Viele Handy-Verbote sind nicht berechtigt

Unfair: Handys müssen draußen bleiben

Unfair: Handys müssen draußen bleiben Fast jeder hat eins, fast jeden nervt es. Handys haben es nicht leicht. Immer wieder hört man wie ungesund Handys sind, ja dass sie sogar Krebs auslösen können. Und weil man ein so gefährliches Gut in der Tasche trägt, muss man es auch im Flugzeug, im Krankenhaus und an der Tankstelle ausschalten. Aber warum prangen in diesen Zonen Handy-Verbotsschilder, und sind diese überhaupt begründet? Netzwelt hat sich dieser Frage angenommen und kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Handy-Verbot im Flugzeug
  2. 2Mobilfunkstrahlen stören nachweislich nicht die Bordelektronik
  3. 3Handy-Verbot in Krankenhäusern
  4. 4Bei einem Meter Abstand keine Beeinflussung durch Handy-Strahlung
  5. 5Handy-Verbot an Tankstellen
  6. 6Eine filmreife Explosion der Tankstelle ist völlig ausgeschlossen
  7. 7Das Handy ist keine tickende Zeitbombe

Handy-Verbot im Flugzeug

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Die wohl bekannteste Tabu-Zone für Mobiltelefone: das Flugzeug. Man befürchtet, das vom Handy erzeugte elektromagnetische Feld könnte die Bordelektronik stören und somit Instrumente, die der Positionsbestimmung dienen, verwirren. "Es ist die Funktion des Handys, zu senden und damit elektromagnetische Energie abzustrahlen. Diese kann sich in die Flugzeugelektronik einkoppeln und Störungen verursachen, die eine Situation entstehen lassen, die Leib und Leben bedrohen." So schreibt es zumindest das Luftfahrtbundesamt.

Die Fluggesellschaft Lufthansa kam in einer kürzlich durchgeführten Untersuchung zu einem anderen Ergebnis. Hintergrund war ein Drahtlos-Internet-Angebot der Lufthansa. Das Luftfahrtbundesamt sah die Luftfahrzeug-Elektronik-Betriebs-Verordnung verletzt und forderte die Fluggesellschaft auf, den Dienst augenblicklich einzustellen. Die Untersuchung sollte nun beweisen, dass die Flugzeugelektronik durch die eingesetzte Funktechnologie in keinster Weise beeinflusst wird.

Und tatsächlich kommt die Lufthansa zu diesem Ergebnis. Im Test kam eine 25-fach höhere Sendeleistung zum Einsatz als die eines Mobiltelefons. Michael Lamberty von Lufthansa sagt: "Die Bordelektronik hat sich als sehr störfest erwiesen, das Thema ist vom Tisch". Lufthansa hofft, das drahtlose Internet noch in diesem Jahr wieder anbieten zu können.

Mobilfunkstrahlen stören nachweislich nicht die Bordelektronik

Mobilfunkstrahlen stören die Bordelektronik also nicht, gesetzlich verboten ist das Telefonieren an Bord aber immer noch. Deshalb lautet die Ansage vor dem Flug auch nicht mehr: "Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon aus", sondern: "Laut dem Gesetz ist das Betreiben von Handys im Flugzeug verboten, schalten Sie deshalb bitte Ihr Mobiltelefon aus". Wer es dennoch in Betrieb hält, bringt sich nicht gegenüber der Lufthansa, sondern gegenüber dem Gesetz in Ungnade.

Während des Fluges sind Telefonate jedoch technisch ohnehin nicht machbar. Bei einer Geschwindigkeit von 950 Kilometern in der Stunde und einer Reisehöhe von 10.000 Metern kann kein Mobilfunkmast erreicht werden. Gespräche könnten höchstens in der Start- und Lande-Phase aufgebaut werden. In dieser Zeit verbietet wiederum die Lufthansa den Betrieb von jeglichen elektronischen Geräten.

Dies dient aber nicht dem Zweck die Bordelektronik zu schützen, sondern die Passagiere sollen ihre volle Aufmerksamkeit dem Flugzeug widmen. In einer Notsituation gilt es den Kopf zwischen die Knie zu legen, Atemmasken aufzuziehen oder Notausgänge zu öffnen. Hier soll man nicht durch CD-Player, Handy oder Notebook behindert werden.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Ich muss mich da dem Schreiber vor mir anschliessen: Was da zum Thema Flugzeug steht ist blühender Unsinn. Es gibt nachgewiesene Störfälle durch Mobiltelefone. Bei der Stationssuche (die Flug...

Zitat: Mobilfunkstrahlen stören nachweislich nicht die Bordelektronik Na ja, so ganz bin ich damit nicht einverstanden. Viele moderne Flugzeuge verwenden die...

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