Die Fernseh-Revolution kommt als P2P-Stream
Kino auf Knopfdruck: IPTV mit Joost
Das Beste aus beiden Welten soll Joost enthalten, heißt es von Entwicklerseite. Denn der Video-Streamer kombiniert Fernsehen und Internet in einer Plattform und realisiert so ein Mitmach-TV auf der Basis eines P2P-Systems. Senderliste und Medieninteresse wachsen, denn die Veröffentlichung der finalen Version steht kurz bevor. Netzwelt zeigt, was der selbsternannte Revoluzzer alles im Gepäck hat.

Inhaltsverzeichnis
- 1Große Namen: Von Kazaa über Skype zu Joost
- 2Sendersuche mal anders: Die Inhaltewüste
- 3Umschwärmte Datenströme: Das P2P-Konstrukt
- 4Werbung in Joost: Innovative Investitionen
- 5Die Oberfläche: Gar nicht oberflächlich
- 6Meine Sender, meine Listen, mein Fernseh-Feeling
- 7Plugins: Chat und Feeds im laufenden Programm
- 8Alle Streamer sind gleich - Joost ist gleicher
- 9Fazit: Revolution fraglich, Mehrwert sicher
Große Namen: Von Kazaa über Skype zu Joost
Niklas Zennström und Janus Friis - diese beiden Namen sind in Computerkreisen bekannt, denn es handelt sich um die Gründer von Kazaa und Skype. Der Erfolg beider Programme ist nicht von der Hand zu weisen, deshalb steht auch Joost im Fokus der Aufmerksamkeit. Medieninhalte sind hier auf Klick verfügbar und nutzen die P2P-Technologie, um jeden Client mit Fernseh-Futter zu versorgen.
Bevor Joost (gesprochen wie "juiced") als offizieller Name bekannt gegeben wurde, hieß der Client The Venice Project. Noch befindet sich der P2P-Streamer im geschlossenen Beta-Test, eine Handvoll ausgesuchter Interessenten kann bereits mit Joost arbeiten. Die aktuelle Version ist 0.9.4, es kann also nicht mehr lange dauern, bis Joost öffentlich verfügbar ist. Über das genaue Datum schweigen sich die Macher indes noch aus: Von einem Launch schon im Mai wird genauso gemunkelt wie einer Veröffentlichung Ende Frühling bis Anfang Sommer.
Fest steht: Die Oberfläche von Joost steht, dennoch kommen beinahe wöchentlich neue Funktionen und vor allem Sender hinzu. Die sind handverlesen und rechtlich einwandfrei; denn im Gegensatz zu Kazaa-Zeiten arbeiten Zennström und Friis diesmal mit der Film- und Fernsehindustrie zusammen, akquirieren Sendeformate und erschaffen so eine legale und für den Mainstream taugliche Plattform - ohne die Gefahr von Urheberrechtsverletzungen.
Joost
Auch Instant Messenger und Mail-Accounts sollen sich in Joost einbetten lassen.
Neben der normalen Steuerung können auch Senderinformationen aufgerufen werden.
Sendersuche mal anders: Die Inhaltewüste
Für die Startphase konnte sich Joost bereits der Unterstützung von Warner Bros., Viacom, Paramount Pictures, MTV, VH1, Endemol und CBS versichern. Auf diese Weise landet auch international bekannter Content in der Sendeliste. Deutsche Anbieter sind bisher noch Fehlanzeige, allerdings konnte Joost kürzlich Permira und KKR an Bord holen. Diese Investoren sind an Pro7 und Sat.1 beteiligt, deutschsprachige Inhalte sind also für die Zukunft durchaus denkbar.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internetfernsehen hier.
