Musikdateien umwandeln: Tipps und Tools für guten Sound

Analoge Kopie statt Hackertools

Im schlimmsten Fall kauft sich ein unerfahrener Internetnutzer einen Song, beispielswiese bei Musicload im WMA-Format, und obwohl sein MP3-Player WMAs abspielen kann, macht ihm das DRM in den Musicload-Songs einen Strich durch die Rechnung. In diesem Fall reicht es nämlich nicht aus, dass der Player WMA-Dateien abspielen kann. Auch das darin enthaltene DRM-System muss unterstützt werden.

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Damit die Songs auch auf älteren Playern abgespielt werden können, müssten sie am besten in das MP3-Format umgewandelt werden. Dies ist mit DRM-geschützten WMAs jedoch nicht ohne Weiteres möglich, da das Digital Rights Management verhindert, dass die Datei von einem Transkodierungstool geöffnet und umgewandelt werden kann. Das DRM müsste im besten Fall also einfach aus der Datei entfernt werden - was allerdings rechtlich verboten ist. Mit einem einfachen Trick lässt sich jedoch das DRM-System legal umgehen und die Datei in ein anderes Format umwandeln.

Dabei wird eine so genannte "analoge Kopie" der Datei angefertigt. Das bedeutet: Es wird gar nicht erst versucht, die eigentliche Datei zu öffnen und zu verändern. Stattdessen wird die Audiodatei einfach abgespielt und dabei gleichzeitig wieder in ein neues Format aufgenommen. Dies ist im Prinzip nichts anderes, als das oben beschriebene Digitalisieren einer Soundquelle. Rechtlich gesehen fertigt man mit diesem Trick lediglich eine Privatkopie an - und die ist nicht verboten. Auch das DRM-System wird nicht in bester Hackermanier geknackt, sondern bleibt völlig unangetastet.

Im Internet gibt es einige Tools, die eine analoge Kopie von DRM-geschützten Dateien erlauben (siehe Übersichtstabelle am Ende diesen Artikels). Dabei wird der entsprechende Song von der Software abgespielt und das von der Soundkarte analog umgewandelte Signal sofort wieder digitalisiert. Der DRM-Schutz geht dabei verloren - leider auch ein gutes Stück Klangqualität.

Zur Not kann jedoch von den gekauften DRM-Songs auch eine CD gebrannt werden, was meist im Rahmen der Nutzerrechte der Audiodateien erlaubt ist. Anschließend können die Songs dieser Audio-CD wiederum in MP3s oder in ein anderes Format umgewandelt werden. Doch egal ob per Aufnahmesoftware oder den Umweg über die Audio-CD: Klangverluste sind vorprogrammiert.

Welches Tool für welches Format?

Wer trotz Verluste beim Sound Audiodateien transkodieren möchte, findet im Anschluss eine Auflistung der am häufigsten in unserem Forum diskutierten Transkodierungen sowie mindestens einen Vorschlag, wie die entsprechenden Formate ineinander umgewandelt werden können.

Audiodateien transkodieren
umwandeln vonumwandeln inTool
WMAMP3Advanced WMA Workshop
WMA (DRM)MP3Tunebite
AACMP3iTunes
AAC (DRM)MP3Tunebite
Ogg VorbisMP3dBpoweramp
WAVMP3Razorlame
WAVWMAWMA Encoder Decoder
WAVAACiTunes
   
WMAOgg VorbisAlt WAV MP3 WMA OGG Converter
WMA (DRM)Ogg VorbisSchritt 1: WMA (DRM) zu WAV mit Tunebite

Schritt 2: WAV zu Ogg Vorbis mit Ogg Vorbis Encoder

AAC (DRM)Ogg VorbisSchritt 1: AAC (DRM) zu WAV mit Tunebite

Schritt 2: WAV zu Ogg Vorbis mit Ogg Vorbis Encoder

WAVOgg VorbisOgg Vorbis Encoder
WMAWAVWMA Encoder Decoder
WMA (DRM)WAVTunebite
AACWAVfoobar 2000
AAC (DRM)WAVTunebite
MP3WAVWinamp

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Audio Encoder & Decoder und Audio Player & Playlister.