Toshiba Qosmio G30 im Test: HD DVD auf dem Notebook
Doppelt dick aufgetragen
Beinahe alles am Qosmio G30 ist doppelt so groß oder zumindest deutlich üppiger bemessen als bei einem gewöhnlichen Notebook. Zwei Anschlüsse für externe Bildschirme, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, zwei Festplatten und ein Gewicht, bei dem man sich gelegentliches Hanteltraining getrost schenken kann. Ebenfalls eher Ausnahme als Regel sind die beiden Steckplätze für Erweiterungskarten, die sowohl den älteren PCMCIA-Standard als auch das neue ExpressCard-Format beherrschen.
Möglichkeiten zur schnurlosen Kommunikation gibt es dank WLAN in dreifacher Ausfertigung für mobiles Internetsurfen und Bluetooth 2.0 reichlich. Schade nur, dass die Infrarot-Fernbedienung nur mit Adapter und zusätzlichem Kabelsalat funktioniert. Deutlich praktischer ist da schon der ab Werk verbaute Speicherkartenleser. Darüber hinaus dürften Ein- und Ausgänge für audiovisuelle Signale so ziemlich das Letzte sein, woran es dem G30-Besitzer mangelt.
Blaue LEDs passen gut zum "coolen" Alu-Interieur.
Keine große Leuchte
Kräftige Farben allein machen nicht glücklich. Buntes wirft das XL-Notebook zwar schön satt auf den Schirm, allerdings hapert es bei der Helligkeit. Unterhalb der höchsten Stufe erscheint das Bild immer etwas zu dunkel, zudem verringert sich die Helligkeit nach dem Ziehen des Netzsteckers nochmals deutlich. Für ein auf Dauer entspanntes Arbeiten, Spielen oder Filmvergnügen sollte der Regler stets auf Anschlag stehen, was natürlich zu Kosten der Laufzeit geht. Auch die Differenzierung zwischen hellen Graustufen zählt nicht gerade zu den Stärken, zu schnell driftet das Display in Richtung Weiß ab.
In puncto Schwarzdarstellung reicht es nur für ein "mittelprächtig". Denn Tiefdunkles wirkt leicht matschig und lenkt die Aufmerksamkeit ungeniert auf den schwächer ausgeleuchteten Streifen am unteren Bildschirmrand. Bei Farbbildern zeigen sich in den Ecken wiederum dunklere, rußartige Flecken. Glänzen kann die Anzeige dafür mit einer hervorragenden Schärfe sowie einem spendablen Platzangebot. Zu einer Glanzleistung der unerwünschten Art kommt es bei ungünstigem Lichteinfall, dann stören starke Spiegelungen die Lesbarkeit.
Toshiba Qosmio G30 im Test: HD DVD auf dem Notebook
Mindestens ebenso cool wie das schwarze Interieur aus gebürstetem Aluminium wirken die zahlreichen blauen LEDs.
Notebook oder nicht Notebook? Das bleibt bei einem Gesamtgewicht von über 4,7 Kilogramm die Frage.
Gediegener als mit dem massiven Metallknopf im rechten Gehäuserand lässt sich wohl kaum an der Lautstärke drehen.
Trotz des üppigen Platzangebots gibt es keinen separaten Nummernblock, sondern bloß eine stark zusammengestauchte Tastatur.
Geschlossen wirkt das Qosmio G30 nicht nur zugeklappt, sondern auch ein wenig zugeknöpft - ein schnörkelloses, silbernes Brachland.
Erweiterungsmöglichkeiten bietet der Multimedia-Klotz en masse, darunter gleich zwei Festplatten-Einschübe.
Der HDMI-Anschluss auf der Rückseite bringt hochauflösendes Filmmaterial auch auf größere Bildschirme.
Alt und neu: Nicht nur ältere PCMCIA- sondern auch neuere ExpressCard-Erweiterungen finden Platz.
Größe zeigt auch das Touchpad nicht gerade, aber immerhin fällt es nicht so negativ auf, wie beim eklatant unterdimensionierten Keyboard. Einerseits punkten die beiden Tasten mit einer hervorragenden Rückmeldung. Andererseits erscheint es völlig unangemessen, mit welchem Lärm sie dies bewerkstelligen.
Das herausragende Merkmal des Desktop-Ersatzes, das HD DVD-Laufwerk, steckt hinter einer unscheinbaren Schublade.
Tastatur und Touchpad: Keine Größe gezeigt
Dass die Entwickler der Qosmio-Eingabegeräte mehr die spaßorientierte Fraktion als die emsigen Büroarbeiter im Sinn hatten, wird schnell klar. Trotz einer Gehäusebreite von beachtlichen vierzig Zentimetern gibt es keinen separaten Nummernblock, sondern nur eine stark zurechtgestauchte Tastatur, bei der nicht einmal Platz für eine ausgewachsene Enter-Taste blieb und sogar die Windows-Taste in die obere rechte Ecke verfrachtet wurde. Selbst vergleichsweise winzige 13,3-Zoll-Subnotebooks wie das Asus W7J oder Sony Vaio C2 liefern hier die überzeugendere Vorstellung.
Dafür sprechen die Tasten weich und dennoch präzise an, arbeiten leise und besitzen nur wenig Spiel. Größe zeigt auch das Touchpad nicht gerade, aber immerhin fällt es nicht so negativ auf, wie beim eklatant unterdimensionierten Keyboard. Einerseits punkten die beiden Tasten mit einer hervorragenden Rückmeldung. Andererseits erscheint es völlig unangemessen, mit welchem Lärm sie dies bewerkstelligen. Der Zeigefinger kann sich auf einer gummiartigen Oberfläche austoben, die sich mehr der Präzision als der Geschwindigkeit verschrieben hat.

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