Stotternder Diskjockey: Logitech Wireless DJ im Test

Nase vorn: Kaum Formatbeschränkungen bei der Wiedergabe

Sofort danach steht die komplette Musikbibliothek auf dem Display des Wireless DJs bereit. Auf der gut ablesbaren Monochrom-Anzeige wird sie automatisch nach Interpret, Genre, Album, Titel oder Wiedergabeliste unterteilt. Auch eine zufällige Wiedergabe der gesamten Bibliothek ist möglich.

Neben den Grundfunktionen wie Play, Stopp, Vorwärts und Rückwärts schaufelt die DJ-Taste auf Wunsch neue Lieder in die aktuelle Wiedergabeliste. Selbstverständlich lässt sich auch die Lautstärke regeln und das System auf Knopfdruck komplett stumm schalten.

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Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Netzwerkplayern wie dem Noxon iRadio oder der Roku Soundbridge ist die hohe Zahl kompatibler Formate. Logitechs Wireless DJ spielt sämtliche Datei-Endungen ab, die die genannten Programmme unterstützen. Dabei ist es egal, ob der jeweilige Track mit einem Kopierschutz versehen ist oder nicht. Können manche Lieder nur von einem speziellen Programm abgespielt werden, etwa von iTunes, öffnet die Streampoint-Software dieses Programm automatisch.

Mit Hilfe des Drehrades der Fernbedienung blättert man mühelos auch durch längere Listen. Trotzdem wäre eine Suchfunktion anhand von Anfangsbuchstaben eine sinnvolle Ergänzung gewesen. Dafür quittiert die Fernbedienung auch bei schnell aufeinanderfolgenden Eingabebefehlen nicht ihren Dienst oder straft den Nutzer durch träges Ansprechverhalten. Vorausgesetzt, es ist eine ausreichende Signalstärke vorhanden.

Logitech Wireless DJ
Alles im Griff: Die einfache Bedienung des Wireless DJs ist der guten Fernbedienung zuzuschreiben.

Die Reichweite des Funksenders beträgt je nach baulichen Gegebenheiten bis zu 50 Meter. Dieser Wert dürfte allerdings nur bei optimalen Bedingungen im Freien erreicht werden. In der Praxis liegt sie mit etwa 20 Metern deutlich darunter. Negativ: Auch bei direkter Sichtverbindung zwischen Sender und Empfänger kommt es während des Betriebes öfters und in unregelmäßigen Abständen zu Aussetzern in der Musikwiedergabe. Der genaue Grund für die störenden Unterbrechungen war im Testzeitraum nicht ausfindig zu machen.

Gegen Bares lassen sich bis zu drei unterschiedliche Empfangsstationen in verschiedenen Räumen zusammenschalten. Leider können diese dann nicht mit unterschiedlichen Inhalten versorgt werden. Es ist also nicht möglich, Internetradio in die Küche zu senden und gleichzeitig die Musikbibliothek des Rechners im Wohnzimmer abzuspielen.

Separat ist die Wiedergabe von Internetradio-Stationen jedoch problemlos möglich. Diese müssen lediglich in der Favoritenliste des Abspielprogrammes hinterlegt sein, um vom Wireless DJ erkannt zu werden.

Fazit: Gute Hardware mit Aussetzern

Die Hardware ansehnlich, die Bedienung gut, das Setup narrensicher - eigentlich ein durchaus empfehlenswertes System, zum recht hohen Straßenpreis von derzeit etwa 180 Euro. Das positive Testergebnis verhageln vor allem die extrem nervigen Aussetzer bei der Musikübertragung. Über das bei großen Bibliotheken mühsame Blättern mit Hilfe des Drehrades ließe sich sonst schon fast hinwegsehen.

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