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03.02.2007
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Wie das Internet die Medien beeinflusst

Massenmedien im Wandel: Das Radio

Internet & Netzwelt

Massenmedien im Wandel: Das Radio

Das Internet ist längst zum Massenmedium geworden. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die traditionellen Medienangebote. Netzwelt zeigt in einer dreiteiligen Serie, wie sich das Nutzerverhalten und die Inhalte durch das Web verändern. Was hat das Netz bewirkt, was wird sich noch ändern?

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Inhalt

Der Hörfunk

Das Radio war das erste elektronische Massenmedium. Seit den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts hat sich der Hörfunk etabliert. Mit dem Radio erreichten Nachrichten und Unterhaltung die heimischen Wohnstuben frei empfangbar und rund um die Uhr. Auch der Siegeszug des Fernsehens hat daran nur wenig geändert. Radio wird unterwegs im Auto oder auf der Arbeit auch heute noch von Millionen Menschen in Deutschland gehört.

Laut der Arbeitsgemeinschaft Medienanalyse e.V. hören über 70 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland täglich Radio. Diese Reichweite ist beeindruckend. Dennoch geraten die Hörfunksender zunehmend unter Druck. Mit dafür verantwortlich ist das Internet. Denn kostenlose Radiostreams und nicht zuletzt Podcasts haben den traditionellen Sendern Konkurrenz gemacht.

Die Entwicklungen im Internet gehen nicht spurlos vonstatten. Während die Älteren dem Radio treu sind, bleiben die unter 30-Jährigen zunehmend fern. Der rasante Erfolg von Webradios und Podcasts hat dazu beigetragen. Bereits im September letzten Jahres wurden geschätzte sieben Millionen Podcasts pro Monat heruntergeladen. Mit exorbitanten Wachstumsraten: Gut zehn Prozent pro Monat.

Ursachenforschung

Das Signal ist deutlich: Die jungen und flexiblen Medienkonsumenten sind des Formatsradios müde und werden ihr eigener Programmchef. Durch iPod und andere Player werden die Nutzer unabhängiger von Senderplanung und Musikrotation. Wenn schon die gesamte Musiksammlung jederzeit abrufbar in der Jackentasche steckt, will man bei den Infos und anderen Audiobeiträgen nicht weniger flexibel sein.

Rüdiger Malfeld, Leiter der Hauptabteilung "Zentrale Aufgaben Hörfunk" beim WDR, nimmt die Situation zwar ernst, bleibt aber optimistisch: "Es ist nicht besorgniserregend, aber man merkt es schon". Doch der WDR lässt sich von der wachsenden virtuellen Konkurrenz nicht entmutigen, im Gegenteil: "Es ist eine hochspannende Situation, es wird gehört". Die Entwicklungen zeigen, dass Audioinhalte wieder an Bedeutung gewinnen. Ein weiteres Indiz für das steigende Interesse am gesprochenen Wort sind die steigenden Absatzzahlen von Hörbüchern.

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Diskutieren Sie zu diesen Artikel im Forum!
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Kozu, am 03.02.2007 16:09

Das würde ich mir wünschen (vielleicht gilt das ja auch für andere):

Ich höre eigentlich gerne Radio. Was mich jedoch nervt und was mich zum Ab- oder Umschalten bewegt: Lieder, die ich nicht leiden kann und nicht hören will (dazu gehören zum Beispiel alle von Xavier Naidoo und Fifty Cent) und: Immer wiederkehrende vorproduzierte Jingles und Moderationen wie Gewinnspiele, Konzertankündigungen und Loben des eigenen Programms.

Was ich an Radio toll finde: Gut gemachte Beiträge, witzige und kreative Moderationen, gut recherchierte Nachrichten und: eine bunte Themensammlung. Ich will mir die Themen eben nicht selbst zusammensuchen, weil ich dann über viele Dinge gar nicht informiert würde, weil sie mich scheinbar nicht interessieren. Wie soll ich zum Beispiel von einem Ereignis in der Wirtschaft erfahren, was ich dann doch interessant finde, wenn ich die Rubrik "Wirtschaft" gar nicht in meinem Podcast-Verzeichnis habe...

Warum nicht also das negative rausschmeißen und das positive beibehalten? Eine Idee, die technisch umzusetzen sein sollte, Beispiel 1Live: Das Programm bleibt im Grunde so wie es ist. Doch einiges sollte der Hörer selbst wählen können: Wer kein Auto fährt, bestellt die Stauschau ab. Die Musik wird in ein paar Rubriken eingeteilt, so dass ich nie wieder Lieder von Xavier Naidoo und Fifty Cent hören muss. Alles andere bleibt und gewinnt hoffentlich noch an Qualität. Wenn 1Live mir irgendwann ermöglicht, eine gewisse Musikrichtung zu wählen, die Gewinnspiele und Stauschau zu "stornieren", dann bleibe ich auch was länger im Programm...


Blindenhund, am 08.02.2007 12:33

Hi Konstantin!

In Zukunft wird das sicher möglich sein. Zumindest über digitale Übertragungswege. Mit dem analogen Kurzwellenfunk sicherlich nicht.
Per RDS können die Radios ja heute schon die Art der Sendung erkennen.
Wenn ein Sender dann mehrere parallele Übertragungen senden, also zum Beispiel Nachrichten, verschiedene Musikgenres usw. dann könnte man das Radio sicherlich so einstellen, dass es automatisch zwischen den Kanälen umschaltet.
Klingt jedenfalls spannend.
Oder die Sender werden irgendwann so segmentiert sein, dass eh jeder auf etwas spezialisiert ist. Dann ginge das genauso einfach.
Mit Internetstreams gine das sogar noch einfacher, der Empfang wird allerdings mobil im Auto schwer umzusetzen sein.

Gruß,

Patrick


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