Logitech Alto im Test: Mehr Tastatur fürs Notebook
Einstecken und lostippen
Auf Treiber, Software und sonstiges Zubehör verzichtet Logitech, dafür gibt es ein versenkbares USB-Kabel. Was auch völlig ausreicht, denn nach dem Einstecken vergehen unter Windows nur ein paar Sekunden, bis das neue Gerät erkannt und ansprechbar ist. Den verlorenen USB-Port kompensieren drei Anschlüsse am rückwärtigen Alto-Aufbau. Für Peripherie mit erhöhtem Stromhunger wird ein zusätzliches Netzteil benötigt, das jedoch nicht zum Lieferumfang zählt.
Durchweg positive Kritik erntet das Keyboard selbst, das nicht nur optisch stark an den Cordless Desktop MX 3200 erinnert. Neben dem zusätzlichen Spielraum für flinke Finger und nützlichen Zusatztasten bietet sie noch einen angenehm festen Widerstand mit wertiger Rückmeldung. Akustisch halten sich die Tasten vornehm zurück, der Geräuschpegel beim Schreiben beschränkt sich auf ein ausgesprochen niedriges Niveau.
Auch für Gamer mit spieletauglichem Notebookbietet sich die Tastatur-Erweiterung an.
Zu den ergonomischen Hilfsmitteln gehören ein ausklappbarer Querbalken zur Höhenverstellung sowie eine integrierte Handballenauflage mit griffiger Oberfläche. Was an Letzterer allerdings "weich" sein soll, wie es in der Produktbeschreibung Logitechs heißt, bleibt schleierhaft. Denn selbst auf heftiges Drücken hin gibt sie keinen Millimeter nach. Über einen kleinen Schieber lässt sich das Alto-Keyboard einfach abschalten, damit sich die Unterarme ungeniert auf den Tasten ausbreiten können.
Spiele- und Alltagstauglichkeit
Besonderes Interesse dürfte das Keyboard-Upgrade bei Besitzern eines spieletauglichen Notebooks mit leistungsstarkem Grafikchip wecken. Erst recht wenn der Hersteller den Einbau eines separaten Nummernblocks versäumte. Schön wie sinnvoll sind die geschickt integrierten Statusleuchten am rechten Rand. Eine maximale Belastbarkeit von viereinhalb Kilogramm trägt selbst klobige 17-Zoll-Kaventsmänner, schwerer wog bisher nur das extreme Alienware S-4m 7700 auf dem netzwelt-Prüfstand.
Logitech Alto im Test: Mehr Tastatur fürs Notebook
Durch die erhöhte Position fällt der Blick im richtigen Winkel auf das Notebook-Display und verhindert das übermäßige Verbiegen von Hals und Wirbelsäule.
Zum Mitnehmen taugt die Halterung angesichts einer Breite von über 42 Zentimetern wohl kaum, zudem bringt sie mit ihren knapp zwei Kilogramm so viel auf die Waage wie ein kleines Subnotebook.
Dafür sind zurzeit durchschnittlich achtzig Euro ein geringer Preis - sofern das Konzept denn aufgeht.
Mit dem Anschlussangebot und Funktionsumfang einer Docking-Station kann die schwarze Kompetenzerweiterung zwar nicht mithalten, dafür kostet sie deutlich weniger und verbessert entscheidend die Ergonomie am Arbeitsplatz.
Bereits im eingeklappten Zustand macht sie eine gute Figur. Schade nur, dass die schicke Oberseite in gebürsteter Alu-Optik später unter der Tastatur verschwindet.
Unterwegs ist ein Notebook der perfekte digitale Begleiter, doch zu Hause sieht die Sache schon ganz anders aus. Krummer Rücken, stechende Nackenschmerzen, die Tastatur zu klein und ohne Nummernblock.
Die ebenso simple wie effektive Lösung heißt Logitech Alto: ein praktischer Notebook-Ständer mit vollwertigem Keyboard und drei zusätzlichen USB-Ports. Und formschön ist sie außerdem.
Unglücklicherweise ist das Alto-System das Grauen jeder Putzkraft. An den hochglänzenden Rändern geben sich schon nach kürzester Zeit etliche Fingerabdrücke ein fettiges Stelldichein, während die Gummimatte zu einer regelrechten Müllsammelstelle für Staub, Haare und sonstigen Verschmutzungen mutiert. Dadurch hält sich der Griff zu Wischtuch und Putzbürste stets hartnäckig im Hinterkopf. Doch Vorsicht: Die Außenhülle ist alles andere als kratzfest und zeigt schnell Gebrauchsspuren.
Fazit
Eine gute Idee ist die Tastatur-Erweiterung für Notebooks allemal, zumal sie sich in einem preislich akzeptablen Rahmen bewegt. Bloß an der Umsetzung hapert es noch ein wenig. Mit breiteren Gummihaltern und einer widerstandsfähigeren Außenhülle käme Logitech dem Optimum einen entscheidenden Schritt näher. Zweifellos ist das Alto die ergonomisch sinnvollere Alternative zur Notebook-Tastatur, besonders wenn zu Hause der Mobilrechner den klobigen PC ersetzt.

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