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11.02.2007
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Wie das Internet die Medien beeinflusst

Massenmedien im Wandel: Das Fernsehen

Internet & Netzwelt

Massenmedien im Wandel: Das Fernsehen

Das Internet ist längst zum Massenmedium geworden. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die traditionellen Medienangebote. Netzwelt zeigt in einer dreiteiligen Serie, wie sich das Nutzerverhalten und die Inhalte durch das Web verändern. Was hat das Netz bewirkt, was wird sich noch ändern?

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Fernsehen ist Alltag

Das Fernsehen hat den Alltag der Menschen stärker beeinflusst als jedes andere Medium zuvor. Keine Form der Unterhaltung hatte sich jemals so stark in das Leben der Bevölkerung integriert. Die Glotze ist zum Freizeitmittelpunkt geworden. Laut Studien schaut Deutschand täglich drei bis vier Stunden fern. Der ruhige Abend vor der Flimmerkiste ist seit Jahrzehnten Standard. Fast alle Deutschen verbringen die Abende vor dem TV.

Inhalt

Zum Vergleich: Das Internet wird laut der Studie "timebudget12" von Forsa täglich weniger als eine Stunde genutzt. Die Zeitung liegt gar noch hinter dem Spazierengehen: 21 Minuten. 98 Prozent aller Haushalte besitzen einen Fernseher und eben so viele Deutsche benutzen diesen auch täglich. Immerhin 70 Prozent der Haushalte besitzen einen Computer und je nach Studie sind die Hälfte bis drei Viertel der Bevölkerung auch online.

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Immer noch der Chef im Wohnzimmer: Die Fernbedienung

Das Internet etabliert sich

Während der Fernseher durch alle sozialen und Altersschichten exzessiv genutzt wird, ist das Web immer noch vorwiegend den jüngeren und gebildeteren Menschen vorbehalten. Überdurchschnittlich viele Surfer haben Abitur und ein gehobenes Einkommen. Das Durchschnittsalter der Webnutzer ist laut tns infratest 39 Jahre und liegt damit über zehn Jahre unter dem Schnitt der TV-Zuschauer.

Doch der "Durchschnittssurfer" nähert sich immer mehr dem "Durchschnittsbürger" an. Noch vor wenigen Jahren waren die Nutzer des Internets ein vergleichsweise elitärer Haufen, mittlerweile sind die Berührungsängste soweit abgebaut, dass die Nutzung des Webs keine Besonderheit mehr darstellt. Insbesondere die junge Generation wächst wie selbstverständlich mit dem Netz auf: Über 90 Prozent der Jugendlichen nutzen das Web.

Verändert neue Technik den Zuschauer?

Das Nutzungsverhalten der Zuschauer wandelt sich im Laufe der Zeit und durch die immer modernere Technik. "Digital Video Recording", kurz DVR, durch Geräte wie Festplattenrekorder und HTPCs ermöglicht es, Sendungen aufzunehmen und erst dann zu schauen, wenn die Werbung herausgeschnitten wurde. TimeShift erlaubt es, das Live-Fernsehen anzuhalten und später an der gleichen Stelle wieder fortzusetzen oder Teile der Übertragung zu überspringen. Damit sind technophile Zeitgenossen in der Lage, die Werbung vollständig zu vermeiden.

Hat das Fernsehen nun ein Problem? Immerhin basiert die Finanzierung der Sender auf den Werbeblöcken. Wir sprachen mit Medienwissenschaftler Jesko Kaltenbaek von der FU Berlin: "Noch nutzt nur eine Minderheit Timeshift. Noch richten sich die Zuschauer nach den Sendezeiten. Doch durch eine weitere Vereinfachung in der Bedienung neuer Rekorder und durch Video-on-Demand wird sich dies langfristig ändern".

Es sind weder die Kosten noch der Spaß an der Werbung, der die meisten Nutzer noch davon abhält, sich ein solches Gerät anzuschaffen. Es ist vielmehr dem typischen Nutzungsverhalten des Fernsehkonsumenten geschuldet. Fernsehen ist passiv: "Dass über drei Viertel der Befragten in Studien keinen traditionellen Videorekorder bedienen können, zeigt, dass das Fernsehen ein 'Easy-Medium' bleibt. Das heißt, man möchte für den Konsum eigentlich nicht mehr machen, als auf ein bis zwei Knöpfe zu drücken", erklärt Kaltenbaek.

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