Bearshare: Legales vs. illegales P2P
Alternativen: Es muss nicht immer Bearshare sein
Der Clou an dem Programm: Oberfläche, Bedienung und Technik im Hintergrund sind die gleichen wie beim originalen Bearshare vor der Übernahme durch Imesh. Mit einem entscheidenden Unterschied: Auf Ad- und Spyware wurde vollständig verzichtet. Praktisch seit seinem Start war der Bearshare-Client für seine unliebsamen Ad- und Spyware-Tools berüchtigt, die bei der Installation einfach mit auf die Festplatte gepielt wurden. Die Bearshare Lite-Entwickler haben jedoch genau diese Tools aus der Installation entfernt und liefern praktisch nur den einfach zu bedienenden Client für das Gnutella-Netz.
Wer auf den grinsenden Bären in der System-Tray und auf dem Startbildschirm seines Filesharing-Clients verzichten, sich aber trotzdem mit dem Gnutella-Netz verbinden will, kann auch einige gute und mindestens ebenso leicht zu bedienende P2P-Programme benutzen.
Einer der momentan beliebtesten P2P-Clients - nicht nur für das Gnutella-Netz - ist Shareaza. Die übersichtliche Software verbindet sich neben Gnutella auch mit dem Edonkey- sowie dem Gnutella2- und dem BitTorrent-Netz. Installation und Einrichtung sind verhältnismäßig einfach und Ad- beziehungsweise Spyware sucht man bei Shareaza vergeblich. Auch müssen Shareaza-Nutzer keine Angst davor haben, dass die Unterhaltungsindustrie das Projekt stoppt - seit einigen Jahren ist die Software Open Source, kann also zur Not von vielen Programmieren weltweit weiterentwickelt werden.
Ebenfalls Open Source und spezialisiert auf das Gnutella-Netz ist Gnucleus. Der Client greift sowohl auf das klassische Gnutella- als auch auf das neuere Gnutella2-Netz zu. Punkten kann die kleine Software in Sachen Downloadgröße (nur etwa ein Megabyte), guter Performance sowie einer einfachen Einrichtung des Programms. Abstriche gibt es dafür in Sachen Bedienung: Einige Elemente, wie Suche, Filetransfer oder das Dateiarchiv, sind etwas versteckt angeordnet, sodass man etwas länger braucht, um sich in der Software zu orientieren.
Ein wahrer Alleskönner ist MLDonkey, ein Filesharing-Client, der ebenfalls als Open Source-Projekt weiterentwickelt wird und eine Vielzahl von P2P-Netzen unterstützt. Mit ganzen neun Netzen kann sich die Software verbinden. Angefangen mit Gnutella1 und 2 über Edonkey bis hin zu BitTorrent, Kazaa, Soulseek und einigen anderen Netzen sollte für jeden Filesharer etwas dabei sein. Die Einrichtung ist dabei nicht ganz so einfach wie bei den meisten anderen P2P-Programmen. MLDonkey ist eigentlich eine zeilenbasierte Software, die im DOS-Fenster des Windows-Betriebssystems aufgerufen wird. Wem das zu unbequem ist, der kann das Programm jedoch auch über verschiedene grafische Oberflächen steuern, die allerdings separat heruntergeladen und teilweise installiert werden müssen. Für Gnutella-Fans, die auch in anderen Netzen unterwegs sind, sollte sich der Aufwand jedoch lohnen.
Es muss also nicht immer Bearshare sein. Trotzdem ist nicht von der Hand zu weisen, dass die Software mit dem lachenden Bären einen gewissen Charme (besonders auf eher jüngere Filesharer) ausstrahlt. Für echte Bärenfans sind andere Filesharing-Programme wie Shareaza oder Gnucleus natürlich tabu. Nicht nur für diese Filesharer hat netzwelt deshalb ein Tutorial zur richtigen Installation und Einrichtung Bearshares zusammengestellt - schließlich wird sich der P2P-Bär noch einige Zeit im Netz halten...

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