Musikmacher mit Aussetzern
Stotternder Diskjockey: Logitech Wireless DJ im Test
Ein riesiger Berg Musik führt ein Schattendasein auf dem Rechner im Büro und kommt leider nicht von ganz allein zum Hörer im Wohnzimmer. So genannte Netzwerk-Player, welche Musik vorzugsweise über ein vorhandenes WLAN-Netzwerk verteilen, liegen daher seit geraumer Zeit im Trend. Logitechs Wireless DJ geht einen etwas anderen Weg, der einige Vorteile mit sich bringt. So dauert es nur etwa fünf Minuten, bis das System einsatzbereit für den ersten Hörtest ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1Verarbeitung und Lieferumfang: Das ist drin und dran
- 2Setup: In fünf Minuten erledigt
- 3Nase vorn: Kaum Formatbeschränkungen bei der Wiedergabe
- 4Fazit: Gute Hardware mit Aussetzern
Im Gegensatz zum ebenfalls von netzwelt getesteten Vorgänger ist Logitechs aktuellster Musikstreamer absolut wohnzimmertauglich. Das Set besteht aus drei Hauptelementen: einer Sender-Einheit, die über USB mit dem Rechner verbunden wird, einer Fernbedienung sowie einer Empfänger-Station, welche gleichzeitig als Lade- und Ruhepol für die Fernbedienung dient.
Den häufigsten Kontakt werden Käuferhände mit der üppig dimensionierten Fernbedienung haben. Und es ist fast schon schwierig, die knapp 21 x 5,5 x 1,5 Zentimeter große Steuereinheit wieder loszulassen. Zu perfekt schmiegt sich der geschwungene Kunststoff in die rechte oder linke Handfläche. Die Augen fallen zunächst auf das mit blauem Licht hintergrundbeleuchtete Display, anschließend auf das Clickwheel-ähnliche Drehrad in der Mitte der Fernbedienung.
Verarbeitung und Lieferumfang: Das ist drin und dran
Weitere zehn Tasten verteilen sich großzügig über die gesamte Fläche und gefallen durch einen präzisen Druckpunkt. Sämtliche Drücker sind dank weißer Beleuchtung auch im Dunkeln sicher zu treffen. Strom bezieht der Signalgeber von einem austauschbaren Lithium-Ionen-Akku, dieser wiederum wird von der Empfängerstation mit frischem Saft versorgt.
Haptik und Verarbeitung liegen auf einem sehr soliden Niveau, was angesichts einer unverbindlichen Preisempfehlung von 250 Euro auch erwartet werden kann. Gleiches gilt auch für die recht schmal bemessene Empfängerstation. Lediglich eine Buchse zum Anschluß des Netzteiles, eine 3,5-Millimeter-Klinke sowie zwei Chinch-Ausgänge zur Verbindung mit der Stereoanlage oder Aktivboxen warten auf der Rückseite auf die passenden, im Lieferumfang enthaltenen Kabel.
Setup: In fünf Minuten erledigt
Die Installation beschränkt sich im Wesentlichen auf Logitechs StreamPoint-Software, welche auf CD mit im Paket liegt. Während des Setups durchsucht das Programm bereits vorhandene Bibliotheken der bekannten Media-Programme iTunes, Musicmatch Jukebox und Windows Media Player. Zusätzlich lassen sich weitere Ordner manuell hinzufügen. Auf Wunsch überprüft Streampoint die Festpaltte in regelmäßigen Abständen nach neu hinzugefügter Musik.
Anschließend wird der Nutzer aufgefordert, den Sender an einem freien USB-Port des Rechners anzuschließen. Um eine reibungsfreie Übertragung zu garantieren, empfiehlt Logitech den Sender so weit wie möglich vom PC-Gehäuse zu entfernen, was angesichts des über 1,50 Meter langen Kabels auch kein Problem darstellen dürfte. Es bleibt nur noch das Aufstellen der Empfängerstation im gewünschten Raum, sowie die Verkabelung mit der Stereoanlage oder den Aktivboxen.


Stromkabel anschließen, Software installieren, Power drücken - mit der Squeezebox Boom will Logitech die Kategorie der Netzwerkplayer salonfähig machen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen - die Squeezebox Boom ist eine sehr gelungene Mischung aus Mini-Stereoanlage, Internet-Radio und Ghettoblaster. Mit wenigen Handgriffen hat der Nutzer Zugang zu der gesamten Musiksammlung auf dem PC sowie zu unzähligen Internet-Radiostationen. Dazu nimmt die Squeezebox kabellosen Kontakt über das WLAN-Netzwerk zum Rechner auf.
Eine günstige Möglichkeit der drahtlosen Musikübertragung bietet der Hersteller Trekstor mit der Wireless SoundBox. Das Einsteigerset, bestehend aus einem USB-Sender und einem Lautsprecher, gibt es bereits zu einem Preis von unter 50 Euro. Das Set lässt sich auf bis zu 20 Lautsprecher ausweiten.
Die Harmony 900 gehört zu den Spitzenmodellen unter Logitechs Universal-Fernbedienungen. Dank eines Zusatz-Systems erreichen die Signale der Harmony 900 auch Geräte, die sauber im Schrank verstaut sind. Im Test zeigt die Fernbedienung allerdings auch Schwächen.





