Kompakter Testkandidat: Fritz!Fon 7150
Altbekannt: Extras und Einschränkungen
Für das Wireless-LAN stehen wie gehabt ein Sendeleistungsregler und der relativ neue Repeater-Betriebsmodus zur Verfügung. Genau wie bei den Fritz!Boxen kann das Funknetzwerk über einen Telefon-Code ein- und ausgeschaltet werden. Gleiches lässt sich mit einem längeren Druck auf die Paging-Taste der Basisstation bewältigen. Die daneben befindliche LED signalisiert mit verschiedenen Farben und Lichtsignalen den Betriebszustand und weist auf mögliche Fehler hin.
Auch andere Funktionen, die aus der Fritz!Box-Reihe bekannt sind, findet der Nutzer auf seinem Fritz!Fon wieder: Ein Push-Service für Systemmeldungen per E-Mail erleichtert die Ferndiagnose, die Nachtschaltung deaktiviert das WLAN und schützt vor störenden Anrufen zur Schlafenszeit. Mit Hilfe von dynDNS-Diensten lässt sich die Erreichbarkeit der Konfigurationsoberfläche oder von Netzwerkressourcen vom Internet aus bewerkstelligen.
Firmware-Updates sorgen regelmäßig für neue Funktionen und Verbesserungen, und damit beim Hochladen und auch sonst garantiert nichts verloren geht, können sämtliche Einstellungen auf einem Computer gesichert und auch wiedereingespielt werden. Sollte man sich als Anfänger von all dem überfordert fühlen, belässt man einfach die Expertenansicht im Status deaktiviert.
Genau wie bei den Fritz!Box-Modellen 3070 und 7170 ist auch der USB-Anschluss wieder mit von der Partie. Daran lassen sich Drucker oder Speichermedien anschließen, mit USB-Hub sogar bis zu drei Stück. Doch genau wie schon die Fritz!Boxen unterstützt die USB-Schnittstelle des Fritz!Fons zur Datenübertragung allein das FTP-Protokoll, was eine einfache Einbindung als Netzlaufwerk unmöglich macht. Bei anderen Routern ist dies über die SMB-Freigabe möglich.
Eine weiterere Einschränkung ist das Vorhandensein von nur einem FTP-Account - so müssen alle Nutzer die gleichen Zugriffsrechte erhalten. Diese können aus passwortgeschützten Lese- und Schreibrechten bestehen. Auch arbeitet der Anschluss immer noch nach dem USB-1.1-Standard, was die Datenraten stark eingrenzt und einen Betrieb als Netzlaufwerk unattraktiv macht.
Eine Station, sechs Telefone
Die Telefonie-Funktionen des Fritz!Fons gefallen dagegen voll und ganz. Schon die Hardware macht, abgesehen von dem etwas schwachen Gürtelclip des Mobilteils, einen robusten Eindruck. Die großen, beleuchteten Tasten zeugen von guter Verarbeitungsqualität und weisen einen angenehmen, deutlichen Druckpunkt auf. Zwei Softkey-Tasten sowie eine Navigations-Scheibe erleichtern die Menüsteuerung. Besser als nötig gibt das Display grafische Menü-Symbole und Schrift wieder, nur die Schwarz-Darstellung wirkt etwas matt und unsauber.
Direkt nach dem Anschließen kann das Fritz!Fon als gewöhnliches Telefon benutzt werden - erst für die Voice-over-IP-Einrichtung ist die Konfiguration über den Computer erforderlich. Mit 120 Betriebsstunden und 17 Stunden Gesprächszeit übertrifft das Fritz!Fon sämtliche VoIP-Handys, die mittels Wireless-LAN mit dem Internet kommunizieren und reiht sich bei den DECT-typischen Standardbetriebszeiten ein.

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