Wie das Internet die Medien beeinflusst

Massenmedien im Wandel: Das Radio

Das Internet ist längst zum Massenmedium geworden. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die traditionellen Medienangebote. Netzwelt zeigt in einer dreiteiligen Serie, wie sich das Nutzerverhalten und die Inhalte durch das Web verändern. Was hat das Netz bewirkt, was wird sich noch ändern?

Massenmedien im Wandel: Das Radio
Streamingclients bringen Webradios und Podcasts direkt an die Stereoanlage - ohne Computer

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Der Hörfunk
  2. 2Ursachenforschung
  3. 3Phänomen Podcasting
  4. 4Podcasts und der Werbemarkt
  5. 5Internet killed the radio star?
  6. 6Die Zukunft
  7. 7Journalismus als Nische?
  8. 8Neue Konzepte

Der Hörfunk

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Das Radio war das erste elektronische Massenmedium. Seit den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts hat sich der Hörfunk etabliert. Mit dem Radio erreichten Nachrichten und Unterhaltung die heimischen Wohnstuben frei empfangbar und rund um die Uhr. Auch der Siegeszug des Fernsehens hat daran nur wenig geändert. Radio wird unterwegs im Auto oder auf der Arbeit auch heute noch von Millionen Menschen in Deutschland gehört.

Laut der Arbeitsgemeinschaft Medienanalyse e.V. hören über 70 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland täglich Radio. Diese Reichweite ist beeindruckend. Dennoch geraten die Hörfunksender zunehmend unter Druck. Mit dafür verantwortlich ist das Internet. Denn kostenlose Radiostreams und nicht zuletzt Podcasts haben den traditionellen Sendern Konkurrenz gemacht.

Die Entwicklungen im Internet gehen nicht spurlos vonstatten. Während die Älteren dem Radio treu sind, bleiben die unter 30-Jährigen zunehmend fern. Der rasante Erfolg von Webradios und Podcasts hat dazu beigetragen. Bereits im September letzten Jahres wurden geschätzte sieben Millionen Podcasts pro Monat heruntergeladen. Mit exorbitanten Wachstumsraten: Gut zehn Prozent pro Monat.

Ursachenforschung

Das Signal ist deutlich: Die jungen und flexiblen Medienkonsumenten sind des Formatsradios müde und werden ihr eigener Programmchef. Durch iPod und andere Player werden die Nutzer unabhängiger von Senderplanung und Musikrotation. Wenn schon die gesamte Musiksammlung jederzeit abrufbar in der Jackentasche steckt, will man bei den Infos und anderen Audiobeiträgen nicht weniger flexibel sein.

Rüdiger Malfeld, Leiter der Hauptabteilung "Zentrale Aufgaben Hörfunk" beim WDR, nimmt die Situation zwar ernst, bleibt aber optimistisch: "Es ist nicht besorgniserregend, aber man merkt es schon". Doch der WDR lässt sich von der wachsenden virtuellen Konkurrenz nicht entmutigen, im Gegenteil: "Es ist eine hochspannende Situation, es wird gehört". Die Entwicklungen zeigen, dass Audioinhalte wieder an Bedeutung gewinnen. Ein weiteres Indiz für das steigende Interesse am gesprochenen Wort sind die steigenden Absatzzahlen von Hörbüchern.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Hi Konstantin! In Zukunft wird das sicher möglich sein. Zumindest über digitale Übertragungswege. Mit dem analogen Kurzwellenfunk sicherlich nicht. Per RDS können die Radios ja heute schon...

Das würde ich mir wünschen (vielleicht gilt das ja auch für andere): Ich höre eigentlich gerne Radio. Was mich jedoch nervt und was mich zum Ab- oder Umschalten bewegt: Lieder, die ich nicht leiden...

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