Multimedia-Klotz, der nicht kleckert
Toshiba Qosmio G30 im Test: HD DVD auf dem Notebook
Benjamin Schnitzler
Auf netzwelt gibt eine der Nachfolgerinnen der Video-DVD ihr hochauflösendes Debüt - die HD DVD. Am Beispiel des 17-Zoll-Notebooks Toshiba Qosmio G30 erfahren Sie, welche Anforderungen das neue Format stellt und ob und wann es sich überhaupt lohnt. Was der potenzielle PC-Ersatz außer einem HD DVD-Laufwerk sonst noch alles zu bieten hat, zeigt der Testbericht.
Um die maximale Bildqualität einer hochauflösenden Video-DVD von 1.920 x 1.080 Punkten auszureizen, reicht das große Display des Qosmio G30 gerade so aus. Doch da diese erst auf einem wirklich großen Bildschirm richtig Spaß macht, ist wie beim kürzlich getesteten HTPC Sony Vaio XL201 ein HDMI-Anschluss mit von der Partie. Mit dem passenden Gegenstück fließen die hochaufgelösten Signale damit auch zum Fernseher im Wohnzimmer. Die außergewöhnlich gute Ausstattung des Desktop-Ersatzes dürfte so manchen PC-Besitzer ernsthaft schwach werden lassen.
Inhalt
Durchwachsene Optik
Doppelt dick aufgetragen
Keine große Leuchte
Keine Größe gezeigt
Ausgelastet: HD DVD in Aktion
Unterhaltungsfaktoren
Fazit
Daten und Messwerte
Satte zwei Gigahertz Takt bringt der Intel Core 2 Duo auf den Prüfstand, neben dem derzeit drittschnellsten Notebook-Prozessor wirken die üppigen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher keineswegs überdimensioniert. Zwei Festplatten mit einer Gesamtkapazität von 400 Gigabyte bieten massenhaft Ablagemöglichkeiten für sammelwütige Video- und Musik-Archivare. Ihre mäßige Performance von nur 4.200 Umdrehungen pro Minute kompensieren sie durch den geschwindigkeitsoptimierten RAID-0-Modus.
Zu den schnelleren Vertretern zählt auch die verbaute Nvidia-Grafik GeForce Go 7600 mit 256 Megabyte eigenem Speicher, wenngleich nicht gerade zu den schnellsten ihrer Zunft. Wohlklingende Lautsprecher vom bekannten Hi-Fi-Hersteller Harman Kardon und ein TV-Empfänger für DVB-T versprechen gepflegte Unterhaltung für unterwegs. Ob man sich einen 4,7 Kilogramm schweren Multimedia-Klotz allerdings gerne einmal eben unter den Arm klemmt, ist eine andere Frage. Und eine der Muckis versteht sich.

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Außen unauffällig, innen ungewöhnlich
Geschlossen wirkt das Qosmio G30 nicht nur zugeklappt, sondern auch ein wenig zugeknöpft - ein schnörkelloses, silbernes Brachland. Umso überraschender daher das schwarz dominierte Interieur mit gebürstetem Aluminium in Hülle und Fülle und protzig entblößten Klangkörpern. Passend zur kühlen Haptik des dunklen Chassis erstrahlen der Einschaltknopf und die meisten Status-LEDs in frostigem Blau. Gediegener als mit dem massiven Metallknopf im rechten Gehäuserand lässt sich wohl kaum an der Lautstärke drehen.
Elf kreisrunde Schalter in unterschiedlichen Größenordnungen erleichtern unter anderem den Zugriff auf die Bildschirmhelligkeit und die wichtigsten Wiedergabe-Funktionen. Im Vergleich zum ausladenden Innenraum gehen Tastatur und Touchpad zumindest optisch förmlich unter. Die Verarbeitung ist gut, aber nicht überragend. Zum Teil recht breite Spaltmaße und das gelegentlich knarzende Display-Scharnier trüben den durchaus wertigen Eindruck ein wenig.
Toshiba Qosmio G30 im Test: HD DVD auf dem Notebook
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