Unfair: Handys müssen draußen bleiben
Handy-Verbot in Krankenhäusern
Bei Eintritt in ein Krankenhaus vergisst man gerne mal das Mobiltelefon abzuschalten, obwohl die Begründungen für ein Handy-Verbot seitens der Medizintechniker durchaus plausibel klingen. Infusionspumpen, EKG-Geräte und Beatmungsgeräte können von elektromagnetischen Wellen, die von einem Handy herrühren, negativ beeinflusst werden.
Eine Studie der Universität Gießen hebelt diese Aussage zwar nicht aus, relativiert sie aber. Demnach sind die Einflüsse weit weniger dramatisch als bisher angenommen. In der Untersuchung unter der Leitung von Professor Werner Irnich wurden 24 Gerätegruppen, darunter Narkose- und Beatmungsgeräte, direkter Handy-Strahlung ausgesetzt.
Um wirklich aussagekräftige Ergebnisse erzielen zu können, installierten die Forscher eine eigene Basisstation, die künstlich schlecht erreichbar war, sodass die Test-Handys in jedem Falle auf maximale Sendeleistung schalten mussten. Geprüft wurde das Verhalten der medizinischen Geräte sowohl im Standby-Betrieb als auch im Gesprächsbetrieb des Handys.
90 Prozent der geprüften medizinischen Geräte ließen sich durch ein Handy nicht beeinflussen. Auch nicht, wenn sich dieses in unmittelbarer Nähe zur Geräteschaft befunden hat. Da sich Medizintechnik meistens in Metall-Gehäusen befindet und dadurch automatisch abgeschirmt ist, hielten die Forscher die Mobiltelefone sogar an Lüftungsschlitze. Im medizinischen Alltag würde es wohl kaum zu solch einer Situation kommen.
Bei einem Meter Abstand keine Beeinflussung durch Handy-Strahlung
Nur bei zehn Prozent der Prüflinge waren Abnormitäten zu beobachten. So kann es beispielsweise vorkommen, dass ein EKG-Gerät kurzzeitig zu breite Striche zeichnet. Die Werte können dann nicht mehr eindeutig zugewiesen werden. Im nächsten Schritt entfernte sich das Team um Professor Irnich von den medizinischen Geräten, die scheinbar Reaktionen auf Handy-Strahlung zeigten. Dabei stellte es fest, dass schon bei einer Entfernung von einem Meter keine Auffälligkeiten mehr zu verzeichnen waren. Professor Irnich stellt mit diesen Ergebnissen eine Daumenregel auf: "Bei einem Abstand von einem Meter kann nichts passieren".
Für den Patienten selber dürfte es nicht schwierig sein, diesen Abstand einzuhalten. Sogar in der Intensivstation, obgleich der Patient selbst hier das Hindernis darstellen dürfte. Kritischer einzustufen ist laut Irnich der Kommunikationsfunk der Leitstellen. Der so genannte Bündelfunk sendet auf einer Frequenz von 450 MHZ und mit einer Sendeleistung von bis zu vier Watt. Im Vergleich: Moderne E-Netz-Handys senden mit 1.800 MHZ und lediglich einem Watt. Dazu muss man wissen: Je höher die Funkfrequenz ist, umso niedriger sind Einwirkungen auf andere technische Geräte.
Die Studie ergab weiterhin, dass mobile Beatmungsgeräte, die vornehmlich in Rettungsfahrzeugen zum Einsatz kommen, besonders empfindlich auf Mobiltelefone reagieren. Ähnlich wie bei der Polizei greifen Rettungsdienste für die Kommunikation zum Unfallort immer mehr zum Mobiltelefon. Ein Handy-Verbot im Krankenwagen ist also weit sinnvoller als im Krankenhaus.

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Ich muss mich da dem Schreiber vor mir anschliessen: Was da zum Thema Flugzeug steht ist blühender Unsinn. Es gibt nachgewiesene Störfälle durch Mobiltelefone. Bei der Stationssuche (die Flug...
Zitat: Mobilfunkstrahlen stören nachweislich nicht die Bordelektronik Na ja, so ganz bin ich damit nicht einverstanden. Viele moderne Flugzeuge verwenden die...