Multimedia-Klotz, der nicht kleckert
Toshiba Qosmio G30 im Test: HD DVD auf dem Notebook
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Was taugt besser zur Beurteilung von hochauflösendem Filmmaterial als episches Massengemetzel vor antiker Kulisse? Gut, Naturdokumentationen vielleicht, doch die Entscheidung fällt zugunsten der sehr freien Hollywood-Interpretation von Homers Ilias, kurz "Troja". Vor dem Sturz ins Kampfgetümmel steht jedoch zunächst einmal eine halbminütige Wartezeit an, bis das erste Bild auf dem Schirm erscheint. Doch da allenfalls die Essensreste in der netzwelt-Redaktion an so etwas wie Kino erinnern, muss größeres Kaliber her als das nur 17 Zoll messende Notebook-Display.
Grund genug, um das Qosmio G30 mit dem Eizo S2411W im 24-Zoll-Breitformat zu verkabeln, einem der derzeit besten Flachbildschirme für die Video-Wiedergabe - per HDMI versteht sich. Der Vorteil gegenüber einer handelsüblichen Video-DVD ist mit bloßem Auge erkennbar. Das Bild wirkt deutlich schärfer und zeigt einen viel größeren Detailreichtum. Als perfekt kann die hochauflösende Darstellung aber nicht bezeichnet werden, da bei genauerem Hinsehen immer noch vereinzelte "Artefakte", sprich Bildfehler, auftreten.

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Lautsprecher von Harman/Kardon:
Der Name ist Schall, aber kein Rauch.
Schwer zu kämpfen hat nicht nur Brad Pitt in der Rolle des Achilles. Obwohl das Toshiba-Notebook über mehr Prozessor-Power und Arbeitsspeicher verfügt als viele ausgewachsene PCs, verlangt ihm die HD DVD eine Menge ab. Die Belastung beider CPU-Kerne steigt auf über siebzig Prozent und im gleichen Zug müssen alle anderen Anwendungen mit einigen hundert Megabyte Arbeitsspeicher weniger auskommen. Viel mehr als die Video-Wiedergabe ist damit leider nicht drin.
Von sehr hohen Auflösungen sollten Zocker besser absehen, denn kaum ein PC-Spiel macht die nativen 1.920 x 1.200 Pixel ruckelfrei mit. Anspruchsvolle Games laufen dafür mit mittleren bis guten Qualitätseinstellungen noch in akzeptabler Geschwindigkeit. Ein gleichermaßen ungewöhnliches wie unangenehmes Verhalten legen die Half-Life-2-Testläufe an den Tag. Sobald eine Auflösung unterhalb der maximalen eingestellt wird, beginnt das Display wie wild zu flackern an. Beim Sound übertrifft das Qosmio G30 die meisten anderen Notebooks in Sachen Tonqualität und Lautstärke.
Toshiba Qosmio G30 im Test: HD DVD auf dem Notebook
Für Großbildansicht auf ein Bild klicken.Dabei ist der Klang mindestens ebenso wuchtig wie das Gerät selbst. Mit hochauflösenden Filmmaterial von HD DVD macht das farbenfrohe Display erwartungsgemäß die beste Figur, doch auch stärker komprimierte Videos oder DVB-T-Fernsehsendungen können sich gut darauf sehen lassen. Das waagerechte Blickwinkelverhalten ist noch gut, das senkrechte eher Mittelmaß. Bei der gepflegten Berieselung ebenfalls nicht zu verachten ist der leise Leerlaufbetrieb des Desktop-Ersatzes. Unter voller Belastung dreht der Lüfter zwar hörbar auf, bleibt durch sein gleichmäßiges Rauschen aber in einem akustisch angenehmen Rahmen.
Zugegeben, das Qosmio G30 zählt nicht gerade zu den günstigsten Möglichkeiten, an ein HD DVD-Laufwerk zu kommen. Für einen Straßenpreis von über 2.500 Euro gibt es allerdings noch ein überaus leistungsfähiges Drumherum, eine Vielzahl anderer Unterhaltungswerte und nicht zuletzt ein schickes Design. Hätte Toshiba den HD DVD-Aufpreis in schnelle Grafik investiert, wäre aus dem PC-Ersatz sogar ein waschechter Gaming-PC geworden. Auf dem Wunschzettel bleiben jedoch noch einige Punkte offen, zum Beispiel ein helleres Display, eine vollwertige Tastatur und weniger Gewicht.
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