des Moduls überprüfen will, klickt auf dessen Titelleiste. Im Debugger im unteren Bildbereich sollten dann die aktuellen netzwelt-Meldungen im Kurzformat erscheinen.
Als nächstes wird ein Filter-Modul definiert, das in diesen Meldungen nach dem Stichwort Vista sucht und alle erfolgreichen Treffer weitergibt (siehe Bild). Dieses Modul muss dann am Kopfzeilen-Dock über einen Pipes-typischen Schlauch mit dem Feed-Modul verbunden werden, damit die Daten durch den Filter fließen. Anschließend wird die Andock-Stelle an der Unterseite des Filter-Moduls mit dem Pipe-Output-Modul verbunden - und schon ist der Vista-Filter fertig.
Yahoo Pipes
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