Kompakter Testkandidat: Fritz!Fon 7150

Telefon satt

Bis zu sechs Mobilteile kann die Fritz!Fon-Basis verwalten. Dabei kommen nicht nur Mobilteile aus dem AVM-Zubehör zum Einsatz, sondern auch Mobilteile anderer Hersteller, die mit dem Protokoll DECT-GAP zurecht kommen. Dabei ist zwar die einfache Telefonie stets gewährleistet, doch höhere Funktionen entziehen sich oft der Kontrolle durch fremde Handgeräte. Dies ist jedoch protokollbedingt und auch bei anderen Geräten nicht ungewöhnlich.

Einrichtung und Nutzung mehrerer VoIP-Provider funktioniert wie erwartet gut und fritz-typisch. Wenn die Anwahl über das Internet nicht möglich ist, wird die Verbindung über das Festnetz hergestellt. Um böse Überraschungen auf der Telefonrechnung zu vermeiden, warnt das Fritz!Fon während des Verbindungsaufbaus akkustisch vor dem Leitungswechsel. Wer es lieber gar nicht darauf ankommen lassen mag, schaltet die Funktion Festnetz-Ersatzverbindung ganz ab.

Die Menüführung des Telefons wirkt genau so aufgeräumt wie die der Weboberfläche. Einige Funktionen sind über beide Zugriffsmöglichkeiten erreichbar, so etwa Wecker, Festnetzprovider-Wahl oder Anrufbeantworter. Teilweise unterscheiden sich die Optionen allerdings auch: So kann beispielsweise die Aufnahmezeit pro Anrufer im Browser-Menü nur im zweistelligen Sekundenbereich festgelegt werden, das Telefon dagegen ermöglicht zwei weitere Intervalle sowie die Freistellung der maximalen Aufnahmezeit für nur einen Anrufer. Die beträgt zwischen 20 und 26 Minuten.

Kompakter Testkandidat: Fritz!Fon 7150
DSL-Telefon-Komplettlösung für 249 Euro

Um die Einrichtung neuer Handgeräte zu erleichtern, lassen sich Datensätze aus der Basisstation, die mittels Kurzwahl oder Buchstabenkombination allen angeschlossenen DECT-Mobilteilen zur Verfügung stehen, in das Telefonbuch eines Mobilteils übertragen. Werden mehrere Handgeräte an der Basis des Fritz!Fons angemeldet, können diese auch gleichzeitig Gespräche führen - soweit sie mit individuellen Rufnummern ausgestattet wurden. Und das ist mit bis zu zehn VoIP-Accounts und ISDN oder Analoganschluss kein Problem.

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Der Leistungsumfang des Fritz!Fons umfasst auf Seiten des Routers Callthrough- und Rufumleitungsfunktionen, auf dem Mobilteil stehen außerdem Festnetz-SMS, Babywache, Terminerinnerungen, Netzanrufbeantworter-Konfiguration und zwei Spiele für Zwischendurch zur Verfügung. Über verpasste Anrufe und hinterlassene Nachrichten informiert das Fritz!Fon mit einer blinkenden LED.

Wunschliste & Fazit

Das Fritz!Fon 7150 reiht sich gut in die Produktpalette des Herstellers ein: Wie von AVM gewohnt, erhält der Käufer ein gut durchdachtes Gerät, das keine wirklichen Schwachstellen aufweist. Verbesserungsvorschläge gibt es zwar auch bei diesem Produkt, doch ist man von AVM ebenfalls bereits gewohnt, das diese mit der Zeit durch Firmware-Updates bearbeitet werden. Auf der netzwelt-Wunschliste steht deshalb neben einem schnelleren USB-Anschluss mehr Interaktivität zwischen Telefon und Internet - denkbar wäre beispielsweise eine E-Mail-Benachrichtigung auf dem Display.

Konzeptbedingt scheint sich das das Fritz!Fon in erster Linie für kleine Haushalte zu eignen. Doch mit WLAN-Clients, weiteren Mobilteilen und einem zusätzlichen Switch besteht großes Erweiterungspotenzial für die hauseigene Kommunikations- und Netzwerkanlage. Lediglich schnurgebundene Telefone bleiben komplett außen vor.

Dementsprechend ist das Fritz!Fon 7150 besonders interessant, wenn ein neuer, kabelloser Hausstand gegründet oder die Telefon- und Internet-Anlage komplett ausgemustert werden soll. Dafür werden stolze 249 Euro fällig. Rechnet man die Einzelposten der integrierten Geräte jedoch zusammen, ist der Preis vertretbar. Im Rahmen der DSL-Aktionen einiger Provider ist das Fritz!Fon als subventionierte Hardware auch wesentlich günstiger zu bekommen. Und das ganz unbedenklich.

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