Alles außer gewöhnlich
Saitek Obsidian im Test: Extravagante Designer-Maus
Apple aufgepasst, hier kommt die optische Gegenmaßnahme zur Mighty Mouse. Die Saitek Obsidian trägt Tiefschwarz statt Unschuldsweiß und ist mindestens ebenso innovativ und ungewöhnlich. Außer einer entfernten Ähnlichkeit zum dunklen Pfeilspitzengestein bringt das Designerstück noch zwei Akkus im Kleinkäse-Format und anstelle des Mausrads ein berührungsempfindliches Sensorfeld mit.
Inhaltsverzeichnis
- 1Verwanzt
- 2Laden und geladen werden
- 3Schmeichelhafte Handhabung
- 4Zweite Liga
- 5Fazit
- 6Lesen Sie auf der nächsten Seite: Alle Daten auf einen Blick
Selten kommt es vor, dass ein Hersteller mit den von der Masse diktierten Konventionen bricht. Schließlich besteht dabei ein nicht zu verachtendes Risiko, einen totalen Flop zu landen. Eines dieser Maus-Experimente wagte Microsoft im Jahre 2004 mit einem silbernen Schreibtisch-Ufo, für das sogar der französische Stardesigner Philipe Starck verantwortlich zeichnete. Vergleichbare Prominenz hat Saitek zwar nicht im Schlepptau, doch dafür leisteten schon die eigenen Produktdesigner ganze Arbeit.
Inhalt
Verwanzt
Im Gegensatz zur mittlerweile vergriffenen Optical Mouse by S+ARCK von Microsoft geht die Obsidian viel stärker in die Breite und liegt geduckt wie eine Wanze auf Wachstumshormonen. Statt aus einem schillernden Chitin-Panzer besteht ihre Außenhülle allerdings weitestgehend aus leicht glitzerndem Kunststoff, zudem sind die Seiten silbern abgesetzt. Dort wo normalerweise das Mausrad sitzt, gibt es lediglich eine mit Symbolen verzierte, ovale Einkerbung. Optisches Highlight: der orangefarbene Leuchtring, der bei Bewegungsmangel abschaltet.
Ohne den schmalen Freiraum an der Vorderseite wären die beiden Maustasten kaum als solche auszumachen, die Oberschale zieht sich an einem Stück über die gesamte Länge. Hier ist nichts eckig, selbst die Akkus sind rund und wecken schmackhafte Assoziationen zu einem aus der TV-Werbung bekannten Mini-Käse. Die jeweils zwei Zusatztasten auf beiden Seiten sind zwar fühl-, aber unsichtbar.
Normal sieht anders aus.
Laden und geladen werden
Vor Saitek kam bereits Logitech auf die Idee mit den herausnehmbaren Lithium-Ionen-Akkus, wenngleich bei der Gamer-Maus G7 Laser in völlig anderer Form. Die Stromversorgung der Obisidian fällt sogar noch einige Gramm leichter aus und bringt nur etwa die Hälfte einer gewöhnlichen Batterie auf die Waage. Damit bleibt auch das Gesamtgewicht für eine schnurlose Maus relativ gering. Extravagant wie ihr Aussehen ist auch ihre Art zu laden: In einer entfernt organisch wirkenden Halterung steckt eine durchsichtige Schale mit zwei Kontakten, die wiederum mit den kreisförmigen Leitungen am Akku selbst harmonieren.
Der Strom kommt wie bei den meisten MP3-Playern vom USB-Port. Tritt die Ladeschale in Aktion, wechselt der äußere Leuchtring von gelb auf rot. Am dort befindlichen Anschluss lässt sich entweder der Mini-Empfänger, der bei jedem Mausmanöver gelb aufblinkt, oder andere USB-Peripherie einstecken. Zum Nachladen der Maus wird lediglich ein schwergängiger Schieber bewegt, der den Akku freigibt und einem frischen Platz macht. Eine Sache von Sekunden.
Saitek Obsidian im Test: Extravagante Designer-Maus
Zum Lieferumfang gehören zwei kreisrunde Lithium-Ionen-Akkus und ein pfiffiger Lademechanismus. Eleganter lässt sich eine Funkmaus wohl kaum mit Strom versorgen.
Dank des innovativen Batterie-Konzepts bleibt das Gewicht gegenüber anderen Schnurlos-Mäusen relativ niedrig.
